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Morgengruß von Helmut Harff: Kinderrechte

... sind auch Väterrechte

Heute ist der Welttag der Kinderrechte. Schlimm, dass wir im 21. Jahrhundert überhaupt so einen Tag benötigen - und benötigt wird er. Kinderrechte werden weltweit noch immer mit Füßen getreten. Immer auf die Schwachen, lautet in vielen Teilen der Welt das Motto.

Doch auch bei uns gibt es in Sachen Kinderrechte viele Defizite. Geht es um Kinderrechte, werden viele Grundsatzdiskussionen geführt. Vielfach habe ich den Eindruck, dass es nicht um die Rechte der Kinder, sondern um das Recht haben der Diskutanten geht. Das würde zumindest zum heute ebenfalls begangenen Welttag der Philosophie passen.

Kinderrechte, das ist vor allem das Recht der Kinder, mitzureden, gehört zu werden, wenn es um sie geht. Fragt man Kinder, wie man es in Deutschland Radio Kultur heute tat, so wollen die mehr Ferien, mehr Schnee im Winter und mehr Sonne im Sommer, Frieden, satte Kinder. Sie wollen aber auch, dass Kinder arbeiten dürfen, wenn sie das denn wollen.

Kinderarbeit? Da denken wir an Kinder in Bergwerken, auf Müllkippen oder in Textilfabriken. Denken wir auch an die Kinder auf deutschen Bauernhöfen, in anderen Familienunternehmen? Kinderarbeit gibt es auch hier. Sie ist auch nicht immer freiwillig. Ich finde daran auch erst einmal nichts verwerfliches. Vorausgesetzt, die Kinder gehen in die Schule, haben Zeit für Hobbys, Schularbeiten und auch mal zum Rumhängen. Doch dem Alter und den Fähigkeiten angepasste Arbeit im Sinne von bezahlter Tätigkeit gehört für mich ebenfalls zum Aufwachsen. Da macht man Erfahrungen, die einem für das Leben prägen.

Ich hatte in der DDR sogenannten Unterreicht in der Produktion. Dabei ging man für mehrere Stunden im Monat in einen Betrieb. Damals wurde mir klar, dass ich in meinem Arbeitsleben eine Fabrikhalle nie von innen sehen möchte. Ich habe auch noch nie in einer solchen Halle gearbeitet.

Kinderrechte, dass ist auch das Recht an Mutter u n d Vater. Leider ist das ein Recht, das man den Kindern auch in Deutschland immer wieder vorenthält. Will man die Kinderrechte stärken, so  muss man folgerichtig auch die Rechte (und Pflichten) der Väter stärken. Eigentlich muss man das Recht des Kindes an seinem Vater stärken. Es ist ein Unding, dass in diesem Land einem Kind vorgeschrieben wird, wie oft es seinen leibliche Vater sehen darf, so der nicht mit der Mutter zusammen lebt. Kinder haben einfach das Recht darauf, mit beiden Elternteilen gleich viel Zeit verbringen zu können.

Noch schlimmer ist die Situation für Kinder, die mit einem Vater aufwachsen, der nicht ihr Erzeuger ist. In immer mehr Fällen verlieren nach der Trennung der Erwachsenen Kinder die männliche - in wenigen Fällen auch die weibliche - Bezugsperson. Egal welche emotionale Bindung das Kind an dem nicht leiblichen Vater hatte, egal wie eng es zwischen dem Mann und dem Kind zuging, nach der Trennung hat das Kind kein Recht auf den Umgang mit der jahrelangen Bezugsperson. Es ist ganz und gar auf das Wohlwollen der Mütter angewiesen. Die schaffen es jedoch sehr häufig nicht über ihren Schatten zu springen.

Nicht nur der Gesetzgeber, sondern alle sollten gerade heute am Internationalen Tag der Kinderrechte darüber nachdenken, wie man die Rechte der Kinder an beiden Elternteilen und dem emotionellen Vater stärken kann. Zeit wird es!

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein solches und ein strahlendes Kinderlachen.

 


Veröffentlicht am: 20.11.2014

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