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Morgengruß: Lotto

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Gestern wollte ich meinen Wochenendeinkauf erledigen - wann auch sonst. Wie üblich gab es in der Nähe des Supermarktes auch eine Lottoannahmestelle. Mich wunderte, dass davor so viele Leute standen. Ich hatte gar nichts von einem möglichen Supergewinn gelesen.

Die Leute standen da, wie Reisende bei einem Bahnstreik. Einige wirkten traurig, einige eher sauer und ich sah sogar so etwas wie Panik in den Augen einiger Lottospieler. Der Grund war ein handgeschriebener Zettel an der Lottannahmestelle. Darauf stand kurz und bündig "Lottoannahme zur Zeit nicht möglich".

Ich hatte den Eindruck, dass man viele Menschen mit so einem Zettel verunsichern kann. Ich hörte, wie die Leute sich unterhielten. Man tauschte sich aus, wo sich der nächste Lotto-Laden befindet, wie man da hin kommt und ob man da seine Tipps abgeben kann. Wie das ausging, kann ich nicht sagen. Als ich von meinem Einkauf kam, standen noch immer Menschen vor dem geschlossenen Lottoschalter und diskutierten.

Ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die Jahr für Jahr Lotto spielen, in Panik geraten, wenn sie ihren Tipp nicht abgeben können. Es könnte ja sein, dass gerade bei dieser Ziehung "ihre" Zahlen die richtigen sind, dass sie die Millionen Euro gewinnen.

Sicherlich werden sie nicht den mit 37.688.291,80 Euro höchsten Lotto-Einzelgewinn erzielte. Der ging am 7. Oktober 2006 an einen Spieler aus Nordrhein-Westfalen. Selbst wer "nur" 6 Richtige ohne Superzahl hat, kann mit Millionen Euro als Gewinn rechnen. Schließlich wurden am 4. Dezember 1999 in dieser Gewinnklasse 4,1 Millionen Euro ausgeschüttet.

Doch warum spielen 60 Prozent der Deutschen zumindest unregelmäßig Lotto? Wieso gaben 2013 rund 1,83 Millionen Personen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre monatlich 50 Euro und mehr für Lotteriespiele aus? Wieso sparen diese Leute nicht ihr Geld? Wer 40 Jahre lang monatlich 50 Euro zurück legt, hat am Ende - mögliche Zinsen nicht eingerechnet - mehr als 100.000 Euro. Bei monatlich 60 Euro sind es schon fast 125.000 Euro.

Schön und gut, aber Millionär wird man so sicherlich nicht. Das schaft augenscheinlich und mit wenig Anstrengung und Wissen nur der Lottospieler. Von 2003 bis 2013 konnten in Deutschland 1.201 Menschen über einen Millionen-Euro-Gewinn jubeln. Das sind nicht wirklich viele Menschen. Ich kenne zwar keine Statistik, aber ich bin mir sicher, dass es in diesem Zeitraum weit aus mehr Menschen zum Millionärsstatus schafften. Sie erbten oder verdienten sich das Geld selber.

Doch ich gebe zu, dass es schon verlockend ist, einfach so einen risigen Batzen Geld zu bekommen. Obwohl ich nicht spiele, denke ich häufiger darüber nach, was ich mit Millionen Euro machen würde. Das sollten auch alle Lottospieler machen, denn - so ist immer wieder zu lesen - gehen viele Lotto-Millionäre schnell wieder pleite. Und das, obwohl auf den eigentlichen Gewinn gar keinen Steuern zu zahlen sind.

Doch eine, auch fünf Millionen Euro sind schneller aufgebraucht, als man denkt. Klar ist eine Millionen viel, sehr viel Geld. Doch will man davon leben, darf man es angesichts von Niedrigstzinsen nicht allzusehr krachen lassen. Wer die nächsten 20 Jahre von der einen Millionen leben will, muss das Geld zusammenhalten. Dann stehen für die nächsten 20 Jahre Monat für Monat 4.166,66 Euro zur Verfügung. Na, dafür lohnt esw sich allerdings, auch zur nächsten Annahmestelle zu pilgern.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntags-Frühstück und heute den Jackpot.

 


Veröffentlicht am: 07.06.2015

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