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Mentales Training für Amateursportler

Von Doping keine Spur

Nicht nur Profi- und olympische Spitzensportler, sondern auch ambitionierte Amateure versuchen heute nach professionellen Maßstäben zu trainieren – bis hin zu den Schattenseiten im Sport, wie dem Doping.

Ein Puzzleteil, das dabei von Profis wie Amateuren zwar gesehen, aber in der Regel nicht genügend genutzt wird, ist der mentale Aspekt des Trainings.

Fragt man Athleten, Trainer oder die Eltern von jungen Sporttalenten nach der Wichtigkeit der mentalen Vorbereitung auf Wettkämpfe im Vergleich zum körperlichen Training, bekommt man von der überwiegenden Mehrheit die Antwort, dass mentale Aspekte mindestens so wichtig seien, wie das normale Training, wenn nicht sogar wichtiger.

Fragt man jedoch weiter – zum Beispiel nach der Gewichtung von körperlichem zu mentalem Training – erntet man oft das schulterzuckende Eingeständnis, dass natürlich das körperliche Training bei weitem überwiegt.

Wie groß die Unterschiede mit und ohne mentalem Training sein können, zeigt eine Studie, bei der die Gehirnströme von professionellen Pokerspielern gemessen und mit denen von Anfängern und weniger geübten Spielern verglichen wurden. Dabei waren die Profis nicht nur in der Lage, sich wesentlich länger zu konzentrieren, sondern sie konnten auch ihre Emotionen wesentlich besser unter Kontrolle hatten, als Anfänger oder ungeübte Spieler, was den Profis fast immer die entscheidenden Wettbewerbsvorteile brachte. Die Ergebnisse der Studie kann man sich Hier ansehen!

Gerechter Weise muss man sagen, dass alle mentale Vorbereitung nichts nützt, wenn die motorischen und körperlichen Fähigkeiten, wie Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer etc. nicht ebenfalls auf dem bestmöglichen Niveau sind. Aber bei ansonsten vergleichbarem Trainingsstand entscheidet der Kopf über Sieg oder Niederlage.

Dies hat zwei Gründe: Das richtige Mindset und die optimale mentale Stärke sorgen überhaupt erst dafür, dass ein Athlet 1.) das Maximum aus seinem körperlichen Training herausholen kann und 2.) am Tag des Wettkampfes ruhig und fokussiert bleibt, sowie den Druck der Wettkampfsituation aushält und selbst unter widrigen Umständen bzw. Stress seine optimale Leistung abrufen kann.

Zahlreiche Sportler erbringen zwar im Training hervorragende Leistungen, knicken jedoch im Wettkampf - also unter Druck und Stress – ein und werden von zum Teil weniger talentierten oder trainierten Gegnern besiegt.

Woher kommt dieser große Unterschied zwischen Training und Wettkampf? Die Antwort ist naheliegend: Nur die Wettkampfergebnisse zählen und der Kopf weiß das. Es gilt also den Stress des Wettkampfes in positive Energie umzuwandeln. Und genau das findet im Kopf statt.

Praktisch alle Menschen praktizieren in irgendeiner Form mentales Training – meist ohne sich darüber wirklich bewusst zu sein. Ob man versucht sich für ein Ziel zu motivieren, positiv zu denken, sich selbst anzufeuern, sich zu konzentrieren oder seine Emotionen unter Kontrolle zu halten – all dies sind Formen des mentalen Trainings.

Die Kunst ist es, diese Mechanismen bewusst und gezielt einzusetzen und ihnen – um wieder zum Sport zurückzukehren – denselben Stellenwert, wie dem körperlichen Training einzuräumen.

Dabei hilft es nicht, einfach nur positiv zu denken, sondern man muss ein ebenso schlüssiges mentales Trainingsprogramm erstellen und anwenden, wie dies beim physischen Training die Regel ist. Wie beim Körpertraining nützt es nichts, mental einfach drauflos zu trainieren. Plan- und Konzeptlosigkeit kann in beiden Welten sogar schädlich sein.

So kann man dabei vorgehen:

mentale Stärken und Schwächen analysieren und dabei auch Rückmeldungen von Trainern und Sportlerkollegen einholen die Psychologie des Sports verstehen lernen (siehe Buchempfehlung am Ende des Artikels) einen qualifizierten Sportpsychologen zu Rate ziehen

Natürlich sollte jeder Athlet – egal ob Profi oder Amateur – weiterhin an seiner Fitness und Technik arbeiten. Aber wer parallel dazu in gleichem Maße seine mentale Stärke trainiert, wird seine sportlichen Ziele einfacher erreichen und seine sportliche Leistung konstanter abrufen können.

Buchtipp:
Mentales Training
Das Handbuch für Trainer und Sportler von Hans Eberspächer, Professor für Sportwissenschaft und Sportpsychologie an der Universität Heidelberg

Foto: Testosteron-43815565 godfer-fotalia.com

 


Veröffentlicht am: 08.06.2015

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