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Morgengruß von Helmut Harff: Waterloo

Das Schlachtfeld reicht von München über Berlin bis Brüssel

Gestern feierte Europa - Frankreich sicherlich ausgenommen - den Sieg der Engländer unter General Wellington und die mit ihnen verbündeten Preußen unter Feldmarschall Blücher über die Franzosen unter deren Kaiser Napoleon Bonaparte. Seitdem ist die Redewendung „Sein Waterloo erleben“ ein Synonym für eine totale Niederlage.

Nun liegt - so ein Zufall - Waterloo nur zirka 15 km südlich von Brüssel. Dort erlebte - noch ein Zufall? - der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt in einem Fernduell sein Waterloo. Die dort ansässige Europäische Kommission ging als Sieger vom Schlachtfeld namens "PKW-Maut" in Deutschland. Während die Niederlage von Napoleon so nicht vorauszusehen war, so sicher war die des Maut-Generals Dobrindt und die seines bayrischen CSU-Königs Horst Seehofer.

Waterloo führte dazu, dass Napoleon abdanken musste. Man verbannte ihn auf die Atlantikinsel St. Helena. Was wird mit Seehofer und Dobrindt passieren? Abdanken müssten beide - und das sofort. Sollte man sie auch verbannen? Vielleicht nach Preußen? Lieber nicht. Dobrindt ist schon in Berlin und Seehofer will dahin. Wie wäre es mit Lampedusa. Auch nicht wirklich gut. Dann würde es bald eine Maut für Flüchtlingsboote geben. Wie wäre es mit Hiddensee? Ja, die Insel ist schön, sehr schön, aber sie ist nahezu autofrei!!! Außerdem ist hier die CDU mit 2,9 Prozent (Wahlergebnis 2014 laut Wikipedia) völlig ohne Einfluss.

Man könnte Verkehrsminister Alexander Dobrindt allerdings auch so lange bei Wasser und Brot in sein Berliner Ministerium sperren, bis er seine Arbeit gemacht hat. Was ich meine? Ein Mautgesetz vorlegen, dass von der EU nicht gleich wieder in die Tonne getreten wird. Er könnte zum Beispiel dafür sorgen, dass Autofahrer nicht ständig durch Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen ausgebremst werden. Wie oft fährt man an endlosen Baustellen entlang, auf denen kein arbeitender Mensch zu sehen ist? Er könnte dafür sorgen, dass Tag und Nacht gearbeitet wird. Wie wäre es, wenn Baubetriebe, die sich an Autobahnen und Bundesstraßen versuchen, für unnötige Sperrungen eine Maut - sprich eine Strafabgabe - zahlen müssten? Hier würde dann der Begriff Infrastrukturabgabe sinn machen.

Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen bremsen nicht nur den Verkehr und belasten damit auch die Umwelt, sie sind auch immer wieder Unfallschwerpunkte. Beides zu reduzieren, ist eine Aufgabe, die der Verkehrsminister in Angriff nehmen muss.

Dobrindt könnte seine Mitarbeiter, aber auch die CSU-Ausländermaut-Protagonisten einmal über die Straßen in seinem Verantwortungsbereich schicken. Die sollten dann alle Verkehrsschilder, vor allem die, die Geschwindigkeiten augenscheinlich sinnlos begrenzen, aufschreiben, um sie entfernen zu lassen. Dagegen hätte auch die EU sicherlich nichts und die CSU würde bei den Autofahrern punkten.

Vielleicht noch ein Idee, die so neu nun wirklich nicht ist: Dobrindt - als Verkehrsminister auch für die Bahn zuständig - könnte darauf drängen, dass mehr Wirtschaftsverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird. Das würde auch die Straßen schonen und man benötigte weniger Geld für deren Instandsetzungen. Ach so: Wenn die bundeseigene Deutsche Bahn nicht willens und in der Lage ist, mehr Güter zu transportieren, so gibt es vielleicht Unternehmen in China, Indien, Korea, Russland oder Griechenland, die das gern übernehmen würden.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und hole mir meine Brötchen mit dem Rad.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und hoffe, dass Ihnen ein persönliches Waterloo erspart bleibt.

 


Veröffentlicht am: 19.06.2015

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