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30.03.2017

 

 

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Gustav Klimt

Gustav Klimt war der Sohn des aus Böhmen stammenden Goldgraveurs Ernst Klimt d. Ä. und der Anna Rosalia Finster. Er wurde als zweites von sieben Kindern in der damaligen Wiener Vorstadt Baumgarten Nr. 4 (heute Linzer Straße 247; das Geburtshaus wurde 1966 abgerissen) geboren. Seine Brüder Ernst Klimt d. J. und Georg Klimt waren ebenfalls Künstler.

Zwischen 1876 und 1882 studierte Gustav Klimt an der Wiener Kunstgewerbeschule des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie bei Ferdinand Julius Laufberger und Victor Berger. 1883 bis 1892 bildete er mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch eine als Compagnie geführte Ateliergemeinschaft, die unter anderem Vorhang- und Deckengemälde für die Theater in Reichenberg, Karlsbad, Fiume, Deckengemälde in der Wiener Hermesvilla, die Zwickel- und Interkolumnienbilder im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museum und die Deckenfresken in den beiden Stiegenhäusern des Burgtheaters produzierte. Nach den abgelehnten Entwürfen für die Deckenfresken der Universität Wien kam es zum Bruch mit Franz Matsch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1890 erhielt Klimt den Kaiserpreis als Anerkennung für ein Bild der Innenansicht des danach abgerissenen alten Burgtheaters in Wien. Er wurde 1891 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Am 24. Mai 1897 trat er dort aus und gehörte zu den Gründern der Wiener Secession, deren erster Präsident er von 1897 bis 1899 wurde. Für deren Zeitschrift Ver Sacrum lieferte er zahlreiche Bildvorlagen und vereinzelt Illustrationen. Im Jahr 1900 erreichte sein Gemälde „Philosophie“ eine Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung, wurde jedoch als Fakultätsbild für den großen Festsaal der Universität Wien vom Kollegium abgelehnt. 1902 schuf er den Beethovenfries für den linken Seitensaal des Wiener Secessionsgebäudes (mit Beethovenstatue Klingers); 1905 trat er mit einer Gruppe anderer Künstler, unter anderem Carl Moll, aus der Secession aus, weil ihm einige Malerkollegen einen zu „naturalistischen“ Stil verfolgten, unter anderem Josef Engelhart. Seine Bilder wurden aus dem Sezessionsgebäude entfernt. 1908 hatte die aus der Sezession ausgetretene Klimt-Gruppe ihre erste Ausstellung. 1909 bis 1911 entstand der Entwurf zum Stoclet-Fries für das von Josef Hoffmann entworfene Palais-Stoclet in Brüssel. Zahlreiche Ausstellungen im Ausland zeugen von Klimts Bedeutung im damaligen Kunstbetrieb. Er stellte 1908 in Prag und Dresden aus, 1909 in München, 1910 in Venedig an der IX. Biennale, 1911 in Rom, 1912 wieder in Dresden, 1913 in Budapest, München und Mannheim sowie 1916 an der Ausstellung des „Bundes Österreichischer Künstler“ in Berlin mit Schiele und Kokoschka. 1917 wurde Klimt Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste Wien und der Münchner Akademie.

Eine enge Freundschaft verband Klimt mit den Gründern der Wiener Werkstätte Josef Hoffmann und Koloman Moser. Auch mit einigen seiner Auftraggeber, die vornehmlich aus dem assimilierten jüdischen Wiener Großbürgertum stammten, pflegte der Künstler enge Beziehungen. Klimts Frauenporträts betrafen zum größten Teil diesen Kreis. (Karl Kraus kolportierte hier in „Die Fackel“ Nr. 41 vom Mai 1900 das Wort vom „gout juif“, ähnlich abwertend äußerte sich später Anton Faistauer.)


Von 1900 bis 1916 war Gustav Klimt vorwiegend am Attersee auf Sommerfrische (Foto links) . Hier entstand der größte Teil seiner Landschaftsgemälde.

Klimt war nie verheiratet, hatte aber zu mehreren Frauen intime Beziehungen, insbesondere zu seinen Modellen. Wie weit die Beziehung mit den von ihm porträtierten Frauen seiner Auftraggeber ging, etwa mit Serena Lederer, der Gattin von August Lederer oder mit Adele Bloch-Bauer, der Gattin des Zuckerindustriellen Ferdinand Bloch-Bauer, ist Spekulation. Elisabeth Bachofen-Echt, die Tochter Serena Lederers erreichte während der Zeit des NS-Terrors jedenfalls einen „Abstammungsbescheid“, durch den die außereheliche Vaterschaft des „arischen“ Gustav Klimt amtlich bestätigt wurde, was ihr vermutlich das Leben rettete. Enge Beziehungen bestanden auch zu Alma Mahler-Werfel und Emilie Louise Flöge, für deren Modesalon Klimt auch Entwürfe zu Reformkleidern anfertigte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 6. Februar 1918 starb Gustav Klimt infolge eines Gehirnschlages im Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Sein Grab befindet sich auf dem Hietzinger Friedhof (Gruppe 5, Nummer 194 / Foto oben). 1924 wurde die Klimtgasse in Wien ihm zu Ehren benannt.

