Startseite  
 

 


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Die Küche als Bühne

„Wohnen & Interieur 2015“ in der Messe Wien

Wenn vom 7. bis 15. März 2015 in der Messe Wien die nächste Ausgabe der „Wohnen & Interieur“ stattfindet, dann zeigen die rund 500 Aussteller aus dem In- und Ausland die neusten Trends in Sachen Wohnen und Einrichten. Immer mehr Raum nimmt dabei der Bereich der Küche ein. Grund genug für den Veranstalter der „Wohnen & Interieur“, Reed Exhibitions Messe Wien, diesem Lebensraum die Halle A der Messe Wien zu widmen.

Kochen trendy wie nie zuvor


Dass Kochen nicht mehr nur Nahrungszubereitung und die Küche nicht mehr nur ein x-beliebiger Raum ist, das beweisen die zahlreichen Koch-Shows im TV. Die Buchhandlungen bieten Kochbücher aus der ganzen Welt in meterlangen Kochbuchregalen an. Im deutschsprachigen Internet gibt es weit mehr als 14 Millionen Kochrezepte zum Ansehen, und die unendlich vielen Hochglanz-Küchenund Kochmagazine machen Gusto auf mehr. Der Stellenwert des Kochens und der Küche hat heute ein noch nie dagewesenes Niveau erreicht. Dass zunehmend Männer den Kochlöffel schwingen, ist nach mittlerweile 15 Jahren Jamie Oliver auch nicht mehr neu. Gerade sie – die Männer – sollen übrigens sehr anspruchsvoll sein, gerade wenn es um die Wahl der für ihre Kochkünste passenden Küche geht.

Küchen als Lebensmittelpunkt

Immer dabei: Innovationen & Trends


Küchen, die eher an Mozarts Rauchkuchl erinnern, haben ausgedient. Heutige Küchen strotzen mit hochmodernen Kochmöglichkeiten in Räumen, die etwas gleich sehen. Dazu gehören immer auch jede Menge Innovationen, Trends, Praktisches und auch Prestigeträchtiges. Die Küchen von heute sind Küchen zum Herzeigen, Küchen als Bühne privater Kochshows im geselligen Kreis, übergehend in den Wohnbereich, Küchen als Herz heutiger Lebensräume. Mittelpunkt waren Küchen schon immer, oft als einzig „warme Zelle“ in sonst unbeheizten Wohnstätten. Umständliche Kochvorgänge banden die Hausfrau stundenlang an den Herd, Kinder wuselten unter ihrer Aufsicht umher, erledigten hier ihre Schulaufgaben und manch einer machte seine Matura „am Küchentisch“, wie es in Biografien gelegentlich heißt.

Großzügige Öffnung in den Wohnbereich

Alles Schnee von gestern? Nicht ganz, denn mit der Öffnung der Küchen in den Wohnraum, mit der großzügigen architektonischen Zusammenführung von Kochen, Essen, Wohnen, Fernsehen, Spielen, Kuscheln wird hier mehr als nur gekocht. Damit rückt die Küche ins Blickfeld, mit ästhetischem Anspruch.

Die Frankfurter Küche – der Beginn einer neuen Ära

Ganz anders die „Urmuttter“ aller Einbauküchen, die berühmte „Frankfurter Küche“ von 1926, ausgearbeitet von der österreichischen Architektin Margarete Schütte-Lihotzky. Tauglich für den damals einsetzenden Massenwohnbau, sollte auf kleinem Raum alles mit einem Handgriff erreichbar sein, Schritte wurden gezählt und von der Hausfrau zurückgelegte Kilometer errechnet – die Küche wurde zum industriellen Arbeitsplatz, praktisch und funktional.

