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28.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Ärgerlich

Es geht um den Fußball

Fußball, das ist etwas, was jeder kann, bei dem jeder mitredet, bei dem jeder alles besser weiß. Das meinen zumindest sehr viele. Fußball ist aber auch, wenn man sich so richtig freuen, sich so richtig aufregen kann.

Aufregen kann man sich beim Fußball über sehr viel. Da sind die Spieler, der "eigenen" Mannschaft, da sind die gegnerischen Spieler. Noch lieber regt man sich über die Schiedrichter auf, denen man gern Blindheit nachsagt. Ihre Entscheidungen werden regelmäßig je nach Vereinsbrille bejubelt oder verdammt.

Aufregen kann man sich über Chaoten, zu hart oder zu weich reagierende Ordnungskräfte und Polizisten.

Richtig aufregen kann man sich selbstverständlich, wenn Spieler nicht ihre Leistung bringen, wenn sie auf dem Platz nicht das bringen, was wir von ihnen erwarten. Darüber konnte man sich auch gestern beim Kick unsere Nationalmannschaft gegen die der USA aufregen. Zuhause 1:2 zu verlieren, dass können eigentlich nur Trainer Jogi Löw und ARD-Moderator Gerd Gottlob irgendwie schön reden.

Und da ist dann auch das, was mich nicht nur beim Fußball so richtig auf die Palme bringt -die Schönredner, die in ihren Arbeitsverträgen auch Reporter genannt werden. Ein Beispiel gefällig: Gestern lobte Herr Gottlob das Spiel der deutschen Mannschaft. Ich sah allerdings einen Fehlpass nach dem anderen und kurz danach das 1:1 durch die USA.

Augenscheinlich lief bei mir im Fernsehen ein anderes Spiel, als das, welches Gerd Gottlob, aber auch Pausen-Moderator Matthias Opdenhövel und der so genannte Experte Mehmet Scholl sahen. Letztere sahen die Deutschen noch in der Halbzeitpause auf dem richtigen Weg, wagten nur ganz zaghaft mal einen kritischen Halbsatz, der jedoch gleich wieder relativiert wurde.

Ich frage mich bei den Sportreportern - nicht nur denen beim Fußball - ob die von den Vereinen, von den Sponsoren bezahlt werden. Ich dachte, dass zumindest die Mitarbeiter im öffentlich-rechtlichen Fernsehen durch unsere Rundfunkgebühren bezahlt werden. Warum dürfen die dann so häufig solchen Unsinn erzählen, die Dinge so unsäglich schönreden.

Mich würde auch einmal interessieren, wo man es lernt, Leistungen, beziehungsweise Nicht-Leistungen ständig so zu kommentieren, dass unter dem Strich ein Plus bleibt. So ist es gestern geschehen und so geschieht es Tag für Tag.

Ich frage mich allerdings auch, warum sich das die Fußball-, warum sich das die Sportfans gefallen lassen. Man stelle sich vor, so ein Sportfan verleiht sein Auto und bekommt es mit einer Beule in der Stoßstange zurück. Der Verursacher stellt sich hin und redet diese Delle schön: "Sieh mal, alle haben immer gesagt, Du fährst wie eine Schnecke. Nun kannst Du auf die Beule verweisen und erklären, da bist Du auf der Autobahn beim Überholen eines Porsche mit deinem Smart zu dicht aufgefahren". Ich gehe davon aus, der Beulen-Schönredner müsste sich anschließend sein blaues Auge schön reden.

Wieso lassen wir uns also das Gelaber der Sport-Schönredner gefallen?

So, nun habe ich mir meinen Frust von der Seele geschrieben und kann jetzt entspannt frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles und entspanntes Frühstück - vielleicht auf dem Balkon in der Sonne.

 


Veröffentlicht am: 11.06.2015

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