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Gesundheits-News vom 29. Mai 2015

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Für Nutzer von Hörgeräten und Hörimplantat-Systemen ist das Hören von Stimmen und Musik bei Veranstaltungen wie Konzerten, Gottesdiensten oder Vorträgen in großen Räumen oft schwierig. Echo, Umgebungslärm oder andere Störgeräusche können dazu führen, dass die Betroffenen wenig oder gar nichts verstehen. Abhilfe kann hier eine induktive Höranlage schaffen, die den Nutzern von Hörlösungen ermöglicht, Audiosignale störungsfrei in ihren Audioprozessoren zu empfangen. Die Initiative beat the silence stellte gerade die Suchmaschine "H(ear)spots" vor, in der Gebäude in Deutschland und Österreich verzeichnet sind, die über eine eigene Induktionsschleife verfügen. Mithilfe von "H(ear)spots" können sich Träger von Hörlösungen in Zukunft schnell und einfach vorab informieren, ob ihr Veranstaltungsort mit einer Induktionsanlage ausgestattet ist. Insbesondere große Veranstaltungsorte haben häufig eine Raumakustik, die sich negativ auf die Verständlichkeit von Sprache oder Musik auswirken kann. An vielen Orten sind daher einige Sitzplätze mit Induktionsschleifen versehen. Mithilfe dieser induktiven Höranlagen können Stimmen und Musik über ein Mikrofon empfangen und anschließend verstärkt werden. Der Verstärker der Induktionsanlage sendet die Audiosignale an eine Kabelschleife, die ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Audioprozessoren von Hörgeräten oder Hörimplantaten, die über eine Induktionsspule verfügen, können das elektromagnetische Wechselfeld aufnehmen und die Signale im Audioprozessor umwandeln.

Der Leipziger Strafrechtler Prof. Dr. Hendrik Schneider sieht beim Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen erheblichen Änderungsbedarf. In einem Rechtsgutachten zum Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums stellt Schneider Verstöße gegen das strafrechtliche Bestimmtheitsgebot und gegen die Rechtseinheit fest, da Heilberufe in den Ländern unterschiedliche Berufsausübungspflichten haben. Auch zwischen den Heilberufen mit staatlicher Ausbildung können die Pflichten divergieren. Zudem könnte die Ärzteschaft zukünftig per Berufsordnung festlegen, welches Verhalten strafbar ist und welches nicht. Deshalb empfiehlt Schneider die Streichung der 2. Tatbestandsalternative „der Verletzung von Berufsausübungspflichten“. Die Berufsausübungspflichten sind nicht für alle Heilberufe in Form von Berufsordnungen einheitlich geregelt, zusätzlich differieren die bestehenden Berufsordnungen je nach Heilberuf nach Bundesland.   

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter: http://www.was-audio.de/aanews/gesundheitsnews20150528_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 29.05.2015

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