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29.06.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Familienbande

… sind längst nicht mehr so eng geknüpft

Blut ist dicker als Wasser – mit diesem Satz will man ausdrücken, dass Familie über alles geht. Doch stimmt das heute noch? Was ist Familie heute noch für uns?

Klar, Familie, das sind die Eltern, die Großeltern, die Geschwister. Doch Stop: Ist das alles die Familie, die dicker als Wasser ist? Manche haben mehr Eltern als notwendig und daher auch diverse Omas und Opas. Auch die Zahl der Geschwister übersteigt oft die Zahl der Brüder und Schwestern, mit denen sich eine Blutbande verbindet.

In Zeiten von Patchworkfamilien, Lebensabschnittsgefährten oder anderen Formen von Partnerschaften ist das mit der Familienbande, mit der Blutsverwandschaft längst nicht mehr so eindeutig wie noch vor einhundert Jahren. Da kommt es schon vor, dass auch Wasser dicker als Blut sein kann. Unter all den zeitweisen Familienmitgliedern kann man sich ja die aussuchen, die einem am besten gefallen. Da ist das Kind lieber beim übernächsten Mann der Mutter, als beim leiblichen Vater. Da ist Omi III. