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Morgengruß von Helmut Harff: Oh, diese Jugend

Young Euro Classic wirft seine Schatten voraus

Jugend, das sind doch die, die sich ins Koma saufen, die randalieren, die zu faul auf Schule sind, die in Terrorcamps ziehen, die keine Regeln kennen, die nur Musik von so komischen Gangster-Rappern hören. Jugend, das sind schreckliche Menschen.

So oder so ähnlich dachte man vor 45 Jahren über mich und meines Gleichen. Diese Einschätzung von jungen Leuten hat sich bis heute nur marginal geändert. Wir damals hörten demnach alle die Negermusik- Beat genannt. Wir kämpften auf unsere Art gegen das Establishment. Wie mussten uns immer wieder anhören, dass aus uns nichts werden wird.

Doch waren wir so? Wenn ja, wieso ist aus den meisten von uns doch etwas geworden? Weil die meisten nicht sahen, was wir machten, wie wir wirklich tickten, was uns wirklich interessierte. Viele in meinem Alter scheinen vergessen zu haben, wie das damals mit uns war und prügeln verbal auf die heutige Jugend ein, wie es einst ihre Elterngeneration tat.

Wieso ich darauf komme? Weil morgen der Vorverkauf für die Young Euro Classic startet. Im August werden sich wieder hunderte junge, zum Teil sehr junge Menschen in Berlin treffen, um im Schauspielhaus zu musizieren. Das sind junge Leute, die Spaß am Leben haben, die Liebenskummer haben, die auch mal über die Strenge schlagen, die auch nicht jeden Tag gern in die Schule gehen. Es sind aber vor allem junge Leute, die eines gern machen - Musik.

Sie kommen inzwischen nicht nur aus Europa, sondern aus der ganzen Welt. Da treffen sich junge Menschen, die das Schicksal davor bewahrt hat, als Kindersoldaten andere Menschen zu massakrieren. Die da in Berlin müssen - hoffentlich - nicht ihr Geld auf den Elektronikschrott-Müllkippen in Ghana oder sonst wo verdienen. Sie können, sie dürfen musizieren.

Und wie die jungen Leute musizieren. Die Qualität ist so hoch, dass kaum ein Konzert ohne Standing Ovations oder zumindest minutenlangem Applaus endet. Die jungen Musiker spielen nicht nur die alten und neuen Werke vom Blatt. Man hört wirklich, mit welcher Begeisterung hier gemeinsam musiziert wird. Die Begeisterung springt schnell auf das Publikum über.

Ich bin Jahr für Jahr davon begeistert, solche jungen Leute erleben zu dürfen. Sie zeigen, dass alle Stereotypen  über "die" Jugend einfach Quatsch sind. Die Jugend, hier genau wie anderswo, ist nicht so. Junge Leute sind nicht angepasst, sollen sie auch nicht sein. Junge Leute sollen, müssen sich ausprobieren. Junge Leute wollen aber auch gefördert, wollen gefordert werden. Kind sein, heißt eben nicht nur, fröhlich brabbelnd vor sich hin zu spielen. Jugendlicher sein heißt auch, daran täglich erinnert zu werden, mit seinem Instrument zu üben. Man tritt nicht im Berliner Konzerthaus als Konzertmeister mit 18 Jahren auf, ohne zuvor schon zehn oder mehr Jahre Geige geübt zu haben.

Nur eines stört mich an den jungen Leuten von heute: Sie besuchen viel zu wenig die Konzerte im Rahmen der Young Euro Classic. Der Altersdurchschnitt im Zuschauerraum liegt sicherlich bei weit über 40. Vielleicht sollten die privaten Veranstalter einmal darüber nachdenken, mehr dafür zu tun, dass auch im Publikum viele junge Leute zu finden sind.

Ich mach mir jetzt mein Frühstück

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Denken Sie daran, sich morgen schnell die besten Karten für die Young Euro Classic zu sichern.

 


Veröffentlicht am: 15.04.2015

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