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28.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Raus

… aus dem Alltagstrott

Wir alle kennen ihn – den Alltagstrott. Manchmal wird der unterbrochen, beispielsweise bei Streiks der Bahn oder der Kita. Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen. Wir nutzen andere Routen ,um zur Arbeit zu kommen, bilden Fahrgemeinschaften oder vereinbaren die Kinderbetreuung mit bisher fast unbekannten anderen Eltern.

Doch was, wenn alles seinen gewohnten Gang geht, wenn uns der Alltag voll im Griff hat? Dann verliert der FC Bayern 0:3 in Barcelona oder der Nachwuchs zeigt, dass er sogar in Mathe eine gute Note schreiben kann. Doch war es das? Für die meisten schon. Die laufen dann mit mieser Laune durch die Landschaft und beklagen sich darüber, wie eintönig das Leben ist. Doch muss das sein?

Nein, das muss nicht sein. Einfach mal raus gehen. Dabei meine ich nicht die Lieblingskneipe, nicht den gewohnten Spaziergang durch den Park oder um den See. Ich meine auch nicht die wöchentliche Joggingrunde. Ich meine, einfach mal was anderes machen – egal ob der FC Bayern spielt oder nicht. Ich und die beste Frau der Welt haben das gestern wieder einmal gemacht und sind ins Konzert gegangen. Das war kein Anrecht sondern ein Klavierkonzert mit einem uns unbekannten Pianisten. Während mir sein sehr maskulines Spiel gefiel, war die beste Frau weniger begeistert. Das bot neben der Möglichkeit, sich mal wieder chic zu machen, viel Diskussionsstoff.

Vielleicht gehen wir das nächste mal zu einem Spiel der Hertha oder von Union, besuchen ein Popkonzert, laufen bei einem Citylauf mit. Einfach mal etwas machen, was sonst nicht einmal zur normalen Wochenendbeschäftigung gehört – und das mitten in der Woche. Ich höre Einwände, wie keine Zeit, muss früh raus. Alles Ausreden, finde ich. Sicherlich sind viel mehr Menschen gestern wegen des Championsleague-Spiels der Bayern spät ins Bett gekommen wie Konzertbesucher. Es ist auch kein Problem, mal nur mit fünf oder sechs Stunden Schlaf auszukommen. Dafür hat man sich ein Erlebnis verschafft, das den täglichen Trott einfach mal durchbricht.

Ich finde, solche Höhepunkte sollte man sich unter der Woche ab und an gönnen. Das muss nicht teuer oder aufwändig sein. Man muss nur mal die ausgetretenen Pfade verlassen. Man muss neugierig auf Dinge sein, die man bisher kaum oder zumindest so nicht kennt. Was kann einem schon passieren? Dass es einem nicht gefällt. Na und, das kennen wir doch. Verlassen wir die ausgetreten Pfade aber nicht, haben wir auch nicht die Chance, für uns Unbekanntes zu entdecken. So wird unser Leben immer in den eingefahrenen Gleisen verlaufen und wir genau darunter leiden.

Sie wollen wissen, wer da ziemlich gewaltig in die Tasten seines Flügels im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie gehauen hat? Es war der US-amerikanische Pianist Soheil Nasseri. Er ist wieder am 21. Februar 2016 an fast gleicher Stelle zu erleben. Die gestrigen Besucher waren mehrheitlich so begeistert, dass es noch zwei Zugaben gab.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ich werde wohl mal auf Wurst und Käse verzichten und es mit etwas süßem probieren. Das ist bei mir wirklich eine Ausnahme.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Brechen Sie auch einmal aus dem Alltagstrott aus.

 


Veröffentlicht am: 07.05.2015

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