Startseite  

17.08.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Karlsruhe zum Stadtjubiläum

Ein Städtreisetipp von Jörg Raach

Es lohnt sich, in diesem Sommer in die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs zu reisen. Karlsruhe bietet zu ihrem 300. Stadtgeburtstag attraktive Ausstellungen und einen bunten Reigen von Veranstaltungen.

Zentrum der Veranstaltungen ist das Schloss. Mitten im Hardtwald, damals noch eine undurchdringliche Wildnis, beschloss der Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach 1715 seine neue Residenz zu erbauen. Im Mittelpunkt der Schlossanlage wurde ein achteckiger Turm errichtet – der geometrische Mittelpunkt des symmetrisch geordneten Ganzen. Von diesem Konzentrationspunkt gehen strahlenförmig 32 Straßen und Wege wie die Strahlen der Sonne aus.

Jetzt ist hinter dem Schloss als zentraler Art für Veranstaltungen ein architektonisch herausragender Pavillon errichtet worden. In dem temporären Leichtbau aus miteinander verbundenen Holzelementen erwartet die Besucherinnen und Besucher vom 17. Juni bis zum 27. September 2015 ein abwechslungsreiches Programm, von außergewöhnlichen Konzerten, Workshops und Kabarett über hochkarätig besetzte Podiumsdiskussionen bis hin zu Großevents wie dem Landesjazzfestival Baden-Württemberg und der Tanz-Akrobatik-Show „Young Urban Moves“.

Vor dem Schloss finden während des gesamten Festivalsommers bis 26. September die Schlosslichtspiele statt. Vom renommierten ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, ausgewählte internationale Künstlergruppen werfen nach Einbruch der Dunkelheit avancierte Video-Mappings auf die Schlossfassade, Bilder, die exakt auf die Architektur Bezug nehmen und interaktive Möglichkeiten einbeziehen, in einmaliges Erlebnis.

Der Ausblick vom Schlossturm auf die Strahlenstraßen beeindruckte übrigens auch den späteren US Präsidenten Thomas Jefferson bei seinem Besuch in Karlsruhe. Er zeichnete eine Skizze vom Stadtgrundriss und sandte diese an den bekanntesten Städteplaner seiner Zeit, Pierre L’Enfant, der sich davon für den Grundriss der amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. inspirieren ließ.

Ein besonderes Kulturerlebnis erwartet die Besucher in Karlsruhe im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, dem deutschen “Centre Pompidou“: Das erste interaktive Museum der Welt lädt zum Mitmachen und Staunen ein. Mit dem Medienmuseum, dem Institut für Bildmedien, dem Institut für Musik und Akustik und den Abteilungen Grundlagenforschung und Institut für Netzentwicklungen gilt das ZKM als weltweit größte Kulturfabrik. Die einzigartige Atmosphäre der riesigen Lichthöfe einer ehemaligen Munitionsfabrik bringt Kunstinteressierte aus aller Welt nach Karlsruhe.

Die unmittelbare Nähe zu Frankreich zeigt sich überall in Karlsruhe: Hier werden Genuss und Gaumenfreuden groß geschrieben. Mehrere Restaurants in Karlsruhe haben sich auf hochkarätiges badisches Essen spezialisiert wie das „Anders auf dem Turmberg“ auf dem Karlsruher Hausberg „Turmberg“, die „Alte Schmiede“ im historischen Stadtteil Durlach, die „Künstlerkneipe“, die neben Kulinarischen auch Matineen und Konzerte bietet, sowie die „Oberländer Weinstuben“, die eine hervorragende Auswahl an badischen Weinen aus der Karlsruher Region kredenzen.

Auch ansonsten hat man die Qual der Wahl beim Ausgehen in Karlsruhe: Die Stadt bietet alles, was man sich als Nachtschwärmer wünschen kann. Traditionelle Hausbrauereien wie das „Vogelbräu“, „Wolfbräu“, die „Hoepfner-Burg“ oder das „Badische Brauhaus“ bieten deftige Hausmannskost, während die Szene-Cafés rund um den Ludwigsplatz großstädtisches Flair vermitteln. Ansonsten gilt auch hier: Karlsruhe ist eine „Outdoor“-Stadt, mit den ersten Sonnenstrahlen zieht es die Gäste ins Freie und an allen Ecken gibt es Biergärten.

Die Staatliche Kunsthalle gehört zu den ältesten und bedeutendsten Museen Deutschlands. 1846 eröffnet, ist die Kunsthalle eines der wenigen, in großen Teilen ihrer alten Substanz und Ausstattung original erhaltenen frühen deut­schen Kunstmuseen. Sie verfügt über drei historische Gebäude am Rande des Botanischen Gartens, einem der schönsten Orte in Karlsruhe. Bis 6. September ist hier die Große Landesausstellung über Karoline Luise von Baden (1723-1783) zu sehen: „Die Meistersammlerin“. Sie entführt die Besucher in die Zeit der Aufklärung und zugleich in die Frühzeit der Stadt Karlsruhe. Die Entwicklung der Stadt zu einem Ort der Wissenschaften und der Künste wurde maßgeblich von dieser bedeutenden Markgräfin bestimmt. Die Kunsthalle besitzt noch 150 Gemälde aus Karoline Luises Besitz, Schwerpunkte sind so unterschiedliche Künstler wie der Realist Jean-Etienne Liotard und der Fantast Francois Boucher. Zur Ausstellung sind zusätzlich hochkarätige internationale Leihgaben zu sehen, u. a. ein Rembrandt-Porträt.

Die Große Landesausstellung „Karl Wilhelm 1679 – 1738“ im Karlsruher Schloss wird bis 18.10.2015 erstmalig eine historische Persönlichkeit der Frühen Neuzeit ins Rampenlicht gerückt: der Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach.

Vor genau 300 Jahren legte der badische Fürst an einem noch unbebauten Ort in der Rheinebene den Grundstein zu seiner neuen Residenz und gab damit zugleich den Startschuss für die Gründung der Stadt Karlsruhe. Von seinem Sitz in „Carols-Ruhe“ aus lenkte der Landesfürst 29 Jahre lang die Geschicke seines Landes. Die Ausstellung „Karl Wilhelm 1679 – 1738“ zeichnet ein ganz persönliches Portrait des ehrgeizigen Markgrafen, beleuchtet seine Reformen sowie die Bedeutung Karlsruhes auch über die Grenzen hinaus.

Die dritte große Jubiläumsausstellung widmet sich Friedrich Weinbrenner (1766–1826) (Städtische Galerie Karlsruhe, bis 4.Oktober 2015). Friedrich Weinbrenner zählt zu den großen Baumeistern und Stadtplanern des Klassizismus. Wie kein anderer hat er das Erscheinungsbild seiner Heimatstadt Karlsruhe geprägt. Als Leiter der großherzoglichen Bauverwaltung formte er die Architektur in ganz Baden, von der Dorfkirche über Schulhäuser, landwirtschaftliche Güter und Forsthäuser bis hin zur Architektur der Kurbäder. Weinbrenners Stil in Anlehnung an die römische Antike, an Palladio und die französische Revolutionsarchitektur machte Schule. Aus ganz Deutschland strömten angehende Architekten in seine Bauschule.

Die Deutsche Bahn bietet für die Besucher des Karlsruher Festivalsommers günstige Fahrten nach Karlsruhe und zurück: der Sparpreis Kultur ermöglicht die Bahnfahrt nach Karlsruhe innerhalb von drei Tagen hin und zurück im ICE ab allen Bahnhöfen in Deutschland in der 2. Klasse ab 39 Euro.

Autor: Jörg Raach

Weitere Informationen und Bildnachweise unter: www.ka300.de und www.karlsruhe-tourismus.de/Stadtgeburtstag-2015

 


Veröffentlicht am: 07.07.2015

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit