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18.08.2017

 

 

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Die Côte d’Azur feiert

... und Napoleon ist immer mit dabei

Als Napoleon am 1. März 1815 am Strand von Golfe-Juan landete, begann die Herrschaft der Hundert Tage. Ein geschichtliches Abenteuer, das sich 2015 zum 200. Mal jährt! Wer dem nahenden Winter nichts abhaben kann, dem empfehlen wir außerdem die farbenfrohen Winterfeste im Februar bis März an der Côte d’Azur!

200 Jahre „Herrschaft der Hundert Tage“


Als die Alliierten 1814 Napoleon auf die Insel Elba verbannten und ihn dort als Souverän mit Kaisertitel darben ließen, war dies der Anfang vom Ende eines visionären Europäers. In Frankreich herrschte Unzufriedenheit über die Amtsführung Königs Ludwig XVIII., während es auf dem Wiener Kongress zu starken Meinungsverschiedenheiten kam. Napoleon erfuhr  all das von seinen Agenten und da die Alliierten planten, ihn aus Europa zu verbannen, schlug er ein letztes Mal zu. Am 26. Februar 1815 ging er in Elba mit etwa Tausend Mann an Bord einiger Schiffe und landete am 1. März gegen 15 Uhr in der Bucht von Golfe-Juan. Von hier begann sein gewagter Weg nach Paris. Erst vor Grenoble traf er auf königliche Truppen, die er mit der Garnison der Stadt leicht für sich gewinnen konnte. Ab Lyon agierte er wieder als Kaiser der Franzosen und Ludwig XVIII. floh aus Paris.

Die Niederlage in Waterloo besiegelte sein Schicksal. Am 22. Juni 1815 dankte Napoleon zu Gunsten seines Sohnes ab, dessen Nachfolge durch die Alliierten vereitelt wurde und die zugunsten Ludwigs XVIII. stimmten. Am 8. August 1815 trat der ehemalige französische Kaiser seine Reise nach St. Helena im Südatlantik an, wohin er verbannt wurde. Seinem Willen entsprechend hielt man dort die Illusion eines kaiserlichen Hofstaats aufrecht. Er schrieb seine Memoiren, bis er schließlich am 5. Mai 1821 starb. Fast zwanzig Jahre nach seinem Tod überführte man seinen Leichnam in den Invalidendom von Paris, wo er heute noch ruht.
 
Rekonstruktion der Landung in Golfe-Juan

In der allgemeinen Rezeption wird Napoleon kaum verherrlicht. Zu groß ist die Diskrepanz zwischen genialem Feldherr, Verwüster Europas und Visionär. Letzteres erweist sich im Fortbestand einiger seiner Werke, wie des Code Napoleons der in einigen europäischen Staaten immer noch in Kraft ist und in den Bemühungen ein geeintes Europa zu schaffen. In Golfe-Juan an der Côte d’Azur gedenkt man jährlich der Landung Napoleons, in dem diese am 1. März direkt am Ort des Geschehens nachgestellt wird.

Über 150 Freiwillige tauschen ihre Kleider gegen die Uniform der „Grande Armée“ für ein Wochenende und inszenieren ein traditionelles Feldlager, Défilés, Artillerie-Simulierungen aus jener Zeit und natürlich die Landung Napoleons. Animationen aller Art und aus der Zeit des „Empires“ die frei zugänglich sind und im kaiserlichen Zelt Eintritt kosten, runden das Ereignis ab. Jährlich zieht die Veranstaltung um die 12.000 Zuschauer an, die damit ein Stück Geschichte hautnah erleben können.
Weitere Infos zur Veranstaltung vom 28. Februar – 1. März 2015 unter: www.vallauris-golfe-juan.fr
 
Unterwegs auf der Route Napoléon

Der Marschroute Napoleons kann man folgen. Sei es per Auto, in wärmeren Jahreszeiten per Cabrio oder Motorrad oder für Sportlichere auch per Rad. Sie verläuft von Golfe-Juan via Cannes, nach Grasse und weiter über Castellane, Digne, Sisteron über Gap bis nach Grenoble. Im Prinzip folgt man der Route Nationale 85 (RN85). Die Strecke von 335 Kilometern bewältigte Napoleon mit seinen Anhängern damals in sieben Tagen und gilt heutzutage als Gewaltmarsch. Es verschlug ihn über die Alpen, da sich im Rhonetal zahlreich Royalisten befanden. Bis Sisteron, das zwar als royalistisch galt und es schlussendlich nicht war, erwies sich die Strecke als sicherste für seinen Trupp. Vor Grenoble konnte er weitere gegnerische Truppen für sich gewinnen, so dass er wie vorausgesagt am 20. März 1815 in Paris einmarschieren konnte. Die Strecke ist mit dem napoleonischen Adler gekennzeichnet und ist eine wahre Entdeckungstour. Abgesehen dass man von der mediterranen bis zur alpinen Vegetation vordringt, sind es nicht minder die Orte entlang der Strecke, die zwar weniger bekannt sind, aber Reisende mit ihren verborgenen Schätzen in den Bann ziehen.
Weitere Infos unter: www.route-napoleon.com
 
Höhepunkte des Napoleonjahres

Neben der Nachstellung der Landung Napoleons in Golf Juan, gibt es viele andere Höhepunkte durchs Jahr. Im Anschluss an die Landung stellt das 1. Polnische Lanzenreiter-Regiment den Marsch nach Grenoble nach. Im Grasser Umland organisieren zwei Vereinigungen Mitte März die Nachstellung eines Truppenlagers aus jener Zeit, während im späteren Frühjahr die zwei Departements Alpes de Haute Provence und Alpes Maritimes den Wanderweg entlang der Route Napoleon eröffnen, der sich übrigens auch für Reitwanderungen eignet. Die Parfümerie Galimard in Grasse lanciert 2015 einen neuen Duft zu Ehren Napoleons mit dem Namen „Napoleon 1815“!

Foto: Maison du Tourisme Vallauris Golfe-Juan

 


Veröffentlicht am: 03.12.2014

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