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Morgengruß von Helmut Harff: Baby an Bord

... das hat jeder

Gestern machte ich es wie Millionen Menschen: Ich ging in die Kirche - zum Krippenspiel. Da stand wenig verwunderlich ein kleines Kind, ein neu Geborenes, ein Baby im Mittelpunkt der Geschichte. Obwohl, die meisten der kleinen, teilweise sehr kleinen Darsteller konnten sicherlich nicht viel mit dem Begriff Geburt anfangen.

Die Geburt eines  Kindes vor 2014 Jahren in Bethlehem war dann auch das Thema der Predigt des Pfarrers. Für ihn - auch das nicht verwunderlich - sind die Kinder unsere Zukunft. Der Pfarrer erzählte eine Geschichte von einem Mann aus der Region, der nach unerträglicher Kindheit die Heimat verließ und in die Welt hinaus zog. Im Alter wollte er seine Wurzeln kennen lernen. Wie, dass erläuterte er auch. Es hatte mit einem Weihnachtsgottesdienst an der Hand der früh verstorbenen Mutter zu tun.

Kinder an der Hand hatten auch einige Gottesdienstbesucher. Die begrüßte der Pfarrer dann auch ganz besonders und forderte sie auf, den Kindern das Wunder von Weihnacht nahe zu bringen. Davon fühlten sich nun allerdings längst nicht alle Anwesenden in der kleinen Kirche von Groß-Schacksdorf - einem Lausitzer Dorf mit rund 1.200 Einwohnern -angesprochen. Die sind mehrheitlich eher im Großeltern-Alter.

Doch der Pfarrer hatte Trost für alle, in deren Familie es keine Kinder gibt oder die schon groß sind. Er meinte, wir könnten alle an unseren Autos den Aufkleber "Baby an Bord" tragen, denn wir haben alle dieses kleine Kind, was da vor 2014 Jahren in einem Stall zur Welt gekommen ist, an Bord. Die Groß-Schacksdorfer und ihre Gäste in der Kirche konnten das vielleicht noch nachvollziehen, doch all die, die nicht in der Kirche waren?

Der Pfarrer meinte aber genau auch die. Er verwies darauf, dass wir alle uns nach dem Baby von damals in Bethlehem richten. Wir feiern eben nicht am 9.November Weihnachten, sondern am 24. Dezember. Wir haben auch nicht das Jahr 25 (nach Maueröffnung?) sondern 2014 - nach Christi Geburt. Das Baby von damals spielt also bis heute eine sehr bedeutende Rolle in unserem Leben.

Wir alle, so hatte der Pfarrer gesagt, haben ein "Baby an Bord". Ein Baby? Wir alle? Dann haben wir wohl auch alle Verantwortung für diesen kleinen Schreihals in der dreckigen Windel im zugigen Stall? Wie heißt es doch: Einmal Eltern immer Eltern? Wir sollen heute Verantwortung haben für ein Kind, das vor so langer Zeit geboren wurde? Warum nicht?

Doch nicht nur die Eltern haben sich um die Kinder zu kümmern. Das gilt auch umgekehrt. Wie weit das Kümmern um die Eltern - also um uns alle - gehen kann, das hat das vor 2014 Jahren geborene Kind Jahre später bewiesen. Das ist aber eine andere Geschichte. Die wird erst in einigen Monaten Thema des Pfarrers auch in Groß-Schacksdorf sein.

Vor der Kirche hörte ich noch eine etwas ketzerische Frage, über die ich aber wirklich lächeln musste. Einer meinte, wenn wir alle ein Baby an Bord hätten, wenn wir alle Eltern dieses Knaben waren, warum können wir dann für den kleinen Jesus keine Elternzeit nehmen, bekommen kein Eltern- und Kindergeld? Eine schöne Frage, aber das Geld gibt es - soweit ich informiert bin - nur bis zu einem bestimmten Alter. Für ein Kind, dessen 2014. Geburtstag wir gerade feiern, gibt es da wohl nicht mehr.

Ich mache jetzt den Frühstückskaffee. Für mehr ist nach der gestrigen Naschorgie und vor der Weihnachtsente kein Platz in meinem Bauch.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und weiterhin eine schöne Weihnachtszeit.

 


Veröffentlicht am: 25.12.2014

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