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Deutschrap bleibt Trumpf

... ergeben die offiziellen deutsche Charts

Genetikk machen den zweistelligen Deutschrap-Erfolg perfekt: Nach Prinz Porno, Vega, Favorite, Frank White, Bushido, Farid Bang, Spongebozz, Weekend und Xatar sind die Saarländer bereits der zehnte HipHop-Act, der in diesem Jahr auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Album-Charts stürmt. Die Selfmade-Schützlinge vertreiben den „Baba aller Babas“ an die 21. Stelle und wiederholen mit „Achter Tag“ den Erfolg ihres Vorgängers „D.N.A.“.

Auch die Silbermedaille geht an einen maskierten Reimkünstler, und zwar Lance Butters. Dessen Debüt „Blaow“ fällt beinhart, kompromisslos und ungekünstelt aus – wie es sich für einen ehemaligen Battle-Rapper gehört. Musiklegende Eric Clapton veröffentlicht anlässlich seines 70. Geburtstags ein umfangreiches Best Of, das hinter Mumford & Sons („Wilder Mind“) auf Rang vier einsteigt. Der „Forever Man“ gibt 51 Songs zum Besten, darunter Klassiker wie „Layla“ und „Tears In Heaven“.

Hubert von Goisern schwebt auf „Federn“ bis zur sechsten Position. Der österreichische Liedermacher bringt den Südstaaten-Blues in seine Heimat und schlägt eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen.

Stimmwunder Jess Glynne führte drei Wochen lang die britischen Single-Charts an und startet nun in Deutschland durch: Ihr Ohrwurm „Hold My Hand“ debütiert an 19. Stelle. Die Rap-Formation K.I.Z. prangert Flüchtlingshetze und soziale Ausbeutung an - ihr Song „Boom Boom Boom“ schert auf 33 ein.

„Ain't Nobody (Loves Me Better)” von Felix Jaehn feat. Jasmine Thompson bleibt meistgekaufter Track der Woche. „Are You With Me“ (Lost Frequencies) und „Want To Want Me” (Jason Derulo) schließen sich an.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und liefern damit ein vollständiges Bild des deutschen Musikmarktes. Basis der Hitlisten bilden die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.

 


Veröffentlicht am: 16.05.2015

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