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Harff reist: Großer Kapellenweg in und um Scheidegg

Eine wirkliche Entdeckungsreise - nicht nur für Gläubige

(Helmut Harff) Wann immer ich im Süden Deutschlands, in Österreich, der Schweiz oder in Südtirol unterwegs bin, so überwältigt von den Kirchen. Ich meine gar nicht mal die üppig ausgestalteten vor allem barocken Sakralbauten.

Mir haben es vor allem die vielen Kapellen am Weg oder auch abseits von diesen angetan. Die meisten sind in gutem, viele sogar in sehr gutem Zustand. Doch leider vermisse ich immer wieder Wanderwege von Kapelle zu Kapelle. Nicht so im heilklimatischen und Kneippkurort Scheidegg. Die Allgäuer Gemeinde unweit des Bodensees hat in seiner Umgebung 13 Kapellen, darunter eine ökumenische. Alle stellen einen ganz ein besonderen Schatz da.

Von denen erreicht man über den Großen Kapellenweg zehn Kapellen.

Selbst wer nicht in jeder der offenen Kapellen die Hände zum Gebet faltet, wird von den architektonischen Kleinodien, die zumeist mehrere Jahrhunderte alt sind, begeistert sein. Gleiches gilt für die künstlerische Ausgestaltung der zehn Kapellen. Sie prangen im Schmuck von alten Plastiken und Bildern, die immer mit der in den Kapellen verehrten Heilige zu tun haben. Viele der Kunstwerke sind ebenfalls jahrhunderte alt und zeugen von der künstlerischen Kunstfertigkeit der zumeist örtlichen Bildhauer und Maler.

Beschreibung des Großen Kapellenwanderweges


In alten Zeiten sind die Menschen von Quelle zu Quelle gegangen. Sie suchten für sich und ihre Herden Weiden und Ruheplätze. Später wurden an den Quellen Kapellen gebaut. So konnte man von Quelle zu Quelle und von Kapelle zu Kapelle gehen.

Wir starten am Kurhaus und gehen auf einem Fußweg durch Wiesen, bis wir auf die Bergstraße stoßen. Wir wenden uns rechts und folgen der Bergstraße bis diese in die Zollstraße mündet. Links haltend kommen wir zur ersten Kapelle auf unserem Weg, der Kriegergedächtnis-Kapelle. Wir gehen die Zollstraße wieder zurück und biegen links in die Sonnenstraße ein.

Am Alemannenweg halten wir uns zwei Mal links und folgen nun ein Stück dem Wanderweg Rund um Scheidegg. Die Straße, auf die wir stoßen, bringt uns links nach Bieslings, wo wir die Gallus-und-Magnus-Kapelle anschauen können.

Zurück am Ortseingang von Bieslings geht es rechts weiter Richtung Scheidegger Wasserfälle. An der Straße halten wir uns rechts und wandern nach Ostkinberg. Nach dem Überqueren der B308 erreichen wir die ersten Häuser von Ostkinberg, hinter denen links ein Pfad zum Waldrand führt. Dort halten wir uns rechts und wieder links, passieren den kleinen Ort Lörz und sehen linkerhand die Wendelinskapelle liegen.

Nach diesem kurzen Abstecher wenden wir uns in Lörz links und kommen über Rappenfluh und Allmannsried nach Haus am Wald mit seiner Marienkapelle.

Hinter der Kapelle links wandern wir durch die Felder und erreichen über Roderbühl und Buflingsried den Ort Böserscheidegg und die Katharina-und-Antonius-Kapelle. Wir gehen vor der Kapelle links über Felder nach Schalkensried, wo uns die nächste Station, die Martinakapelle, erwartet.
Hinter dem Ort Albers geht rechts ein Weg ab, der uns über Bärfällen nach Brand bringt. Noch vor den ersten Häusern biegen wir jedoch links ab, stoßen auf eine größere Straße und überqueren diese.

Rechts von uns liegt nun Forst, wo wir eine weitere Kapelle, die ökumenische Hubertuskapelle finden. Immer weiter geradeaus führt uns unser Weg durch Bronschwand und die Häuslingsmühle nach Unterstein mit der Anna-und-Joachim-Kapelle.

Die nächste Kapelle liegt zwischen Oberstein und Möggers, kurz hinter der Österreichischen Grenze. Wir erreichen sie, in dem wir hinter Unterstein rechts über einen Weg nach Oberstein laufen. In Oberstein angekommen wandern wir rechts und wieder links in den Wald hinein.

Nachdem wir die Ullrichskapelle besichtigt haben führt unser Weg ein kurzes Stück zurück und an einer Weggabelung im Wald links nach Gaisgau. Von hier aus geht es rechts über Ebenschwand mit der Herz-Jesu-Kapelle zurück zum Kurshaus.

Beim Besuch im Frühjahr 2015 war der Große Kapellenweg nur unzureichend ausgeschildert. Wie die Tourismusverantwortlichen aus Scheidegg mitteilten, soll das schnell geändert werden. Bis dahin gilt: ein gutes Wander-Navi hilft.

Noch ein Tipp: Einkehrmöglichkeiten am Weg sind mehr als selten. Eigentlich gibt es nur in Forst (Kapelle 13) und in Scheidegg selber Gasthäuser. Das in Forst sollte man unbedingt besuchen. Ansonsten muss man sich eine Brotzeit einpacken. Die kann man übrigens in der Käserei in Böser-Scheidegg (Kapelle 11) ergänzen. Aber das sind nur Marginalien, denn der Große Kapellenweg ist mit knapp 22 Kilometern auf jeden Fall einen Tagesausflug nach Scheidegg wert.

Noch eines zum Schluss: In jeder Kapelle liegen visitenkartengroße Kärtchen zur Mitnahme aus. Sie verraten einiges über die jeweilige Kapelle und helfen bei der Erinnerung an den Großen Kapellenweg in und um Scheidegg.

Mein Übernachtungstipp: Pension Hochberg

 


Veröffentlicht am: 08.05.2015

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