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01.05.2017

 

 

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Meilenstein für Festung Königstein

Imposante Dauerausstellung öffnet im Mai

(tpr) Sie gehört zu den großen Festungslegenden Europas: die Festung Königstein. Weithin sichtbar thront das majestätische Bollwerk in malerischer Umgebung unweit von Dresden auf dem Gipfel des gleichnamigen Tafelbergs 247 Meter über der Elbe.

Einst barg sie den sächsischen Staatsschatz, heute ist sie selbst ein Schatz. Ab 1. Mai wird die faszinierende, 800-jährige Geschichte der berühmten Anlage zum ersten Mal umfassend museal erzählt. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung „In lapide regis – Auf dem Stein des Königs“ ist ein Meilenstein auf dem Weg der Festung zum internationalen Lern- und Erlebnisort.

Die dokumentierte Vorgeschichte der Festung Königstein reicht bis ins Mittelalter zurück. Die ursprüngliche Königsburg wurde später Kloster, Landesfestung, Ort höfischer Repräsentanz, Staatsgefängnis, Kunstdepot, Kriegsgefangenenlager, Jugendwerkhof und schließlich Museum. In böhmischer, sächsischer und europäischer Geschichte tritt der „Stein des Königs“ in wechselnden Rollen immer wieder in Erscheinung.

Das Ensemble aus Bauwerken mehrerer Epochen, wie es sich auf der Festung Königstein präsentiert, ist einzigartig. Romanik trifft Spätgotik trifft Renaissance trifft Barock trifft 19. Jahrhundert. Unter anderem verewigten sich Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736), der Baumeister des Dresdner Zwingers, und Jean de Bodt (1670-1745) auf dem 9,5 Hektar großen Areal.

Die Idee zu einer umfassenden musealen Aufbereitung der schillernden Geschichte des Königsteins entstand bereits in den 1980er Jahren. Doch deren Realisierung blieb Zukunftsmusik. Erst 1990 konnte mit der Sanierung der Bausubstanz der Festung begonnen werden, um unter anderem Raum für eine Ausstellung dieser Größenordnung zu schaffen. Mit dem Mauerfall eröffneten sich zudem neue Möglichkeiten zur Erweiterung der Sammlung. Aus der Vision wurde ein Projekt. Seitdem forschten und sammelten Museologen und Historiker, um für jede Epoche des „Steins“ repräsentative Exponate zusammenzutragen.

„In lapide regis“ erzählt auf 1 200 Quadratmetern Fläche und in 33 zum Teil erstmals zugänglichen Räumen anhand zahlreicher Exponate, Modelle, Installationen und Medienstationen chronologisch und anschaulich die 800-jährige Geschichte des Königsteins.

1241: Der Königstein bekommt seinen Namen

Der Rundgang in Deutsch, Englisch und Tschechisch beginnt mit einem Faksimile der Oberlausitzer Grenzurkunde von 1241, die dem Königstein seinen Namen gab. Man erfährt weiter, wie die ursprünglich zum böhmischen Königreich gehörende Burg 1408 in den Besitz der Wettiner gelangte.

Eines der wichtigsten Ereignisse – den Ausbau der Burg zur Festung ab 1589 – illustriert ein dreidimensionales Schaubild. Man blickt auf eine Großbaustelle des späten 16. Jahrhunderts: die im Aufbau befindliche Festungsmauer. Auf Holzgerüsten, an Lastenkränen, in Werkstätten arbeiten mehr als hundert Bauleute, schwer beladene Pferdefuhrwerke bringen Baumaterial. Geräuschvolles Hämmern, Klopfen, Pferdewiehern und Stimmengewirr beleben die Szene.

Die Ära des sächsischen „Sonnenkönigs“

In der Streichwehr folgt das für seine Opulenz bekannte augusteische Zeitalter im 18. Jahrhundert. Ein Kutschenzug von fast acht Metern Länge vergegenwärtigt den unvorstellbaren Aufwand, der getrieben wurde, wenn der Kurfürst von Sachsen und König von Polen, August der Starke, mit Gästen auf dem Königstein feierte: Neben der Hofküche, der Hofkellerei und Hofkonditorei wurden sogar Möbel aus dem Dresdner Schloss für solche  Anlässe hierher transportiert.

An die legendären Gelage dieser Zeit erinnern Relikte des Riesenweinfasses, das mit einer Höhe von mehr als 10 Metern nahezu 250 000 Liter fassen konnte. Es galt als das größte Weinfass der Welt. Höfisches Meißner Porzellan und geschliffenes Glas zeugen von der Tafelkultur des Barock. Und wie die Gäste Augusts des Starken, so können sich auch die Ausstellungsbesucher auf eine Personenwaage stellen, die ihnen anzeigt, wie sehr ihnen der Aufenthalt auf dem Königstein gefallen.
 
Eine besondere Überraschung halten die „Königszimmer“ im Obergeschoss des Torhauses bereit: In jenen Räumen, in denen die Herrscher einst wohnten, begrüßen der Kurfürst-König und seine Lieblingstochter, die schöne Gräfin Orzelska, sowie der preußische König Friedrich Wilhelm I. als Gast höchstpersönlich und täuschend lebensecht die Besucher.

Geschichte multimedial

Der weitere chronologische Verlauf beleuchtet die Zeit Napoleons und des beginnenden Fremdenverkehrs auf dem „Stein“. Die einstige militärische Bedeutung der Wehranlage wird mit zahlreichen Waffen und Uniformen gewürdigt. Zu den Höhepunkten der Schau zählen seltene Filmdokumente aus dem Zweiten Weltkrieg, in denen u. a. General Henri Giraud zu sehen ist, dem 1942 als einzigem Inhaftierten die Flucht gelang.

Im letzten Raum der Ausstellung gibt es eine Begegnung mit Insassen des Jugendwerkhofs und ein Wiedersehen mit Flachs und Krümel aus dem Kinderfernsehen der DDR, die auf dem Königstein zum Leben erweckt wurden.

Die gesamte Ausstellung ist multimedial. Neben Filmen geben Hörstationen und ein Audioguide die Geschichte anschaulich und unterhaltsam wieder. Touchscreen-Stationen bieten individuelle Vertiefungsmöglichkeiten. Kinder können spielerisch auf Entdeckungstour gehen. Und erstmals ist das bekannte Festungslied am Ort des Geschehens zu hören, gesungen vom Kinderchor der Semperoper Dresden.

Fotos: Festung Königstein

 


Veröffentlicht am: 08.02.2015

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