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27.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Olympia

Glückwunsch an Hamburg

Hamburg hat das Rennen gemacht – zumindest in Deutschland. Dazu meinen herzlich Glückwunsch. Doch wozu beglückwünsche ich die Hanseaten eigentlich? Kein seriöser Beobachter glaubt doch wirklich, dass Hamburg das Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2024 machen wird.

Ehrlich, ich gehöre auch zu diesen Realisten. Es ist doch wahrscheinlicher, dass ich erster Männerbeauftragter der Bundesregierung oder neuer Liebhaber von Madonna werde, als dass Hamburg 2024 die Olympiade ausrichten darf oder muss. Ob die Chancen für 2028 besser stehen? Das weiß ich nicht. Dann möchte ich auf jeden Fall nicht mehr Liebhaber von Madonna sein.

Eigentlich waren die Berliner cleverer als die Hamburger. Die haben sich – ich rechnete nicht damit – in einer Umfrage mehrheitlich zu Olympia bekannt. Allerdings ließen sie dabei so viel Luft nach oben frei, dass die Norddeutschen es leicht schafften, dieses Votum für sich zu entscheiden. Nun hofft man beim Deutschen olympischen Sportbund, dem DOSB, dass sich die Hamburger auch bei dem anstehenden Volksentscheid für Olympia aussprechen.

Ich bin mir da noch nicht so sicher, dass die mehrheitlich pro Olympia abstimmen. Wenn man an der Elbe erst einmal merkt, was da auf sie zukommen kann, machen die doch ganz schnell dicht. Ich frage mich, wie Hamburg die Millionen Menschen durch die schon jetzt am Verkehrskollaps leidende Stadt schleusen will. Vielleicht stellt man für Olympia den Hafenbetrieb ein und fährt die Sportler, die Offiziellen und die Besucher per Schiff von Ort zu Ort.

Wo sollen die Sportstätten errichtet werden? Vielleicht lässt man die Binnenalster ab und baut dort ein neues Olympiastadion. Das Volksparkstadion mit seinen 57.000 Plätzen ist ja viel zu klein.

Was passiert eigentlich mit der Herbertstraße? Jetzt kommen täglich einige Tausend Touristen. Bei Olympia werden es viel, viel mehr sein. Kann man da noch einige temporäre Einrichtungen für sexuelle Dienstleistungen – für die Hamburg ja seit altersher steht – errichten?

Und die Philharmonie? Die müsste ja auch schon 2024 fertig sein. Ein große Hypothek, so ein früher Eröffnungstermin.

Viele, vielleicht zu viele Fragen, vor denen die Hanse-Stadt und ihre Einwohner stehen. Da haben es die Berliner viel besser getroffen. Die können jetzt ohne Druck an ihrem neuen Flughafen werkeln. Wenn der dann schon 2024 seinen Betrieb aufnimmt, können Sie den Hamburgern sogar die Show stehlen. Aber wozu brauchen die Hauptstädter einen neuen Flughafen, wenn in Hamburg der Olympia-Bär steppt? Die Berliner fahren mit der Bahn, dem Bus oder dem Auto in die Nachbarstadt, feiern da Olympia und kehren vergnügt zurück um den Champions League-Sieg von Hertha BSC und die Deutsche Fußballmeisterschaft von Union Berlin zu feiern.

Mal ohne Quatsch: Warum eigentlich Hamburg oder Berlin? Warum nicht Hamburg und Berlin? Das wäre doch die Lösung. Wie heißt das doch so schön: Gemeinsam sind wir stark. Was haben schon Boston, Rom oder wer sich da sonst noch bewerben wird, einer gemeinsamen Bewerbung von Berlin und Hamburg entgegenzusetzen. Berlin hat dann einen Super-Flughafen und Hamburg eine Super-Philharmonie. Super bezieht sich vor allem auf die Baukosten. Hamburg behält die Binnenalster und die Herbertstraße und in Berlin knallen die Korken und das Feuerwerk zur Eröffnungsfeier im renovierten Olympiastadion. Da macht es dann auch nichts, dass die Bayern 2024 noch immer Deutscher Meister werden.

Ich mache mir jetzt erst einmal völlig entspannt mein Frühstück. Vielleicht checke ich schon mal, wie ich 2024 am günstigsten nach Boston reisen kann. Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Genießen Sie die Frühlingssonne.

 


Veröffentlicht am: 17.03.2015

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