Gustav Klimt war zu Lebzeiten einer der umstrittensten, aber auch beliebtesten Künstler der Jahrhundertwende. Von der Wiener Gesellschaft wurde er wegen der erotischen Ausstrahlung seiner weiblichen Porträts gesucht. Er ist zweifellos der bedeutendste Künstler des Jugendstils in Österreich, nimmt aber auch im internationalen Maßstab eine Spitzenstellung ein. Dennoch wurde besonders in der deutschsprachigen Kunstkritik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Klimts Werk teilweise völlig ignoriert, teils als reine Dekorationsmalerei abgetan. Erst später wurde seine statische Flächenhaftigkeit als richtungsweisend für die Entwicklung der modernen Malerei erkannt (Kubismus, abstrakte Malerei). Die Goldhintergründe auf Klimts Bildern erinnern an den japanischen Maler des 17. Jahrhunderts Ogata Korin. Die auffällige Verdichtung und flächige Wirkung zahlreicher Landschaftsbilder erreichte Klimt dadurch, dass er sich mittels Fernrohr ausgewählte entfernte Landschaftsausschnitte nah heranholte. Heute zählen Klimts Bilder zu den teuersten der Welt und erfreuen sich großer Popularität weltweit.

Werke
· Die Musik (München, Neue Pinakothek), 1895, Öl auf Leinwand, 37 × 44,5 cm
· Pallas Athene (Wien Museum), 1898, Öl auf Leinwand, 75 × 75 cm
· Porträt der Sonja Knips (Wien, Belvedere), 1898, Öl auf Leinwand, 145 × 145 cm
· Nuda Veritas (Wien, Österreichisches Theatermuseum), 1899, Öl auf Leinwand, 252 × 55,2 cm
· Judith I (Wien, Belvedere), 1901, Öl auf Leinwand, 84 × 42 cm
· Goldfische (Museum Solothurn), 1901–02, Öl auf Leinwand, 181 × 66,5 cm
· Beethoven-Fries (Wien, Belvedere, als Leihgabe in der Secession), 1902, 73 m² großes Wandgemälde
· Porträt der Emilie Flöge (Wien Museum), 1902, Öl auf Leinwand, 181 × 84 cm
· Buchenhain (Dresden, Gemäldegalerie), 1902, Öl auf Leinwand, 100 × 100 cm
· Aufsteigendes Gewitter (Wien Leopold Museum), 1903, Öl auf Leinwand, 100 × 100 cm
· Die Hoffnung (Ottawa, National Gallery of Canada), 1903, Öl auf Leinwand, 181 × 67 cm
· Porträt der Hermine Gallia (London, National Gallery), 1904, Öl auf Leinwand, 170,5 × 96,5 cm
· Wasserschlangen (Wien, Belvedere), 1904–07, Tempera/Aquarell auf Pergament, 50 × 20 cm
· Die drei Lebensalter (Rom, Galleria Nazionale d`Arte Moderna), 1905, Öl auf Leinwand, 180 × 180 cm
· Porträt der Margarete Stonborough-Wittgenstein (München, Neue Pinakothek), 1905, Öl auf Leinwand, 180 × 90 cm
· Bauerngarten mit Sonnenblumen (Wien, Belvedere), 1905–06, Öl auf Leinwand, 110 × 100 cm
· Porträt der Fritza Riedler (Wien, Belvedere), 1906, Öl auf Leinwand, 153 × 133 cm
· Der Kuß (Wien, Belvedere im Schloss Belvedere), 1907-08, Öl auf Leinwand, 180 × 180 cm · Adele Bloch-Bauer I (New York, Neue Galerie), 1907, Öl auf Leinwand, 138 × 138 cm
· Mohnblumenwiese (Wien, Belvedere), 1907, Öl auf Leinwand, 110 × 110 cm
· Tod und Leben (Wien, Leopold Museum), 1908–11, Öl auf Leinwand, 178 × 198 cm
· Salome (Judit II) (Venedig, Galleria d`Arte Moderna), 1909, Öl auf Leinwand, 178 × 46 cm
· Blühendes Feld (Pittsburgh, Museum of Art), 1909, Öl auf Leinwand, 100,5 × 100,5 cm
· Der Park (New York, Museum of Modern Art), 1909–10, Öl auf Leinwand, 110,5 × 110,5 cm
· Schloss Kammer am Attersee (Wien, Belvedere), 1910, Öl auf Leinwand, 110 × 110 cm
· Bauernhaus in Buchberg (Wien, Belvedere), 1911–12, Öl auf Leinwand, 110 × 110 cm
· Allee zum Schloss Kammer (Wien, Belvedere), 1912, Öl auf Leinwand, 110 × 110 cm
· Die Jungfrau (Prag, Národni Galerie v Praze), 1912-13, Öl auf Leinwand, 190 × 200 cm
· Kirche in Unterach am Attersee (Graz, Sammlung Fritz Böck), 1916, Öl auf Leinwand
· Porträt der Friederike Maria Beer (Tel-Aviv, Museum of Art), 1916, Öl auf Leinwand, 168 × 130 cm
· Adam und Eva (Wien, Belvedere), 1917–18, Öl auf Leinwand, 173 × 60 cm
· Porträt der Johanna Staude (Wien, Belvedere), 1917–18, Öl auf Leinwand, 78 × 50 cm
· Baby (Privatbesitz), 1917–18, Öl auf Leinwand, 110 × 110 cm

(Quelle: Wikipedia.de)

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Veröffentlicht am: 10.01.2010

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