Funktion und Avantgarde

Die ständige und in letzten Jahren explosionsartige Entwicklung führte zu modernstem Design, das heute in der Avantgarde mit Edelrost-Fronten, Küchen in Stein oder Alu, in farbigem Retro-Look oder patiniertem Vintage-Look aufwarten kann. Die praktische Umsetzung gibt sich gemäßigt mit puristischen, kubischen Formen, Materialmix und unterschiedlichen Platten – Naturstein wie Granit (in rund 250 Farbtönungen), wertvollen Marmoren oder Porphyr, Quarzkomposit (auch in Leder-Optik), Glaslaminat, Keramik und pflegeleichteren Verbundwerkstoffen. Und natürlich hochwertige Hölzer wie Eiche, Buche, Nuss, Kirsch, Ahorn, Esche und vieles mehr. Arbeitsplatten in Beton, geölt oder gewachst, mit Hartlack oder nanoversiegelt, komplettieren puristische Betonküchen, in Weiß oder stylisch in Grau, akzentuiert durch Metalldetails oder Holzaccessoires. Vintage-Anklänge schaffen für manche eine angenehme, großzügige Koch- und Wohnatmosphäre, etwa Herrenhaus-Küchen mit Rahmen und Füllungen und geschliffenen Gläsern. Klassisch-bürgerlich, zeitgemäß verarbeitet auf neuestem Stand der Technik, oder durch den Einsatz von echtem Altholz, mit wurmlöchriger „Bretterfront“. Ansonsten dominieren glatte Flächen die kubischen Formen, Kochinseln schaffen zusätzliche Freiheit zum Schalten und Walten am Herd.

Designküchen und Hidden Kitchens

Zu Wohn- und Familienküchen mit offenen Wohnraumlösungen gibt es passende Wohnmöbel von spezialisierten Küchenherstellern. Für trendige Fronten kommen Altholz, Eiche astig, meist in Natur oder Raucheiche und Parkett zum Einsatz, kombiniert mit (farbigen) Hochglanzflächen. Anstelle von Fliesen bieten sich Dekorrückwände in Glas oder Aluplatten an. „Hidden Kitchens“ verstecken ihr wahres Innenleben hinter markanten Oberflächen im Stil eines Raumobjektes mit Lounge-Charakter – derart extravagante Lifestyle-Küchen lassen sich nach Bedarf hervorholen oder versenken.

Frischluft-Kochen und feine Töne

Dunstabzugshauben gibt es seit den 1940er Jahren. Neuere Kochfeldabzüge saugen die Dünste gleich dort ab, wo sie entstehen, in der Kochmulde, am Ceranfeld. Diese Abzüge sind leiser als herkömmliche Geräte und sind auch leiser als das Brutzeln eines Schnitzels, was abgesehen von der Frischluft im anschließenden Wohnbereich als angenehm empfunden wird. Der Motor befindet sich im Unterschrank oder gar im Keller, das bewährt sich besonders bei Kochinseln. Eine andere Alternative, den Küchengerüchen zu Leibe zur rücken sind „Lifthauben“, diese an Stahlseilen hängende Abzüge können per Fernbedienung an die Decke gehievt werden, wo sie nicht stören. Dank integrierter Soundsysteme tönt über Bluetooth die Lieblingsmusik nebenher aus dem Dunstabzug.

Neueste Technik

Wasserhahn ist nicht gleich Wasserhahn. Mit der Cooker-Funktion kommt vom ersten Tropfen an kochendes Wasser hervor, oder über Kohlensäure-Kartuschen sprudelt der eigene Sprudel aus der Leitung. Derlei Extras können auch nachträglich eingebaut werden, dezent integriert oder als Zweithahn mit Herzeige-Funktion. Gradgenau steuerbare Dampfgarer lösen teilweise die Mikrowelle ab: Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten, das Gargut laugt nicht aus, und außerdem können Dampfgarer zum Entsaften verwendet werden.

