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Erotik im Dreivierteltakt

Dresdner Semperoper bringt Operetten-Klassiker Die lustige Witwe 2015

Cancan-Weltgeist, erotische Fantasien und höhere Politik. Dafür steht Franz Lehárs unangefochtener Operetten-Klassiker Die lustige Witwe, der ab 18. März 2015 in der Dresdner Semperoper zu erleben ist. In der frivol-spritzigen Inszenierung von Jérôme Savary scheint alles möglich – auch die Rettung eines bankrotten Fantasiestaates durch die Verkuppelung einer schwerreichen Witwe mit einem umtriebigen Lebemann auf einer kuriosen Diplomaten-Party. Die passenden Walzer-Klänge liefert Thomas Rösner gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Es tanzt das Deutsche Fernsehballett des MDR.

„Dann geh’ ich ins Maxim“, „Lippen schweigen“, „Dummer Reitersmann“ oder das „Vilja-Lied“ – keine andere Operette hat so viele Gassenhauer produziert wie Franz Lehárs berühmtestes Werk Die Lustige Witwe. Ende Dezember 1905 ging es im Theater an der Wien zum ersten Mal in Szene – und was keiner vorausgesehen hatte, geschah. Gemeinsam mit Hanna Glawari eroberte der Komponist die Herzen der Musikliebhaber auf der ganzen Welt. Die Musik – eine Mischung aus Pariser und Wiener Akzenten, gepaart mit der neuen Form der Tanzoperette – traf den Zeitgeist wie eine Bombe, die das Innerste nach außen wirbelt und sichtbar, spürbar und hörbar machte.

Als Schauplatz der Handlung wählten die Librettisten Victor Léon und Leo Stein Paris, wo das kurz vor dem Bankrott stehende Balkan-Fürstentum Pontevedro mit einer äußerst mondänen Botschaft vertreten ist. Um die Staatsfinanzen zu sanieren, beauftragt der pontevedrinische Botschafter Mirko Zeta ausgerechnet Danilo Danilowitsch, einen umtriebigen Lebemann und Maxim-Stammgast, mit einer höchst delikaten Mission: Er soll die millionenschwere Witwe Hanna Glawari heiraten, um so das Vermögen im eigenen Land zu behalten.

In der Dresdner Inszenierung von Jérôme Savary wird aus der Lustigen Witwe eine bonbon-bunte wie subtile Hommage an das Goldene Zeitalter Hollywoods, an die Revue-Filme und deren Musik. Seinen Dresdner Auftakt gab der kürzlich verstorbene französische Kult-Regisseur – Paradiesvogel und Provokateur, Zauberer und Zampano sowie ehemaliger Leiter der Opéra Comique in Paris, so die Süddeutsche – bereits zur Jahreswende 2007/2008 mit einer Silvester-Inszenierung des Lehárschen Knallbonbons. Von den Kritikern wurde sie zerrissen – die Zuschauer kamen trotzdem. Und seitdem gehört Savarys faszinierend-fesselnde Seifenoper-Interpretation eben zum Dresdner Repertoire.

Für einen höchst unterhaltsamen Abend steht die erstklassige Besetzung mit Rachel Willis-Sørensen (Hanna Glawari) und Christoph Pohl (Danilo Danilowitsch) in den Hauptrollen sowie der Sächsische Staatsopernchor und die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Thomas Rösner. Für wirbelnde Tanznummern sorgt das Deutsche Fernsehballett des MDR.

Text: Tobias Lind, Redaktion Opernreiseführer
Foto: Matthias Creutziger

 


Veröffentlicht am: 30.11.2014

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