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Eine Reise zum Weltwunder

Der Mont-Saint-Michel wird wieder zur Insel


Der Mont-Saint-Michel, der seit 1979 Teil des UNESCO-Welterbes ist, zählt zu den bedeutendsten Touristenzielen in ganz Frankreich. Der berühmte Klosterberg erhebt sich in einer Bucht mit bemerkenswertem Ökosystem. Dieses einmalige Ensemble von seltener natürlicher und architektonischer Schönheit erscheint gleich zwei Mal auf der Liste des Kulturerbes der UNESCO.

Die Beweggründe


Im Laufe der Jahrzehnte hatten sich immer mehr Sedimente in der Bucht um den Mont abgelagert und diese verlandete mehr und mehr. Maßgeblich trug dazu der 1869 an-gelegte Straßendamm, der den Glaubens-berg mit dem Festland verbindet, bei. Durch die Straße und den angegliederten Parkplatz wurde die Zirkulation des Wassers in der Bucht gebremst und macht es somit unmöglich, dass der Glaubensberg stetig mit Wasser umspült wird. Überdies störte der Parkplatz am Fuße des Glaubensberges das maritime Landschaftsbild. Die internationalen Experten gaben einen eindeutige Prognose: Wenn nichts unternommen wird, wird der Mont-Saint-Michel bis 2040 von Salzwiesen umgeben sein. Damit würde der mystische Glaubensberg seine Magie größtenteils verlieren.

Das Projekt

Damit der architektonische Schatz aus dem Mittelalter für die nachfolgenden Generationen bewahrt werden kann, haben Europa, Frankreich, die Normandie und die Bretagne entschieden, gemeinsam zu handeln und ein ambitioniertes Projekt ins Leben gerufen. Das große Renaturierungsprojekt soll die Verlandung der Bucht stoppen und aus dem Glaubensberg wieder eine richtige Insel machen. Die Studien zum Projekt begannen im Jahr 1995 und im Winter 2005/2006 die Bauarbeiten, um den Prozess der Renaturierung der Bucht einzuleiten.

Die neue Stauanlage

Der erste Schritt war die Errichtung einer Stauanlage am Fluss Couesnon. Diese Etappe wurde 2009 abgeschlossen. Die Stauanlage dient ebenfalls als Aussichtsplattform auf die Bucht und den Glaubens-berg. Seit der Eröffnung hat sich die Plattform zu einem neuen Besuchermagneten und beliebten Fotostopp entwickelt. Neben dem Ausblick auf den Glaubensberg und die Bucht, wird die Stauanlage zur Entsandung der Bucht maßgeblich beitragen.

Der neue Parkplatz

Seit April 2012 befinden sich die Pkw- und die Busparkplätze in 2,5 Kilometer Entfernung vom Berg auf dem Festland. Auf diese Weise verschwand endlich die "Blechlawine" vor dem Glaubensberg, die viele als störend empfanden. Zusammen mit den neuen Service- und Informationseinrichtungen bildet der Parkplatz mit mehr als 4.000 Parkmöglichkeiten den neuen Ausgangspunkt für die Erkundung des Glaubensberges.

Vom Informationszentrum geht es wahlweise mit Pendelbussen (im Parkplatzpreis inbegriffen) oder der Pferdekutsche „La Maringote“ (gegen Gebühr) zum Mont. Alternativ können die Besucher auch zu Fuß zum Mont-Saint-Michel gehen. Für die Strecke von ungefähr 2,5 Kilometern zwischen dem neuen Parkplatz und dem Glaubensberg sollte man ungefähr 30 Minuten einplanen.

Die neue Stelzenbrücke

Im Jahr 2014 wurde die neue filigrane Brücke, die den Straßendamm aus dem Jahre 1869 ersetzt, geöffnet. Der österreichische Stararchitekt Dietmar Feichtinger und sein Team konzipierten und bauten die 760 Meter lange und elf Meter breite Stelzenbrücke. Sie fügt sich optimal in die Landschaft ein und eröffnet eine atemberaubende Aussicht auf den magischen Glaubensberg und die reizvolle Bucht, die diesen umgibt.

Der weitere Verlauf

Im Frühling 2015 beginnen die Abrissarbeiten des alten Straßendamms aus dem 19. Jahrhundert. Als definitives Ende der Arbeiten gilt der Sommer 2015. Der Zugang zum Mont-Saint-Michel ist ganzjährig, abgesehen von wenigen Stunden pro Jahr in denen der Gezeitenkoeffizient größer als 110 ist, gewährleistet.

Der Mont-Saint-Michel wird wieder eine Insel

Die neue Brücke bietet Anlass zu einem großen Naturspektakel. Seit Sommer 2013 ist der Mont-Saint-Michel bei einem Gezeitenkoeffizient von über 110 wieder komplett von Wasser umspült und somit eine richtige Insel. Dieses Naturschauspiel dauert wenige Stunden und fand aufgrund des Straßendamms seit über 130 Jahren nicht mehr statt.

Der Felsen bietet ohne Zweifel einen der besten Aussichten um das Schauspiel der Gezeiten zu beobachten. Auch am Abend bietet der Mont-Saint-Michel eine einmalige Atmosphäre. Kunstvolle Licht- und Toneffekte im Juli und August machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Oder essen Sie in den Gassen des Monts gemütlich zu Abend, erleben den Sonnenuntergang am Mont oder für Frühaufsteher, den Sonnenaufgang.

 


Veröffentlicht am: 08.04.2015

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