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Morgengruß von Helmut Harff: Zack, Zack

Wenn Preußen etwas in die Hand nehmen

Preußen und Berlin, das ist heute kein so einfaches Verhältnis. Man ist einerseits stolz auf sein preußisches Erbe, darauf, dass man pünktlich und zuverlässig, aber auch weltoffen ist. Man zeigt auch stolz seine Bauwerke und Sammlungen, die zumindest in der Preußenzeit entstanden sind oder begründet wurden.

Weniger stolz ist man auf das politische und militärische Tradition, auf den Stechschritt und Zack-Zack. Und doch, manchmal scheint es auch ganz gut, wenn es Zack, Zack geht. Ich meine hier die Bautätigkeit in Berlin. Nein, selbstverständlich nicht die Horrorbaustelle des Flughafens BER und auch nicht die Sanierung der Staatsoper.

Ich meine ein Symbol, vielleicht das Symbol des Preußentums in Berlin, das Stadtschloss der Preußenkönige. Das wird wieder erreichtet. Na, so ganz richtig ist diese Aussage nicht. Man baut einen Betonklotz in den Ausmaßen des alten Stadtschlosses und verkleidet drei Seiten des als Humboldt-Forum firmierenden Baus mit einer "Schlossfassade". So wird das historische Lindenforum Berlins zumindest optisch komplettiert.

So ein Bau ist vielleicht nicht so kompliziert wie der eines Flughafens, hat aber doch so seine Hacken und Ösen. Die scheinen hier aber nicht zu stören, denn wie schon lange angekündigt feiert man nun termintreu Richtfest. Wie zu lesen ist, laufen auch die Baukosten nicht aus dem Ruder. Berlin kann bauen und dabei keinen Rahmen sprengen. Ich hoffe, dass bleibt zumindest beim Stadtschloss/Humboldtforum so.

Die Hoffung ist nicht ganz unbegründet, denn weder der Bund, noch die Stadt sind die Bauherren. Diese Verantwortung hat die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum übernommen. In dieser Stiftung sitzen auch Politiker, aber eben nur auch. Vielleicht hat der Bauherr und alle anderen Beteiligten auch aus den unzähligen Fehlern beim Bau des BER gelernt. Zu wünschen wäre es.

Vielleicht gibt es aber auch noch einen anderen Grund: Die alte Schlossfassade soll aus Spendenmitteln finanziert werden. Dazu will man 105 Millionen Euro einsammeln. Das gelingt nur, wenn der Bau skandalfrei bleibt. Wie schwierig das mit dem Geld ist, zeigt die Tatsache, dass noch nicht einmal die Hälfte der Summe zusammen gekommen ist. Ich hoffe, dass das Richtfest einen richtigen Schub bringt.

Ja, das hoffe ich wirklich, denn ich habe mich von vornherein für das Projekt Schloss-Wiederaufbau und seine kulturelle Nutzung begeistert. Das dort nun Weltkultur präsentiert werden soll, passt einfach zu Berlin, der weltoffenen und doch irgendwie preußischen Stadt.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Wie wäre es, wenn alle Leser von genussmaenner.de jeden Tag 10 Cent für das Berliner Stadtschloss auf Seite legen? Das wären in einem Jahr rund 3 Millionen Euro. Eine stolze Summe.

 


Veröffentlicht am: 12.06.2015

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