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Aufgespießt: Ich bin ein Hetero

... und das ist auch gut so

(Helmut Harff / Chefredakteur) Gestern war CSD - der Christopher Street Day (CSD). Das ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Den begang man traditionell in Berlin mit einem riesigen Umzug, der sich als Demonstration versteht.

Ich sehe keinen Grund, warum Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender nicht für ihre gesellschaftliche Gleichstellung, gegen Diskriminierung demonstrieren sollen. Warum sich dabei viele Demonstrationsteilnehmer so "kleiden", dass man sie im normalen Straßenbild sofort wegen Erregung öffentlichen Ergebnisses verhaften würde, verstehe ich aber nicht. Wieso demonstriert man fast nackt? Sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender Menschen, die sich über äußerst knappe Bekleidung auszeichnen? Definiert sich die Gruppe nur über ihre Körper, über Sex?

Diese Frage stellte ich mir auch anlässlich einer Radiosendung in der ein Mann erläuterte, dass er zur Aufklärung über Homosexuelle in Schulen geht. Worüber klärt er da auf? Dass 70-jährige Schwule Viagra brauchen? Dass sich Schwule über Sex definieren? Das wird er wahrscheinlich nicht machen. Aber was erzählt er dann? Dass homosexuelle Männer häufiger auf ihren Körper, auf ihre Gesundheit achten, als heterosexuelle Männer? Erzählt der Mann, dass Homosexuelle häufig sensibler, modebewusster, intellektueller und eifersüchtiger als sogenannte "normale" Männer sind?

Doch was hat das mit Aufklärung zu tun? Worüber muss man Schülerinnen und Schüler aufklären, wenn es um Homosexuelle geht? Dass es unter denen, wie unter Heteros oder Bisexuellen und Transgendern A...löcher, Mörder und andere Kriminelle gibt? Dass ein homosexueller Freund einen mit seinen ständigen Eifersuchtsattacken in den Wahnsinn treiben kann?

Meine homosexuellen Kollegen und Freunde sind zwar keine Kriminellen und Mörder, aber ansonsten trifft alles, was ich gerade geschrieben habe, auf sie zu. Ich will damit sagen, dass Männer die Männer lieben und Frauen die Frauen lieben, ganz normale Menschen sind. Ich will sagen, dass die Mehrheit der Homosexuellen nichts mit den sich überaus freizügig gebenden Teilnehmern am CSD zu tun haben. Heteros und Homos unterscheiden sich nur darin, wen sie lieben. Sollen Sie!

Doch warum entsteht das mediale Bild, dass Homosexuelle fast Freiwild sind, dass sie noch immer - wie in der Nazizeit - einen rosa Winkel tragen müssen, dass sie die Außenseiter der Gesellschaft sind? Weil genau dieses Bild immer weiter gepflegt wird. Wieso gibt es gefühlt mehr Talkshows zum Thema Geschlechtsumwandlung als zum Thema Analphabetismus? 2012 gab es in Deutschland 1.124 Geschlechtsumwandlungen (Quelle: Statista) aber 7,5 Millionen funktionale Analphabeten (Quelle: "Leo. Level-One Studie"/Wikipedia). Man stelle sich einmal vor, die würden alle durch Berlin ziehen. Wie wäre es, wenn die 4,5 Millionen von Impotenz betroffenen Männer mit hängendem Geschlechtsteil durch das Brandenburger Tor ziehen würden?

Während man ziemlich genau zu wissen glaubt, wie viele Männer mit ihrer Potenz Probleme haben, gibt es kaum Zahlen dazu, wie viele Menschen sich vom gleichen Geschlecht angezogen fühlen, also homo- oder bisexuell sind. Legt man eine Bevölkerungszahl in Deutschland von 80 Millionen zugrunde, so ergibt sich eine Zahl von etwa 2,2 Millionen Männer und Frauen, die sich zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen. Das sind 2,8 Prozent der Bevölkerung. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist eine Randgruppe, die in den allermeisten Fällen genauso unter uns lebt wie jeder andere auch. Warum auch nicht! Es gibt ja auch heterosexuelle Paare, in denen der eine sehr devot ist, in der ein sehr großer Altersunterschied besteht, die regelmäßig in den Swingerclub gehen, die gern Sex in der S-Bahn haben. Was würde passieren, wenn die alle die gleiche mediale Aufmerksamkeit erleben wie Homosexuelle? Die Griechenlandkrise wäre nur noch eine kleine Randnotiz. Aber vielleicht ist ja gerade das gewollt.

Noch eins: Ich finde - nicht nur als Preuße - dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll. Ich finde, es geht niemand etwas an, wer wen liebt. Das schließt Pädophilie selbstverständlich nicht mit ein.

 


Veröffentlicht am: 29.06.2015

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