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Morgengruß von Helmut Harff: Erinnerungen

Was einem so in die Hände fällt...

Wie schon mehrfach erwähnt, bin ich gerade umgezogen. Dabei fällt einem Vieles in die Hand, was Erinnerungen weckt. Das kann alles mögliche und unmögliche sein. Klar, sind wichtige Erinnerungen Fotos, Bilder, Bücher oder Dinge, die man mal geschenkt bekommen hat.

Doch es Erinnerungen wecken auch Muscheln, irgendwelche Gläser, Postkarten, selbst gebasteltes und viele andere Kleinigkeiten, die nur für einen selber einen ideellen Wert haben. Doch was macht man mit den ganzen Erinnerungsstücken, die sich im Laufe der Jahrzehnte angesammelt haben? In der alten Wohnung war die Frage: Einpacken oder gleich in die Tonne?

Bei vielen Dingen fiel mir die Entscheidung leicht. Vieles hatte sich angesammelt, was ich nicht mehr brauchte oder noch nie gebraucht habe. Kleidung war unmodern oder eingelaufen (ich bin nicht dicker geworden - ich doch nicht). Auch von einigen Büchern und Möbeln trennte ich mich ziemlich leicht. Doch von Erinnerungsstücken? Nee - die wurden alle erst einmal eingepackt.

Und nun stehe ich wieder vor den Kisten. Da taucht da die eine, da die andere Erinnerung auf. Das stammt von meiner Mutter, das verbindet mich mit meinem Vater und jenes erinnert an gemeinsame Erlebnisse mit meiner Schwester oder anderen lieben Menschen. Wenn ich mir die Dinge jetzt betrachte, so halte ich mein Leben, zumindest die Erinnerung an viele Begebenheiten und Episoden in Händen. Und die will und werde ich behalten.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als wir die Wohnung unsere Eltern räumen mussten. Es tat weh, so viele Erinnerungsstücke wegwerfen zu müssen. Doch wer hat schon so viel Platz, das Leben von zwei Menschen komplett aufheben zu können? Doch das eine oder andere Stück wanderte in die Wohnung meiner Schwester und in meine. Jetzt habe ich die Dinge wieder in der Hand und bin froh sie zu haben.

Um wie vieles ärmer wäre mein Leben ohne diese Erinnerungsstücke. Ohne sie würde ich mich sicherlich nicht so gut an viele Begebenheiten erinnern. Nun verstehe ich, dass Opfer von Kriegen, Natur- oder anderen Katastrophen nicht so sehr den Verlust von Möbeln und Hausrat, ja nicht einmal den der Heimat so sehr bedauern, wie den Verlust an Erinnerungsstücken. Wer die verliert, verliert ein wichtiges Stück seines Lebens. Das sind zumeist Dinge, die man nicht wieder beschaffen kann, die kein Geld der Welt zurück bringt.

Deshalb schätze ich meine Erinnerungsstücke an mein Leben und an das der Menschen, die mir etwas bedeuten so hoch. Klar, man kann nicht alles "ausstellen". Es gibt Kästen und Kästchen, die sind voll mit Erinnerungen. Da sehe ich auch nicht wöchentlich rein. Es ist schon gut zu wissen, dass diese Erinnerungsstücke da sind. Sie gehören einfach zu meinem Leben.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Vielleicht stöbern Sie ja mal in Ihren Erinnerungsstücken. Sie müssen ja nicht gleich umziehen.

 


Veröffentlicht am: 04.12.2014

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