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30.03.2017

 

 

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iPad versus Filzstift

Warum „einfaches“ Spielzeug manchmal besser ist

Spielen ist der „Job“ eines jeden Kindes. Standen vor 50 Jahren noch Kreisel und Kreide auf der Wunschliste, sind es heute Tablet und interaktive Haustiere. Dank der technischen Entwicklung der letzten Jahre kamen viele neuartige Spielzeuge auf den Markt – sie bewegen sich, machen Geräusche und wollen Aufmerksamkeit.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, weiß Andreas Kappler, Projektleiter von Ella & Paul. Beim Spielen geht es in erster Linie darum, etwas zu lernen und sich im Bereich der körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Warum sich dazu „einfaches“, nicht technisiertes Spielzeug manchmal besser eignet, zeigen diese drei Vergleiche.

3D statt Platte

Kinder der 60er Jahre amüsierten sich mit Ministeck. In mühsamer Kleinarbeit wurden die bunten Kunststoffteile auf die Grundplatte zu einem Mosaikbild gesteckt. Damit waren die Kleinen nicht nur sinnvoll beschäftigt, es entstanden auch fantasievolle Kunstwerke. Das moderne Kind baut höher hinaus und erschafft dank 3D Puzzle ganze Schlösser, Schiffe oder Sehenswürdigkeiten. Hierbei ist allerdings das Baukonzept vorgegeben – aus dem Eiffelturm lässt sich kein Piratenschiff machen. Beide Spiele erfordern Geschick und Ausdauer und steigern die Fingerfertigkeit – ein Lernerfolg ist gegeben. Spiele wie Ministeck bieten allerdings die Möglichkeit, vom vorgegebenen Muster abzuweichen und individuelle Meisterwerke zu erschaffen. Das steigert sowohl die Kreativität als auch das Selbstbewusstsein der Kinder.

Gesangstalent statt Daumenlutscher

Kleine Kuschelfans der späten 70er Jahre schmiegten sich besonders gerne an ihre Monchichis. Der Plüschgeselle verzauberte mit seinem struppigen Fell, einem unverwechselbar treuen Blick und der schwarzen Stupsnase. Besonderes Highlight war allerdings der obligatorische Lutschdaumen – Kindchenschema pur. Heute besitzt der Kindergartenheld sprechende, singende und laufende Kuschelfreunde. Da macht der Stoffhund schon mal Männchen, leckt sein Pfötchen und trällert dabei den neuesten Kinder-Hit. Gelegentlich leidet darunter jedoch der Kuschelspaß, da das Stofftier ein mechanisches Gehäuse besitzt und das dünne Fell kaum zum Schmusen einlädt.

Beim Spiel mit einem „einfachen“ Kuscheltier liegt es in der Entscheidung des Kindes, dem Plüschgesellen Geräusche in den Mund zu legen und Bewegungen zu erzeugen. Diese können der Art des Stofftieres angemessen (z.B. ein Pferd das wiehert) oder auch frei erfunden sein (z.B. ein piepsender Hund). Spielsituationen, die mit wenig Einschränkungen verbunden sind, fördern die Vorstellungskraft der Kleinen und ermöglichen ungezwungene Spielszenarien.

iPad statt Filzstift

Schon seit den 50er Jahren erfreuen sich Kinder an Filzstiften aller Couleur. Unter den Namen „Magic Marker“ revolutionierten sie das Malerlebnis. Die satten Farben der Stifte verhalfen den kindlichen Kunstwerken zu noch mehr Pracht. Seit der Erfindung des iPads und den dazugehörigen Zeichen-Apps werden fertige Motive gerne per Klick eingefärbt, mit einem Wischen verändert oder bei Nichtgefallen einfach wieder entfernt. Die Technik bietet Möglichkeiten, mit denen ein einfacher Filzer nicht dienen kann. Dafür entspringen die selbstgemalten Bilder jedoch vollends der Kinderfantasie. Innerhalb der Bilder verarbeiten die Kleinen Erlebnisse und Ängste. Das freie Zeichnen schult zudem die Feinmotorik und fördert die Fantasie – eine der kreativsten Beschäftigungen.

„Individualität spielt für Kinder eine große Rolle. Sie müssen sich selbst entdecken und ihren Platz in der Gesellschaft finden“, weiß Andreas Kappler. „Spielsachen, die Kinder zu selbstständigen Überlegungen und Handlungen anregen, helfen dabei, die individuelle Identität zu entdecken und sich weiterzuentwickeln. Einfaches, nicht technisiertes Spielzeug fördert diesen Prozess in der Regel stärker, da die Gestaltung einer Spielsituation oder eines Kunstwerkes dem Geist des Kindes entspringt.“ Dennoch ist von modernem Spielzeug nicht grundsätzlich abzuraten. Eltern sollten sich beim Kauf lediglich fragen: Wie wird dieses Spielzeug meinem Kind nutzen? Wird seine Fantasie angeregt? Was wird es vom Umgang mit diesem Spielzeug lernen? Laut Kappler ist ein Spielzeug gut, „wenn es die Kreativität des Kindes fördert, ungefährlich und altersgerecht (den Fähigkeiten und der körperlichen Entwicklung des Kindes entsprechend) sowie strapazierfähig ist.“

Bild:
Ella & Paul

 


Veröffentlicht am: 16.04.2015

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