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Aufgespießt: Reiselust

Ein lächelndes ITB-Resümee

(Helmut Harff / Chefredakteur) Reisen, das ist für die meisten Deutschen ein, wenn nicht sogar das Lieblingsthema. Wir gelten als Reiseweltmeister. Würden wir plötzlich unser Fernweh verlieren, müssten viele Destinationen, viele Hotels, viele Reiseveranstalter und touristische Dienstleister schlicht dicht machen.

Ich weiß nicht wie viele Milliarden Euro wir für unseren Urlaub in der Fremde ausgeben. Es werden einige sein und die gerade zu Ende gegangene ITB wird ihr Übriges dazu beigetragen haben, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Doch wohin geht die Reise? Sicherlich nicht in das 2015-ITB-Partnerland Mongolei. Das asiatische Land präsentierte sich mit viel Folklore. Schon vor dem Messeeingang lud eine Jurte - die traditionelle Unterkunft des nomadisierenden Volkes - ein. Die Jurte war allerdings so groß, dass eine ganze deutsche Busreise-Gruppe darin Platz hätte.

Doch egal ob man mit dem Bus oder sonst wie reist - auf hohem Niveau soll es schon sein. Da ist es nicht verwunderlich, wenn man allenthalben von hohen Qualitätsstandards, von Qualitätssiegeln, von der Steigerung der Qualität redet. Dabei geht es längst nicht nur um Super-Luxus-Reisen. Qualität, ein guten Service, ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis, das will man überall und in allen Preisklassen bieten.

Wenn man den Touristikern genauer zuhört, so scheint sich bei den Anbietern schnell der Schlendrian einzuschleichen. Wer vor einigen Jahren noch als Wellnesshotel überzeugen konnte, der ist heute nicht mehr auf der Höhe der Zeit. So schmiss der zumeist in Österreich beheimatete Hotelzusammenschluss BestWellnessHotels gleich mehrere Hotels raus. Die Qualität stimmte nicht mehr. Doch dabei beließ man es nicht: Die Qualitätskriterien, die alle Mitgliederhotels - ob schon lange dabei oder gern dabei - einhalten müssen, wurden noch einmal angehoben.

Das ist nur ein Beispiel dafür, dass Qualität immer mehr in den Fordergrund rückt. Allerdings ist das mit der Qualität so eine Sache. So bemängelte beispielsweise Jürgen Heinrich, Kolumnist bei "Der Märkische Bote", dass die hübschen Damen in der Brandenburg-Halle mit verkniffenem Gesicht hinter ihren Messeständen standen. Sein Tipp: Lächeln lernen. Recht hat der Mann.

Service, das ist noch immer für viele Menschen in Deutschland, die mit Touristen, mit Gästen zu tun haben, eher ein Fremdwort. Ich habe nichts gegen einen Spruch, gegen eine burschikose Art. Wenn schon, dann aber mit Stil. Die Wiener können so etwas, von den Berlinern erwartet man das fast schon - aber immer mit dem nötigen Schmäh, mit Herz und Schnauze. Wem beides abgeht, der sollte es lieber mit einem Lächeln, mit Freundlichkeit versuchen.

Das gilt allerdings nicht nur für jene, die ihr Geld mit dem Gast verdienen. Das gilt mindestens ebenso für uns, die Gäste. Dass man derjenige ist, der seine Geldbörse zieht, ist noch lange kein Grund, andere wie Sklaven, wie den letzten A... (sorry) zu behandeln.

Freuen wir uns auf die schönsten Tage des Jahres - unseren Urlaub, einen Urlaub, bei dem Qualität ganz oben steht.

 


Veröffentlicht am: 09.03.2015

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