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Morgengruß von Helmut Harff: Weckerklingeln

Jeden Morgen das Gleiche

Jeder hat ihn und ich kenne eigentlich niemand, der ihn mag - den Wecker. Es gibt sie in allem Größen und Formen.  Manche sind sehr klein, andere protzen mit ihrer Größe und zwei Glocken. Es gibt Wecker, die tarnen sich als Radio, andere verstecken sich im Smartphone. Es gibt Wecker, die machen Musik, andere krähen wie ein Hahn, manche imitieren Kirchenglocken. Die meisten machen einfach nur Krach, sind laut und penetrant.

O.k., genau das sollen Wecker ja auch sein. Schließlich ist es die Aufgabe eines Weckers, uns mit aller Macht aus den süßesten Träumen zu reißen. Er ist es, der uns mehr oder weniger unsanft daran erinnert, dass die Nacht für uns vorbei ist. Klingelt der Wecker, tönt Musik aus dem Radiowecker, ist es Zeit, sein Tagewerk zu beginnen. Kein Wunder, dass Wecker nicht gerade beliebt sind.

Das Wecken durch irgend ein technisches Gerät ist das eine, darauf angemessen zu reagieren, etwas ganz anderes. Ich stehe meistens sofort auf. Das war nicht immer so. Doch jetzt steht der Wecker zu weit weg von meinem Bett, dass ich ihn von dort nicht abschalten kann. Eine gute Strategie finde ich. Und doch, es kommt immer wieder vor, dass ich mich noch für einige Minuten in die Kissen sinken lasse. Das sind dann wahre Glücksmomente.

Doch für Glücksmomente sind Wecker nicht gedacht. Sie sollen uns wecken. Das schaffen sie bei vielen Zeitgenossen nicht oder nur unter massiven Schwierigkeiten. Der eine macht es wie ich und muss aus dem Bett, um dem Plagegeist den Ton abzudrehen. Andere stellen zwei oder mehr Wecker auf. Wer noch ein nostalgisches Teil aus Omas Zeiten besitzt, stellt den Wecker gern auf eine Untertasse und legt noch zwei Kaffeelöffel dazu. Das soll dann noch mehr Krach machen.

Gut ist der dran, der ohnehin mit dem Handy ins Bett geht. So liegt der Wecker gleich neben dem Ohr. Das Weckgeräusch lässt sich aber auch schon im Halbschlaf ausschalten. Gibt es eigentlich noch den Service, sich per Telefon wecken zu lassen? Ich nutze das gern im Hotel.

Die wohl schönste und genussvollste Art, sich wecken zu lassen, ist ein liebevoller Kuss vom Partner. Bei manchen ist das der Hund, der so auf das Weckerklingeln reagiert. Ich meinte jedoch den zweibeinigen Partner. Wenn der einen sanft anschubst, streichelt und mit einem Kuss weckt, kann das nur ein guter Tag werden. Dann lächelt sogar ein Morgenmuffel. Mein Tipp: Damit das Morgengekuschel nicht zu lange dauert - man dann doch zu spät kommt - vorher Kaffee aufsetzen und die Tür zur Küche offen lassen. So ein Kaffeeduft am Morgen zieht einen einfach aus dem Bett.

Noch eine Bitte: Der Wecker ist nur der Überbringer der schlechten Nachricht "Du musst aufstehen". Man bringt den Boten nicht um, man schmeißt keinen Wecker an die Wand. Davon haben nur die Hersteller der Wecker etwas. Aufstehen muss man so oder so.

Ich habe meinen Wecker am Leben gelassen, meinen Weckkuss mit Freude an die Frau gebracht und Kaffee gekocht - das ist doch ein genussvoller Morgen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Sind Sie gut aus dem Bett gekommen?

 


Veröffentlicht am: 27.02.2015

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