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Morgengruß von Helmut Harff: Sonnenfinsternis

Heute zeigt sich die Sonne von einer ungewöhnlichen Seite

Heute Vormittag ist es mal wieder soweit: Wir können bei wolkenlosen Himmel eine partielle Sonnenfinsternis erleben. Der Mond schiebt sich aus unsere Perspektive vor die Sonne und es wird dunkel.

Nur gut, dass heute gleichzeitig der Welttag des Glücks ist. Wieso das gut ist? Weil viele Menschen nicht nur in der Vergangenheit in der Verdunkelung - wen wundert es - ein dunkles Vorzeichen sehen. Eine Sonnenfinsternis, dass war immer ein Vorzeichen für Krieg, Tod und Not.

Nun sind wir heute alle aufgeklärt und glauben an solche Deutungen nicht mehr. Oder doch? Sicherlich ist so eine Sonnenfinsternis - Welttag des Glücks hin oder her - für viele kein freudiges Ereignis. Wahrscheinlich glauben viele nicht daran, dass das Naturereignis Vorzeichen für einen neuen Krieg ist. Schließlich haben wir immer irgendwo Kriege und seit Jahren auch direkt vor unser Haustüre in Europa. Ich meine auch nicht die Angst von esoterischen Zeitgenossen vor irgendwelchen anderen Unglücksfällen.

Ich meine die Angst von ganz nüchtern denkenden Technikern. Ich meine die Angst vor Stromausfällen beziehungsweise Stromschwankungen. Überall kann man lesen und hören, dass es in ganzen Regionen zu Stromausfällen kommen kann, kommen wird. Der Grund ist eben die Sonnenfinsternis. Keine Sonne, kein Strom aus den Solaranlagen. Fallen die aber für die zwei Stunden der Sonnefinsternis aus, so kann es zu Schwierigkeiten bei der Stromversorgung kommen. Das wäre dann das Horrorszenario des 21. Jahrhunderts.

Das wirft zwei Fragen auf:  Hat man bei der Planung zum Ausstieg aus den klassischen Formen der Energieerzeugung diese nicht bis zum Ende durchdacht? Können wir auch zukünftig nicht auf Kohle,- Gas- und Atomkraftwerke nicht verzichten?

Dass Planer die Dinge nicht bis zum Ende durchdenken, ist nichts Neues. Das haben wir immer wieder erlebt und werden es immer wieder erleben. Wie kann man auch auf die Idee kommen, dass mal am Tage die Sonne nicht scheint. Es gab ja auch nie in Europa Vulkanausbrüche, die den Himmel verdunkeln und Solaranlagen mit einer Staubschicht bedecken können.

Doch genau diese Planer des Einstiegs in die schöne neue Welt der erneuerbaren Energien beruhigen uns jetzt mit dem Hinweis darauf, dass man insgesamt über genügend Strom verfügt. Man muss nur einige Mitarbeiter mehr in den Schaltzentralen vorhalten, um das alles regeln zu können. Hallo, drehen sich bei der Sonnenfinsternis die Windräder schneller oder produzieren die Wasserkraftwerke mehr Strom? Sicherlich nicht. Der Strom kommt aus konventionellen Kohle- und Gaskraftwerken und auch aus den Kernkraftwerken. Selbst wenn wir unsere Atommeiler alle abschalten, bekommen wir noch immer Atomstrom aus dem benachbartem Ausland. Schließlich sind wir mit denen vernetzt.

Eine Frage bewegt mich noch: Was passiert eigentlich bei allen, die von ihren Stromversorgern reinen Ökostrom beziehen? Gehen bei denen heute die Lichter aus? Ich glaube nicht. Doch woher kommt der Strom, wenn deutschlandweit für längere Zeit kein Solarstrom produziert wird? Darüber sollten die Ökostromanbieter doch einmal ihre Kunden informieren. Vielleicht fragen auch diejenigen mal dort nach, wo für sie eigentlich so viel Geld bezahlen.

Ich mache mir jetzt schnell mein Frühstück. Womöglich gibt es nachher keinen Strom. Wobei, am Welttag des Glücks sollte ich nicht so viel Pech haben.

Ihnen wünsche ich auch heute ein genussvolles Frühstück. Vorsicht beim Blick in die sich verdunkelnde Sonne. Ohne Schutzbrille kann Sie das Glück ganz schnell verlassen.

 


Veröffentlicht am: 20.03.2015

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