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Nachhilfe in Jetiquette

Der swoodoo Knigge über den Wolken

(w&p) Luftiges Jubiläum: Vor 100 Jahren startete der erste Linienflug. Seitdem der erste kommerzielle, nur 23-minütige Passagierflug von St. Petersburg in Florida nach Tampa abhob, hat sich das Reisen mit dem Flugzeug stark gewandelt.

Aus einer einst exklusiven und eleganten Form der Fortbewegung wurde eine Industrie für die breite Masse. Die Reisesuchmaschine www.swoodoo.com hat zehn unverzichtbare Verhaltenstipps an Bord zusammengestellt, die auch über den Wolken für die gute Kinderstube stehen. Der swoodoo Knigge über den Wolken ist besonders wichtig zur hektischen Feiertags-Reisesaison.

Lieber als Sitztrenner sehen: Der Umgang mit der Armlehne                            
Beinahe legendär ist der Kampf um die Armlehne. Wer diese als Sitztrenner betrachtet, erweist seinem Nebenmann einen großen Gefallen. Sollte überhaupt jemandem die Armablage zustehen, dann am ehesten demjenigen Passagier, der sich auf einem Mittelsitz befindet.
 
Höflich drauf einsteigen: Ein bisschen Konversation tut keinem weh 
Beim Bedürfnis nach Konversation tickt jeder Fluggast anders. Wird man vom Nebenmann angesprochen, ist es am höflichsten, eine Weile auf den Small Talk einzusteigen. Wem es jedoch zu viel wird, der entschuldigt sich einfach mit dem Hinweis, dass er nun etwas schlafen, lesen oder Musik hören möchte.

Nicht akrobatisch verrenken: Der diplomatische Weg zur Toilette  
Wer in der Mitte oder am Fenster sitzt, kennt das: Man möchte die Toilette aufsuchen, doch der Passagier am Gang schläft tief und fest. Die beste und höflichste Möglichkeit, ihn zu wecken, ist ihn sanft anzutippen. Über ihn drüber zu steigen, geht dagegen meist schief und weckt den Nebenmann noch viel unsanfter.

Räuspern gegen Schmusekurs: Strategie bei müdem Nebenmann 
So mancher müder Passagier lässt den Kopf im Schlaf unbewusst auf die Schulter des Nebenmanns sinken. Wer feststellt, dass er von einem anderen Passagier ungewollt zum Kopfkissen gemacht wird, sollte sich ein paar Mal räuspern, um den Schlafenden sanft aus dessen Träumen zu wecken.

Blickkontakt lieber meiden: Wegschauen bei Trinkgesellen  
Wer dagegen in der Nachbarschaft eines angeheiterten Fluggastes sitzt, sollte sich diskret verhalten und auf keinen Fall den Blickkontakt suchen, sofern er für den Rest der Reise nicht von ihm für den neuen besten Freund gehalten werden möchte. Ist jemand nicht nur angeheitert, sondern ernsthaft betrunken, informiert man am besten die Crew.

Deeskalation ist Trumpf: Wenn es mal zum Streit mit der Crew kommt 
Auch mit dem Bordpersonal kann man einmal aneinander geraten. Wenn die Lage aufgrund eines unfreundlichen Flugbegleiters tatsächlich eskaliert, ist es am besten, nach einem Vorgesetzten zu fragen oder seine Beschwerde im Anschluss an den Flug schriftlich an die Airline zu formulieren.

Abschotten ist am besten: Was zu tun ist bei Schnarchern
Schnarchende Mitreisende können das Reisevergnügen ebenfalls trüben. Wer es scheut, dem Schlafenden einen sanften Hieb mit dem Ellenbogen in die Seite zu versetzen, schützt sich selbst am besten mit Ohrstöpseln. Die helfen gleichermaßen gegen Passagiere, die sich laut unterhalten oder endlose Borddurchsagen.

Flucht nach vorn: Das Beste bei schreienden Kindern 
Statistisch gesehen befindet sich auf praktisch jedem Flug ein Kind, das die Ruhe des Fluges durch Schreien stört. Hier hilft es immer noch am besten, die Crew um einen weiter entfernten Platz zu bitten. Ist das aufgrund eines vollen Fluges nicht möglich, helfen auch hier am besten Ohrstöpsel.

In der Ruhe liegt die Kraft: Diplomatie bei Sitztretern 
Berüchtigt sind darüber hinaus Passagiere, die dem Reisenden von hinten gegen den Sitz treten. Hier ist es ratsam, sich mit freundlichem Gesicht umzudrehen und es darum zu bitten, damit aufzuhören. Eine verärgerte Miene sowie ein genervter Tonfall könnten die Angesprochenen erst so richtig in Fahrt bringen.

Mit dem Strom schwimmen: Strategie bei Sitzlehnenkippern

Viele Flugreisende klappen den Sitz bereits vor dem Start nach hinten, um sich so ein paar Zentimeter mehr Platz zu verschaffen. Ein Mittel dagegen gibt es leider nicht, außer den eigenen Sessel ebenfalls nach hinten zu neigen. Wer seinem Hintermann Respekt zeigen will, tut dies jedoch langsam und erst nach dem Essen. Zudem blickt er zuvor kurz nach hinten und zeigt somit Rücksichtnahme und gibt gleichzeitig eine Art Vorwarnung.

„Fliegen kann eine sehr seltsame Erfahrung sein“, weiß Julia Stadler-Damisch, Managing Director bei swoodoo. „Eine große Gruppe wildfremder Menschen wird auf engem Raum zusammengebracht und in tausende Meter Höhe katapultiert, in der Hoffnung, dass sich alle gut vertragen. Wir bei swoodoo haben uns der smarten Art des Reisens verschrieben und sind der Meinung: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wir möchten Reisende auf die häufigsten Ursachen für Konflikte aufmerksam machen und hoffen, dass unsere Benimm-Tipps dabei helfen, sich auf dem Minenfeld des guten Benehmens an Bord zurechtzufinden, so dass am Ende alle zufrieden und unbeschadet wieder landen.“

 


Veröffentlicht am: 16.12.2014

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