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24.08.2017

 

 

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Starker Rücken - Was wirklich hilft

Vom Auto ins Büro und von dort aufs Sofa - so sieht der Alltag vieler Menschen aus. Bereits Grundschüler verbringen pro Tag durchschnittlich neun Stunden am Schreibtisch, vor dem Fernseher oder Computer ohne sich ausreichend zu bewegen. Die Konsequenzen dieser Lebensweise bekommt fast jeder früher oder später zu spüren. Rund 80 Prozent aller Mitteleuropäer werden mindestens einmal im Leben von Rückenschmerzen gequält. In Deutschland leiden sogar 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung mehr oder weniger regelmäßig an Rückenbeschwerden, Tendenz steigend. Die Ursache sieht der niedergelassene Orthopäde Olaf Fürstenhöfer aus Cottbus in der Bewegungsarmut des Alltags und den ständig wiederkehrenden stereotypen Bewegungsabläufen.

Die Wirbelkörper werden ohne Beanspruchung porös, die Bänder erschlaffen, die Bandscheiben werden brüchig und die Muskeln verkümmern. Nur durch ausreichend Bewegungsreize kann die Wirbelsäule schmerzfrei und uneingeschränkt funktionieren. Um Rückenschmerzen zu vermeiden, ist es deshalb wichtig, Bewegung ins tägliche Leben zu integrieren. Schon kleine Veränderungen entlasten den Rücken und kräftigen die Muskulatur: beispielsweise Treppen zu steigen statt Rolltreppe oder Fahrstuhl zu benutzen oder das Zurücklegen kürzerer Strecken mit dem Rad statt mit dem Auto. Die Forderung nach ausreichend Bewegung ist aus orthopädischer Sicht unverzichtbar. Allerdings weist Fürstenhöfer darauf hin, dass sportliche Aktivitäten, die nicht dem persönlichen Leistungsstandard entsprechen, zu einer Überbelastung des Bewegungs- und Stützapparates und dadurch zu Beschwerden führen können. Vor allem bei älteren Menschen treten dann häufig Rücken- und Gelenkschmerzen auf. Unerlässlich ist deshalb eine effiziente Dehnung und Erwärmung der Muskulatur vor dem Sport. Bei Kindern ist es besonders erforderlich, Bewegungsanreize zu schaffen und sportliche Betätigung zu fördern. „Denn guter Muskelaufbau und Schulung der Bewegungskoordination sind Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung des Bewegungs- und Stützapparates von Kindern und Jugendlichen“, so Fürstenhöfer.

Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig

Doch nicht nur mangelnde körperliche Aktivität kann Kreuzleiden auslösen. Auch Fehlhaltungen, einseitige Belastung und psychische Beschwerden können der Wirbelsäule schaden. Fehlhaltungen und Fehlbelastungen entstehen meist durch ein rückenschädliches Umfeld. Unergonomische Sofas und Sessel, falsch eingestellte Fahrräder und Autositze, undynamische Bürostühle, durchgelegene und unflexible Betten, veraltete Lattenroste - die Liste der möglichen Ursachen für Rückenleiden ist lang. Besonders die Körperhaltung am Arbeitsplatz hat dabei an Bedeutung gewonnen. „In den letzten zehn Jahren konnte ich in meiner Praxis beobachten, dass wiederkehrende Schulter-Nacken-Schmerzen aufgrund des rasanten Anstiegs von Computerarbeitsplätzen deutlich zugenommen haben“, berichtet Fürstenhöfer. Allein in Deutschland haben diese ungesunden Lebens- und Arbeitsverhältnisse zur Folge, dass rund 25 Prozent aller Krankheitstage durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht werden, die Mehrzahl davon durch Rückenschmerzen. Die Kosten für die medizinische Behandlung der Beschwerden sowie für die damit einhergehenden Produktionsausfälle betragen insgesamt 48,9 Milliarden Euro pro Jahr.

Um den Rücken zu entlasten und Rückenschmerzen vorzubeugen, gilt sowohl für zu Hause, als auch fürs Büro, fürs Auto oder für die Freizeit: das genutzte Mobiliar muss bestimmte medizinische Kriterien erfüllen. Ergonomische Alltagsprodukte haben laut Fürstenhöfer eine hohe präventive Wirkung in der Vermeidung von Rückenbeschwerden. Zusätzlich kann durch rückenschonendes Verhalten beispielsweise beim Heben, Tragen und Bücken der Entstehung von Rückenschmerzen entgegengewirkt werden. Wesentliches Merkmal rückengerechter Gebrauchsgegenstände sind die individuellen Einstellmöglichkeiten. Nur wenn sich das Produkt optimal an den Körper des jeweiligen Benutzers anpassen lässt, eignet es sich zur Prävention und Therapie. Vielfach herrscht bei den Verbrauchern, aber durchaus auch bei medizinischen Fachleuten, Unsicherheit über die erforderlichen Eigenschaften und Qualitätsmerkmale rückenfreundlicher Alltagsprodukte. Eine seriöse Entscheidungshilfe für Verbraucher ist das unabhängige Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) „Geprüft & empfohlen“. Ausgezeichnet werden ausschließlich Produkte, die den strengen ergonomischen Prüfkriterien einer medizinischen/therapeutischen Expertenkommission standhalten. Das Gütesiegel wurde in Kooperation mit den beiden größten deutschen Rückenschulverbänden, dem Bundesverband der deutschen Rückenschulen e.V. und dem Forum Gesunder Rücken - besser leben e.V., entwickelt und von ÖKO-TEST mit dem Gesamturteil „sehr gut“ bewertet.

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Veröffentlicht am: 30.09.2008

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