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Morgengruß von Helmut Harff: Der wichtigste Kauf

Beobachtungen beim Weihnachtsbaum-Kauf

Weihnachtsbaum-Kauf, das war in meiner Kindheit die Aufgabe meiner Mutter und mir. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals mein Vater mit von der Partie war. Damals war der Kauf eines Weihnachtsbaums wirklich ein Abenteuer. Was damals als Weihnachtsbaum angeboten wurde, glich vielfach eher einem Besenstil als einem gut gewachsenen Baum.

Heute ist das anders. Heute bin ich auf der Suche nach dem perfekten Baum. Er sollte schon einmal mit seiner Farbe überzeugen. Abgeknickte Äste disqualifizieren ihn genauso wie kahle Stellen. Wehe, wenn die Spitze nicht gerade gewachsen ist. Dann taugt der Baum nur noch als Futter für Zoo-Elefanten oder andere Tiere. Der Baum soll dicht, aber nicht zu dicht gewachsen sein. Je nach Räumlichkeit, soll er eher rund oder etwas flacher sein.

Wenn man bei der Auswahl eines Models genauso strenge Kriterien anlegen würde, wie man es bei dem armen Weihnachtsbaum macht, würde es wohl kaum genug geben, um bei Victoria's Secret die tollen Dessous vorzuführen.

Doch eines ist seit meiner Kindheit offensichtlich gleich geblieben. Ich meine die verschiedenen Typen von Weihnachtsbaumkäufern. Da gibt es diejenigen, die diese Prozedur schnell hinter sich bringen möchten. Sie sehen sich drei bis vier der aufgestellten Bäume an, dann greifen sie kurzentschlossen zu. So ein Kauf dauert maximal drei bis vier Minuten.

Dann gibt es die, die zuerst die Preisliste studieren. Sie wissen bereits aus dem Internet, wo es die billigsten Bäume gibt und wollen auf keinen Fall zuviel Geld für den Baum, der spätestens Anfang Januar am Straßenrand landet, ausgeben.

Dann sind da die, die gefühlt stundenlang sich durch die Bäume arbeiten. Das sind zumeist Pärchen. Einer sucht und der andere steht mit dem bis dahin als gut befundenen Baum in der Hand. Man will so verhindern, dass jemand sich dieses Fast-Prachtexemplar unter den Nagel reist. Es wird verglichen und gefachsimpelt. Gern wird auch das Maßband gezückt. Die Diskussion um den perfekten Baum artete dann schon mal in einen handfesten Streit aus. Schlussendlich nimmt man dann doch den Baum, den man schon vor Stunden in der Hand hatte. Vorausgesetzt, ein anderer war nicht schneller. Dann geht die ganze Prozedur von vorn los.

Zur Oberklasse der Weihnachtsbaumsucher gehört, wer sich nicht nur bei einem, sondern gleich bei mehreren umsieht. Für diese Menschen gibt es nicht den Händler ihres Vertrauens. Sie machen aus dem Kauf eines Weihnachtsbaumes gleich einen Halbtagsausflug.

Diese Gruppe wird nur noch von einer übertroffen. Die sind mit Säge und Axt ausgestattet. Nein, ich meine selbstverständlich nicht die bösen, die sich ihren Baum irgendwo illegal schlagen. Wer will schon von Frieden auf Erden unter einem kriminellen Weihnachtsbaum singen. Nein, ich meine die, die viele Kilometer fahren, um in einer Plantage ihren Weihnachtsbaum höchst persönlich zu fällen. Da ist Mann noch ganz Mann - so mit der Axt in der Hand. Da stört es dann auch nicht, dass der "erlegte" Baum sich in Sachen Perfektion mit denen vom Händler kaum messen kann. Egal, selbst gefällt, ist selbst gefällt.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Meinen Weihnachtsbaum habe ich schon gekauft. Da bleibt noch Zeit für einen Einkaufsbummel.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 19.12.2014

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