Form follows Function

Allerdings möchte sich nicht jede kochende Person à la Promi-TV-Kochen ständig auf die Finger schauen lassen. Entgegen allgemeinen Trendaussagen „dürfen“ Küchen durchaus vom Wohnraum getrennt werden. Denn „Kochen, Kinder, Fernsehen, Knoblauch- und Zwiebeldüfte, Backrohr-Braten-Dünste, Mixergeräusche – das alles kann ziemlich auf die Nerven gehen“, wie ein Handwerker erklärt, „es ist ein Unterschied, ob eine stylische Büro-Küchenzone oder eine Single-Küche installiert wird oder ob Kinder im Haus sind. Da schaut manches anders aus.“

Naturgemäß gibt es Unterschiede zwischen Küchen in Stadtwohnungen, die mehr nach Design orientiert sind oder Küchen im ländlichen Bereich, die vom Marmelade Einkochen bis zum Einsuren alles mitmachen müssen. Aber aufgepasst: auch in der Stadt zeigt sich mancherorts eine Renaissance traditioneller und aufwändigerer Verarbeitungsweisen.

Die Küche als Werkstatt – sie soll gut aussehen, und: „Form follows Function“ (Form folgt der Funktion), ein Gestaltungsleitsatz für vollendetes Produktdesign, lässt sich gerade bei Küchen unmittelbar umsetzen – praktischer Nutzen, gepaart mit Ästhetik. Gleichgültig um welchen Typ Küche es sich handelt: Zeitgemäße Lichttechnik gehört zu Styling und Design einfach dazu.

Kochrituale als Zeremoniell

Und noch eine Innovation lässt aufhorchen, die eigentlich gar keine ist: Die Wiederentdeckung der Küchenherde, beheizt mit Stückholz, Holzbriketts oder Pellets. Das Zeremoniell des Einheizens ist keine Hexerei, für viele ein sinnliches Ritual. Neue Modelle mit Stahl- oder Ceranplatte, von 40 cm bis zu zwei Metern Breite sind energietechnisch so getoppt, dass kaum Aschereste bleiben. Als multifunktionale Energie-Wunderkinder spenden sie Wärme, die zum Kochen und zur Warmwasseraufbereitung genützt werden kann, mit innovativer Technik taugen sie für Niedrigenergiehäuser, verfügen über beste Energieeffizienz bei geringster Umweltbelastung. Auch extravagante Formen sind möglich, zum Beispiel die runde Heiz-Kochinsel, ideal für die stilvolle Koch-Party.

Top-Live-Kochshow: Die KochArena

Österreichs größtes „Haubentreffen“


Ebenfalls in der Halle A findet während der „Wohnen & Interieur“ – und zum ersten Mal überhaupt bei Österreichs größter Wohnmesse – die Kochshow der Superlative – die „KochArena“ statt. Die „KochArena“, das sind jede Menge Live-Kochshows von und mit den berühmtesten Köchen des Landes. Neun Starköche kochen an neun Messetagen ausgewählte Produkte aus den neun österreichischen Bundesländern. Dazu gibt es den passenden Wein – im Idealfall auch aus dem Bundesland. Die zubereiteten Speisen können vom Publikum verkostet werden. Mit dabei sind unter anderem Auftritte der Grand Chefs Toni Mörwald, Norbert Niederkofler und Alfons Schuhbeck, des unterhaltsamen Physikers, Kochs und Science Busters Werner Gruber und des Molekular-Haubenkochs Roland Huber. Am Herd stehen Starköche aus neun Bundesländern.

Öffnungszeiten

Die „Wohnen & Interieur“ hat am Samstag und Sonntag (7. und 8. März) und von Mittwoch bis Samstag (11. bis 14. März) jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Neu sind die in den Abend hinein verlängerten Öffnungszeiten am Montag und Dienstag (9. und 10. März) von 12.00 bis 20.00 Uhr. Sonntag (15. März) ist die Messe von 10.00 bis 17.00 Uhr zugänglich.

Mehr Informationen zur „Wohnen & Interieur“ sind auf der Messe-Homepage www.wohnen-interieur.at, auf Facebook unter www.facebook.com/wohnenmesse und auf Twitter unter @messe_at verfügbar.

 


Veröffentlicht am: 29.01.2015

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 



Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet - unser Partner für WebDesign, CMS, SEO, ...
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit