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Flieger gelandet – Koffer weg

Was sollten Reisende tun, wenn ihr Gepäck verloren geht?

So mancher Urlauber hat es schon einmal erlebt: Nach einer langen Flugreise und endlosem Warten in der mittlerweile leeren Ankunftshalle des Flughafens schaltet sich das Gepäckband ab. Den eigenen Koffer hat es nicht gebracht. Ärgerlich, denn neben Kleidung und Toilettenartikeln befinden sich meist auch noch Fotoapparat, Lesestoff und weitere persönliche Gegenstände darin.

Laut dem Lufttransport-IT-Unternehmen SITA kamen 2014 weltweit 24,1 Millionen Gepäckstücke verspätet, beschädigt oder gar nicht am Zielort an. Wie Urlauber vorsorgen können, damit sie nicht zu den Betroffenen gehören und was im Verlustfall zu tun ist, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung).

Am Urlaubsort ankommen und der eigene Koffer ist unauffindbar: Allein die Vorstellung ist für die meisten ein Albtraum. Was können Reisende im Vorfeld beachten, um einen Gepäckverlust zu vermeiden?
Birgit Dreyer:
Wichtig ist zunächst, rechtzeitig einzuchecken. Beim Check-In befestigen die Mitarbeiter der Airlines an jedem Koffer einen sogenannten Baggage-Tag. Dieser Anhänger macht das Gepäckstück für die Fluggesellschaft identifizierbar. Der Passagier erhält dazu einen entsprechenden Beleg. Anhänger und Beleg sollte der Reisende genau kontrollieren. Denn Verwechslungen und Fehler beim Einchecken sind laut SITA häufige Gründe, warum ein Koffer nicht mehr auftaucht. Um Missverständnisse zu vermeiden, empfiehlt es sich auch, alte Gepäckanhänger von zurückliegenden Reisen im Vorfeld vom Koffer zu entfernen.

Wichtig für eine spätere Zuordnung des Gepäckstücks: den Koffer individuell markieren und einen Anhänger mit vollständiger Adresse sowie der des Zielortes daran befestigen. Hilfreich ist auch, die Adressinformationen zusätzlich auf einem Zettel im Koffer zu hinterlegen, falls der Adressanhänger abreißt. Und: Urlauber sollten sich vorab über die Sicherheitsvorschriften für das Reisegepäck informieren. Fällt das Gepäckstück bei der Sicherheitskontrolle auf, weil es zum Beispiel Streichhölzer, Feuerwerkskörper oder Selbstverteidigungsspray enthält, kann das zu Verzögerungen führen – und im schlimmsten Fall dazu, dass der Koffer nicht mehr rechtzeitig ankommt.

Was ist zu tun, wenn der Koffer trotzdem verloren geht?
Birgit Dreyer:
Theoretisch hat der Passagier 21 Tage Zeit, bei der Airline den Gepäckverlust anzuzeigen. Allerdings dreht sich die Beweislast um, sobald der Reisende den Flughafen verlassen hat. Schließlich könnte der Koffer ja auch bei der Weiterfahrt verloren gegangen sein. Reisende sollten deshalb noch am Flughafen die Airline oder den Reiseveranstalter informieren. An jedem Airport gibt es sogenannte Lost-and-Found-Schalter. Wenn die Nachforschung am Schalter erfolglos bleibt, müssen Betroffene ein Verlustprotokoll ausfüllen. Davon erhält der Passagier eine Kopie mit einer Referenznummer. Übrigens: Die meisten verloren gegangenen Gepäckstücke tauchen innerhalb von 48 Stunden wieder auf.

In welchen Fällen hilft eine Reisegepäckversicherung?
Birgit Dreyer:
Grundsätzlich hilft eine Reisegepäckversicherung immer dann, wenn das mitgeführte Gepäck während einer Reise abhandenkommt oder beschädigt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es gestohlen wird, der Schaden die Folge eines Unfalls ist oder ob das Gepäck einfach nicht wieder auftaucht. Voraussetzung ist aber, dass das Gepäck im Gewahrsam eines Beförderungs- oder Beherbergungsbetriebes oder einer Gepäckaufbewahrung ist. Das heißt, wenn der Reisende seinen Koffer aus Versehen irgendwo stehen lässt und vergisst, dann ist das sein eigenes Verschulden.

Der Versicherer erstattet ansonsten den Zeitwert des Gepäcks oder bei beschädigten Sachen die Kosten einer Reparatur. Wenn das Reisegepäck verspätet am Zielort ankommt, erhalten die Betroffenen einen Teil der Auslagen für Ersatzkäufe, wie etwa Kleidung und Toilettenartikel, zurück. Zwar kommen zum Teil auch die Airlines für Ersatzkäufe auf. Allerdings sind die Regelungen bei den einzelnen Fluggesellschaften sehr unterschiedlich. Immer gilt: Reisende sollten unbedingt die Kaufbelege von Ersatzwaren aufheben!

 


Veröffentlicht am: 02.07.2015

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