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Morgengruß: Die lieben Kleinen

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In meinem letzter Kommentar "Aufgespießt" beschäftigte ich mit einer hierzulande vom Aussterben bedrohten Spezis - den Kindern. Das gab erwartungsgemäß einigen Ärger. Kinder seien doch keine eigene Spezis, ich hätte wohl im Biologieunterricht besser aufpassen sollen, lautete nur ein Vorwurf.

Klar sind Kinder keine eigene Spezies und trotzdem sagen alle Studien und Statistiken, dass es in Deutschland immer weniger Kinder gibt. Nimmt man diejenigen aus der Statistik, denen man gern einen Migranten-Status zubilligt, so sähen die Zahlen noch verheerender aus. Deutschland ist kein Land der Kinder. Wir sind ein Land der Überkinderreder, kein Land der Mitkinderreder.

Ich hörte und las gestern auch Reaktionen, wonach man die Kinderzahl senegalesischer Frauen nicht mit denen deutscher Frauen vergleichen kann. Die einen leben in ihren Hütten, die anderen wollen Karriere machen. Wer sagt eigentlich, dass Frauen in Afrika nicht auch Karriere machen wollen?

Ein weiterer Einwand war, dass man die Zeit meiner Kindheit, die späten 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts nicht mit der heutigen vergleichen kann. Kann man nicht? Wollten die Menschen damals nicht ein vernünftiges Dach über dem Kopf, ein Haus, ein Motorrad, gar ein Auto? Wollte man damals nicht ein Telefon, erste elektrische Haushaltsgeräte, Spielzeug, Baukästen, Puppenstuben und -wagen, Modelleisenbahnen? Wollte man nicht in den Urlaub fahren, einen Schrebergarten und eine modern eingerichtete Wohnung? Und haben das nicht unsere Eltern geschafft und Kinder gehabt? Sie haben es!

Wir haben heute am Nachwuchs einfach immer weniger Interesse. Woran ich das fest mache? Hier ein Beispiel: Zum Thema Muttertag bekam ich bestimmt 40 - 50 Mails, zum Thema Vatertag waren es sicherlich nicht viel weniger. Zum Tag des Deutschen Brotes und zum Tag des Bieres trudelten auch je mehr als zehn Mails ein. Zum Tag des Hundes am 7. Juni sind auch schon sechs Meldungen eingegangen. Und zum Internationalen Kindertag? Es kam eine Mail, die sich mit den Bestsellern unter den Kinderbüchern befasste.

Kinder sind uns wichtig? In den Nachrichtensendungen tauchte der Kindertag weit hinten - unter Vermischtes - auf. Doch Kinder spielten in den Medien eine Rolle, wenn auch nur eine Nebenrolle. Dafür sorgte die SPD und ihren Umgang mit dem Ex-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy. Der interessierte sich weit über das erträgliche Maß hinaus für nackte Jungen. Doch das wurde nur immer am Rande erwähnt. Die Nachricht war der Nicht-Rauswurf aus der SPD.

Auch wenn es nicht uns direkt betrifft, spielten Kinder als Opfer noch einmal eine mediale Rolle. Es ging um durch französische Soldaten vergewaltigte Jungen. Kinder taugen - sieht man mal von der Berichterstattung über "Jugend forscht" - vor allem für negative Schlagzeilen. Mal werden sie mißbraucht, was die größte Sauerei überhaupt ist, mal diskutieren Politiker darüber, wie viel Geld man in Kinder investiert.

Das alles ist mir gestern nochmals ziemlich übel aufgestoßen und ich bleibe dabei, Kinder sind eine gefährdete Spezies. Wenn das so ist, dann sind wir, die Deutschen, ebenfalls in unserer Existenz bedroht. Ob das nun wiederum so schlimm ist?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück - vielleicht mit Kindern am Tisch. 

 


Veröffentlicht am: 02.06.2015

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