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Bezahlbarer Wohnraum gesucht

Neue Lösungen sind gefragt

Um möglichst vielen Deutschen bezahlbares Wohneigentum zu ermöglichen, ist ein Umdenken erforderlich, sagt Lars Stoy, Vorstandsvorsitzender von BHW.

Dank der niedrigen Bauzinsen können heute mehr Menschen denn je ihren Traum von den eigenen vier Wänden in die Tat umsetzen. Das freut die Häuslebauer und die Immobilienbranche gleichermaßen. Aber wie so oft hat auch diese Medaille zwei Seiten.

In den Ballungsgebieten mit ihrem knappen Wohnraumangebot schießen die Immobilienpreise seit Jahren in die Höhe. Gleichzeitig steigen aber auch die Mieten, bezahlbarer Wohnraum ist vielerorts bereits Mangelware. Leidtragende sind Normalverdiener, Rentner und junge Familien. Haushalte in München, Frankfurt und anderswo wenden laut dem Statistischen Bundesamt inzwischen 40 Prozent und mehr ihres knappen Einkommens für das Wohnen auf.

Bauen als Kostenbremse


Ist "Bauen, Bauen und nochmals Bauen", wie von der Politik häufig gefordert, die geeignete Kostenbremse? Richtig ist, dass jeder, der Eigentum bildet, insgesamt mehr Wohnraum schafft und zur Entspannung des allgemeinen Mietermarktes beiträgt. Rufe nach einer Reaktivierung der Wohnungsbauförderung werden hier und da laut. Die berechtigte Frage, ob das Instrument in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen noch greift, ist unter Experten umstritten. In der Vergangenheit mögen zinsverbilligte Baudarlehen das Mittel der Wahl gewesen sein. Heute dürften die Finanzierungskosten beim Wohnungsbau kaum noch als maßgebliches Hindernis gelten.

Subvention fürs Grundstück

Eine alternative Strategie der Eigentumsförderung besteht darin, Subventionen von den Finanzierungskosten auf die Grundstücke zu lenken. Dazu wäre allerdings ein Umdenken der öffentlichen Hand vonnöten. Bis dato sind Bund, Länder und Kommunen beim Verkauf von Grundstücken und Gebäuden aus ihrem Besitz bestrebt, am Markt den höchstmöglichen Preis zu erzielen. Die Folge: Investoren bauen vorwiegend hochpreisige Häuser und Wohnungen, die zwar als Renditeobjekte attraktiv sind, aber nur für Besserverdiener finanzierbar.

Überzeugende Konzepte

Bezahlbarer Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten entsteht auf diese Weise nicht. Da sind andere Lösungen gefragt: Warum nicht den Verkauf von Baugrund an überzeugende Baukonzepte knüpfen, nicht nur an den Preis? Warum nicht Wohnformen bevorzugen, die Älteren oder Familien zugutekommen? Warum nicht mehr Mehrgenerationenhäuser oder besonders umweltfreundliche Wohngebäude errichten? Und das auch in attraktiven Innenstadtlagen. Hier könnte der Bund in zahlreichen Städten mit gutem Beispiel vorangehen, frei werdende Flächen, die ehemals für militärische Zwecke genutzt wurden, günstig abgeben - und so vielen Menschen zum Eigenheim verhelfen.

 


Veröffentlicht am: 26.11.2014

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