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14.12.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Nepal-Hilfe

... und wir

Was gerade die Nepalesen durchmachen müssen, können nur diejenigen wirklich nachvollziehen, die ähnliches oder einen Krieg erlebt haben. Ich habe Schwierigkeiten, mir die Angst und die Hilflosigkeit der Menschen in Nepal vorzustellen. Ich habe auch nur eine wage Vorstellung davon, was es in einem bitterarmen Land bedeutet, so etwas wie Ordnung aufrecht zu erhalten.

Dagegen bin ich mir sicher, dass viele Deutsche für die Opfer spenden. Das ist gut so. Obwohl, wieso ist die Weltgemeinschaft, wieso ist die EU, wieso ist Deutschland nicht in der Lage, den Menschen in von Katastrophen betroffenen Ländern mit Haushaltsmitteln, mit Mitteln, die dafür zurück gehalten werden, zu helfen? Wieso braucht es jedes Mal die Spenden von hilfsbereiten Menschen?

Ich frage mich auch, was Medien reitet, sich über die unzureichende Hilfe auszulassen. Wie kommt man dazu, über mangelnde Transportmöglichkeiten zu lamentieren, aber gleichzeitig in Massen ins Land einzufallen und damit wertvolle Transportleistungen zu blockieren. Wann schafft man es endlich, dass nur ein kleiner Pool von Medienvertretern aus Katastrophenregionen berichten und diese Berichte für ganz geringes Entgeld allen Interessenten zur Verfügung stellen? Dann wäre mehr Platz für wirkliche Hilfskräfte und Hilfssendungen und es würden nicht so viele sinnlos in der Landschaft rumstehen.

Was erwartet man, was erwarten wir von einer Administration wie der in Nepal, wenn die Infrastruktur in weiten Teilen zerstört oder beschädigt ist. Das da Chaos herrscht, dass da vieles daneben geht, dass da vieles nicht funktioniert wie es soll, ist doch klar. Man denke nur einmal an die sogenannten Jahrhunderthochwasser an der Oder, an der Elbe, am Rhein und seinen Nebenflüssen. Auch da herrschte Chaos. Da musste die Armee eingesetzt werden und man konnte es dennoch nicht verhindern, dass weite Landstriche absoffen und viele Menschen ihr Hab und Gut verloren.

Und nun regen wir uns über das unzureichende Katastrophenmanagement durch die Behörden in dem Himalajastaat auf. Wir beklagen, dass der hierzulande als Feldflughafen zu bezeichnende Flughafen in Katmandu dem Ansturm der Hilfsflüge nicht gewachsen ist. Wir sind nicht einmal in der Lage, einen Flughafen zu bauen. Gäbe es bei uns so ein Erdbeben, würden bestimmt einige die Einhaltung des Nachtflugverbots verlangen - gern auch per Eilverfahren vor Gericht.

Am meisten regt mich allerdings Reinhold Messner auf. Der Extrembergsteiger, der seine Millionen genau damit verdient hat und noch verdient, dass er den Menschen von Bergen wie dem in Nepal gelegenen Mount Everest vorschwärmt. Er und seinesgleichen waren es doch, die erst für den Massentourismus überall hin sorgten, wo sich auch nur ein hoher Berg befindet. Und nun regt sich genau dieser Mann, der ohne die schlecht bezahlten und in Armut lebenden Träger nie auf einen Berg gekommen wäre, darüber auf, dass man die verletzten Bergsteiger aus dem Basislager ausfliegt. Er wäre sicherlich gern wochenlang mit gebrochenen Beinen da in einem zerfetzten Zelt liegen geblieben, bis man alle Nepalesen versorgt hätte.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Hoffen wir, dass uns solche Naturkatastrophen wie die in Nepal erspart bleiben.

 


Veröffentlicht am: 29.04.2015

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