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Sparfüchse gefragt

Es geht nicht um Geiz ist geil

Sonderangebote locken, Rabatte sorgen für Prozesse im Gehirn wie nach der Einnahme von Drogen. Geiz ist geil war eine der erfolgreichsten Werbeaktionen der vergangenen Jahre. Winter- und Sommerschlussverkäufe erfreuen sich immer wieder größter Beliebtheit. Die Werbung suggeriert uns, dass wir bei den ach so tollen Produkten viel Geld sparen können.

Sparen ist auch beim Kauf von Küchen, von Autos und beim Buchen von Reisen angesagt. Doch sparen wir wirklich? Sparen wir, wenn die Reise nicht wie (angeblich) 2.000 sondern nur 1.800 Euro kostet? Sparen wir beim Autokauf, wenn wir ein Zusatzpaket bekommen, das wir so ohnehin nie gekauft hätten? Sparen wir, wenn wir eine Küche - ein Ausstellungsstück - kaufen, die nicht wirklich in unsere Küche passt? Wie oft sehen wir erst viel zu spät, dass das Schnäppchen gar keines war?

Sparen, dazu hatten wir einst ein Sparbuch, später ein Festgeld- und ein Tagesgeldkonto. Da gab es Zinsen - also wirklich zusätzliches Geld. Und heute? Da hat man Glück, wenn man nicht zu viel Geld auf der hohen Kante hat. Ansonsten drohen Strafzinsen.
   
Kann man nun überhaupt nicht mehr sparen? Selbstverständlich kann man das. Das Geld liegt auf der Straße, beziehungsweise nur wenige Mausklicks entfernt. Doch viele, viel zu viele Menschen scheinen das noch immer nicht für sich entdeckt zu haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass beispielsweise nur 14 Prozent der Deutschen einen günstigeren Stromanbieter suchen, eventuell zu diesem wechseln wollen.

Auf Vermittlerportalen wie preis24.de, wechseln.de  oder toptarif.de hat man schnell raus, wie viel Geld man einfach dadurch sparen kann, in dem man den Anbieter wechselt. Ein Test bei wechseln.de  ergab zum Beispiel, dass man in Berlin auf Sicht von einem Jahr bei einem Verbrauch von 2.800 kWh/Jahr bis zu 280 Euro sparen kann.

Eine größere Familie, die 4.800 kWh/Jahr verbraucht, kann so bis zu 450 Euro sparen - und das pro Jahr. Man stelle sich vor, man legt das Geld für die Altersversorgung nur Jahr für Jahr über einen Zeitraum von 30 Jahren beiseite: Das sind allein 13.500 Euro. Das sind auf Zehnjahressicht Monat für Monat 112,50 Euro mehr Rente - und das nur, weil man sich immer den günstigsten Stromanbieter gesucht hat.

Schön, der Wechsel wird mit einem oder mehreren Boni versüßt. Doch warum sollen nur Banker und Topmanager von Stromanbietern Boni kassieren?

Das meint auch die Verbraucherzentrale Energieberatung. Der unabhängige Berater schreibt: "Wechseln ist einfach und ohne Risiko möglich. Damit haben Sie es selber in der Hand, Energiekosten zu sparen, die Umwelt zu schonen und Ihren Beitrag für mehr Wettbewerb im Strommarkt zu leisten. Sie brauchen sich nur einen neuen Stromanbieter zu suchen und mit diesem einen Vertrag abzuschließen. Alles Weitere erledigt der neue Versorger. Wechselkosten gibt es ebenso wenig wie ein Risiko, nach dem Wechsel ohne Strom dazustehen". Die Berater verweisen darauf, dass man keine langen Laufzeiten - maximal ein Jahr - vereinbaren sollte. So hat man alle zwölf Monate die Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln und auch die Boni zu kassieren. Dazu ist es notwendig, dass die Kündigungsfrist nicht mehr als einen Monat beträgt.

Allerdings sollte man sich nicht von der "Geiz ist geil"-Mentalität leiten lassen und auf Supersparangebote reinfallen. Die Verbraucherzentrale Energieberatung weist darauf hin, dass die Preise möglicherweise nicht kostendeckend kalkuliert sind. Zur Vorsicht wird auch bei Festpreisangeboten geraten.

 


Veröffentlicht am: 16.06.2015

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