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Morgengruß von Helmut Harff: Pech

... nicht nur am Freitag den 13.

Pech, das ist, so ist auf Wikipedia zu lesen, die unheilvolle Fügung oder eine Verkettung mehrerer Ereignisse. Schön, oder gerade an einem 13., der auf einen Freitag fällt, nicht schön.

Ich wollte einmal wissen, ob es Unglückstage gibt - also Tage, an denen sich bei mir das Pech besonders emsig einschleicht. Ich wolle aufschreiben, wann ich Pech hatte. Ist es wirklich an jedem Freitag, der auf einen 13. fällt?

Ich gebe zu, ich weiß es nicht. Ich habe nichts aufgeschrieben. Nein, es war nicht meine chronische Faulheit, es war mein Unvermögen. Als ich anfangen wollte, meine Pechstränen zu dokumentieren, stand ich plötzlich vor einem Problem, mit dem ich gar nicht gerechnet habe: Ich konnte plötzlich nicht klar definieren, was für mich Pech ist.

Ist es Pech, wenn mein Rechner die Arbeit einstellt und ich wieder einmal vergessen habe, meine Dateien zu sichern? Ist es Pech, wenn ich trotz Regenwolken am Himmel ohne Schirm aus dem Haus gehe und pitschnass werde? Ist es Pech, wenn ein Kunde mir die Freundschaft kündigt? Ist es Pech, wenn das Finanzamt wieder einmal viel zu viel Geld von mir will?

Ich glaube inzwischen, dass all das nichts mit Pech zu tun hat. Es ist wohl eher Leichtsinn oder Dummheit, Daten nicht zu sichern oder den Schirm zu vergessen. Ein Brief vom Finanzamt ist auch kein Pech, zumindest wenn man die Wikipedia-Pech-Deutung zugrunde legt. Dass Kunden die Zusammenarbeit beenden, ist zwar unschön, aber nicht als Pech zu bezeichnen.

Das gilt für angebrannte Milch im Topf ebenso, wie für einen Kater nach der Party. Selbst Schuld. Ich überlegte weiter und kam zu dem Schluss, dass ich nur dann Pech habe, wenn Dinge passieren, die ich nicht zu verantworten habe. Jemand fährt mir besoffen ins Auto oder läuft mir im gleichen Zustand vor das Rad - das ist Pech. Pech ist auch, wenn die Bahn so viel Verspätung hat, dass ich meinen Anschluss nicht bekomme. Pech ist sicherlich auch, wenn ich im Brötchen ein Haar finde, das garantiert nicht mir gehört.

Obwohl ich nicht damit begonnen habe, solche Pechmomente zu notieren, bin ich mir sicher, dass es in meinem Leben keine Pechtage gibt - weder an einem Freitag den 13. noch an sonst einem Tag. Ob das daran liegt, dass ich an einem Montag und dazu noch an einem Rosenmontag geboren wurde? Hat es eine Bedeutung, dass ich im chinesischen Jahr des Holz-Schafes das Licht der Welt erblickte? Es war an diesem Morgen vor 60 Jahren allerdings recht dunkel - es war Neumond.

Nein, ich glaube nicht daran, dass es ausgesprochene Pechtage gibt. Und wenn, dann gibt es auch ausgesprochene Glückstage. Meine kenne ich aber auch nicht.

Heute frühstücke ich in einer Raststätte, denn ich bin glücklich auf dem Weg nach Scheidegg.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und den glücklichsten Freitag, den 13., aller Zeiten.

 


Veröffentlicht am: 12.03.2015

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