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Morgengruß von Helmut Harff: Frohe Ostern

Was singen wir heute

Was unterscheidet eigentlich Weihnachten von Ostern? Weihnachten feiern wir die Geburt eines Kindes in Umständen, die heute das Jugendamt auf den Plan rufen würde. Die Geburt eines Knaben ist für uns leicht nachzuvollziehen. Auch das sich der Vater nicht erinnern kann, wann er das Kind gezeugt haben soll, können wir durchaus nachvollziehen. Das die Mutter noch jungfräulich gewesen ist, lässt sich spätestens nach der Geburt nicht mehr nachweisen. Ein fast moderne Familie.

Und Ostern? Verrat, ein Justizskandal, feige Freunde, eine grausame Hinrichtung und dann noch die Auferstehung von den Toten - das ist schon starker Tobak. Das klingt mehr nach Stephen King. Doch es soll sich alles so zugetragen haben. Wir müssen es glauben oder nicht.

Mit den Kind und seinen Eltern können wir uns bis heute freuen, verschenken stellvertretend an liebe Menschen viele Geschenke. Ostern reicht es zu einigen bunten Eiern. Da verwundert es nicht, dass wir gern und aus voller Kehle Weihnachtslieder singen. Singen Sie Osterlieder, kennen sie überhaupt Osterlieder zum mitsingen? Ich haben viele Menschen gefragt und die Antwort war immer gleich: nein. Ostern, da fällt den meisten nur eins ein:

Der Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weisses,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dring ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Strassen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit' und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749-1832;
Osterspaziergang, Faust, die Tragödie erster Teil)

Ich werde jetzt ein schönes Stück vom Osterzopf genießen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Osterfrühstück.

Frohe Ostern!!!

 


Veröffentlicht am: 05.04.2015

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