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Wirtschaftstage Deutschland-Brasilien

M-V mit von der Partie

Botschafterin Maria Luiza Viotti (1. Reihe, 5. v. li.) mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern aus beiden Ländern.

Die 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage finden in diesem Jahr vom 20. bis 22. September in Joinville (brasilianischer Bundesstaat Santa Catarina) statt.

Die Konferenz wird vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und seinem brasilianischen Partnerverband Confederacao Nacional da Industria (CNI) organisiert. Große Unterstützung für das richtungsweisende Treffen leisten außerdem der Industrieverband des Bundesstaates Santa Catarina (FIESC) und der AHK in São Paulo.

Wichtiger Meilenstein

Auch wenn sich Brasilien gegenwärtig in einer Konsolidierungsphase befindet, bleiben die mittelfristigen Wachstumsperspektiven aufgrund des Rohstoffreichtums und des großen Binnenmarktes gut. Von den erstmals in diesem Jahr stattfindenden hochrangigen deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen werden neue Impulse für die bilaterale Zusammenarbeit erwartet. Zur Konferenz werden Hunderte Vertreter aus Wirtschaft und Politik beider Länder erwartet.

Treffen in Berlin

In der Berliner Botschaft von Brasilien trafen sich soeben Hunderte Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Politik, um für das Treffen in Joinville zu werben. FIESC-Präsident Clauco Jose Corte teilte mit, dass im Bundstaat Santa Catarina um die 50.000 Industriebetriebe arbeiten. Er lud deutsche Unternehmer herzlich ein, dort zu investieren. So wie es bereits VW, BASF, Siemens, MAN, BMW, Mercedes-Benz, der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen, Evonik, Audi, E.on, B. Braun und andere in Brasilien tun.

BMW in Santa Catarina

Von einem aktuellen und für Santa Catarina bedeutendem wirtschaftlichen Ereignis schwärmte Corte: Im vergangenen Oktober lief im neuen BMW Werk Araquari (Bundesstaat Santa Carina) das erste Fahrzeug vom Band. Künftig sollen es dort mehr als über 30.000 Einheiten jährlich sein. In den nächsten Jahren belaufen sich dort die Investitionen der BMW Group auf rund 200 Millionen Euro, im kommenden September soll der Produktionsstandort auf einer Fläche von 1,5 Millionen Quadratmeter komplett ausgebaut sein. Schon jetzt arbeiten rund dort 500 Menschen. Insgesamt sollen später bis zu 1.300 sein. Zudem entstünden viele weitere Arbeitsplätze im angeschlossenen Lieferantennetzwerk.

Im Werk Araquari sollen BMW 3er Limousine, BMW 1er Fünftürer, BMW X1, BMW X3 und MINI Countryman montiert werden. Herz des Centers ist ein Montageband für Ausbildungszwecke, das dem weltweiten BMW Group Produktionsstandard entspricht. Dort wurden und werden Mitarbeiter für ihre spätere Tätigkeit am Montageband vorbereitet.

Bolschoi-Tanzschule in Joinville

Der FIESC-Präsident zauberte in Berlin noch eine Attraktion „aus dem Ärmel“: In Joinville arbeitet seit März 2000 die Bolschoi Tanzschule, eine Filiale der respektiertesten Ballettschule der Welt, des Bolschoi Theaters in Moskau. Zum ersten Mal in der mehr als zweihundertjährigen Existenz der Bolschoi Theaters wird unter der Supervision von russischen Ballettmeistern dessen komplette Ausbildungsmethode in einem anderen Land angewandt und daraufhin angepasst.

Die Schule bietet einen achtjährigen Technischen Kurs zur Ausbildung von Balletttänzern, der für Kinder zwischen neun und elf Jahren empfohlen wird. Es gibt auch ein zweijähriges Modul für Schüler mit mehr als elf Jahren und Ballettkenntnissen. Gegenwärtig studieren dort mehr als 300 Schüler.

Positive Beziehungen

Botschafterin Maria Luiza Viotti informierte die Anwesenden über die Leistungskraft Brasiliens: Das Land sei die mit Abstand die größte Volkswirtschaft in Lateinamerika und steht weltweit auf Platz sechs. Der große Rohstoffreichtum, hohe Investitionen in die Infrastruktur und eine wachsende kaufkräftige Mittelschicht böten vielfältige Geschäftschancen für deutsche Unternehmen. Die Diplomatin berichtete zudem über die großen Anstrengungen des Landes bei der Ausbildung junger Fachkräfte in Unternehmen, Schulen und Universitäten. Die Botschafterin bewerte die deutsch-brasilianischen Beziehungen als „positiv“. Allein der Handel zwischen beiden Staaten habe sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Maria Luiza Viotti und alle Anwesenden waren sich jedoch einig: „Da ist noch sehr viel Luft nach oben.“

FIECS-Präsident Clauco Jose Corte will möglichst viele deutsche Unternehmen in seinem Bundesstaat Santa Catarina locken.

M-V mit von der Partie

Über ein weiteres konkreten Beispiel wurde in Berlin informiert: In der südbrasilianischen Stadt Timbó entsteht mit deutscher Unterstützung ein Kompetenzzentrum für nachhaltige Abfallwirtschaft mit dem Schwerpunkt Biogas. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten in Blumenau (Santa Catarina) die brasilianischen Kommunalverbände AMMVI und CIMVI mit Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines Abfallwirtschaftskonzeptes für die Region Itajaí mit rund 650.000 Einwohnern. Außerdem würden Fachkräfte in diesen Feldern ausgebildet bzw. weiter qualifiziert. Dabei werden auch Universitäten und Hochschulen aus Mecklenburg-Vorpommern ihre Erfahrungen einbringen.

Der Bundesstaat Santa Catarina


Santa Catarina ist ein Bundesstaat im Süden Brasiliens. Berühmt wegen seiner deutschen Fachwerkhäuser und seines Oktoberfests ist Blumenau, aber auch andere Städte wie die Hauptstadt Florianópolis oder die Hafenstadt Itajaí sowie die Textilindustrie sind dort Highlights. Seine Fläche beträgt etwa 95.442 km², die Einwohnerzahl liegt bei rund 6,73 Millionen (2014). Der Bundesstaat grenzt im Westen an Argentinien. Im Osten wird Santa Catarina durch den Atlantik begrenzt, im Süden durch den brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul, im Norden durch Paraná.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige in Santa Catarina sind die metallverarbeitende- und Elektroindustrie, die Textil- und Glasindustrie, die Holz verarbeitenden Industrien, der Abbau von Mineralien, Fischerei und Viehzucht sowie der Tourismus. Aber auch Telekommunikation, Bauwirtschaft und die IT-Technologie sind wichtige Säulen.

Joinville, eine Perle

Joinville ist in diesem Bundesstaat die größte Stadt. Sie besitzt die umfangreichste Industrie des Bundesstaates, eine große Anzahl von Banken sowie Tausende Handels- und Dienstleistungsbetriebe. Die Stadt geht neue Wege im Tourismus und will die Region dafür fit machen mit Landtourismus, typischen Festen oder mit nationalen Events.

Fotos:
Erwin Halentz

 


Veröffentlicht am: 17.04.2015

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