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Morgengruß von Helmut Harff: Silvesterknallerei

Nur böse Menschen lassen es krachen

Silvester, dass ist nicht nur der Jahresabschluss, sondern auch ein Feiertag für Gutmenschen, Retter der Menschheit und der Umwelt. Sie alle wollen uns das Jahresendvergnügen vermiesen.

"Brot statt Böller", so ihr Schlagwort seit Jahren. Ja, der Hunger in der Welt ist ein Verbrechen. Doch warum wollen, warum sollen wir Deutsche als Spendenweltmeister genau an Silvester noch eine Spendenschippe drauf legen? Klar, weil das Silvesterfeuerwerk nicht lebensnotwendig ist. Uns passiert nichts, wenn wir keine Raketen in den Himmel schießen, wenn wir keine Wunderkerzen anzünden und kein Tischfeuerwerk Konfetti auf den Teppich rieseln lässt. Doch müssen wir deshalb darauf verzichten?

Nein, so meine klare Antwort. Ich liebe das Feuerwerk zu Silvester. Ich liebe das Wahnsinns-Feuerwerk in Berlins Mitte und das, das meine Mitmenschen in der Silvesternacht um mich herum abbrennen. Ich selber habe schon lange keines mehr gekauft. Doch das ist ein anderes Thema.

Das Jahr mit Feuerwerk, mit viel Radau zu verabschieden und das neue Jahr ebenso zu begrüßen, ist ja ein ganz alter Brauch. Man will damit nicht den Hunger, wohl aber böse Geister vertreiben. Leider haben die Radau- und Feuerwerksfans es noch nie geschafft, die bösen Geister wirklich zu vertreiben. Den Hunger in die Schranken zu weisen, das gelang den Gutmenschen leider ebenfalls nicht.

Vielleicht liegt das daran, dass die Forderung "Brot statt Böller" einfach an der Wirklichkeit vorbei geht. Besser wäre sicherlich die Forderung "Brot statt Kanonen". Die Kriege in der Welt sind Schuld am Hunger und am Elend. Kriege, nicht harmloses Silvesterfeuerwerk sind dafür verantwortlich, dass so viele Menschen, wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr, auf der Flucht sind.

Sie nehmen uns sicherlich nicht übel, wenn wir unser Silvesterfeuerwerk abbrennen. Sie nehmen uns aber übel, wenn wir Krieg, Vertreibung, Massenvergewaltigung, Kindersoldaten und millionenfachen Tod zulassen. Ich glaube, all die Menschen, die unter Kriege, Hunger und Not leiden, den Slogan "Böller statt Krieg" viel besser finden würden, als "Brot statt Böller".

Ich weiß nicht, ob man in Syrien, Afghanistan, Libyen oder in anderen Ländern, aus den viele Flüchtlinge zu uns kommen, den Brauch von Silvester kennt. Doch warum zeigen wir ihnen nicht, wie wir die Jahreswende - unsere Jahreswende - feiern? So zeigen wir ihnen ein Stück unserer deutschen Kultur. Schließlich wollen wir doch, dass die Flüchtlinge etwas von der deutschen Lebensart mitbekommen. "Böller mit Fremden" wäre - ein zugegeben etwas holpriger - Slogan für die heutige Nacht.

Ich jedenfalls freue mich auf die heutige Silvesternacht. Vielleicht gehe ich doch noch etwas zu Knallen kaufen. Irgendwie lockt es mich ja doch.

Jetzt mache ich erst einmal Frühstück.

Ihnen wünsche ich selbstverständlich auch am letzten Tag des Jahres ein genussvolles Frühstück. Feiern Sie so Silvester, wie Sie es mögen. Bis zum nächsten Jahr.

 


Veröffentlicht am: 31.12.2014

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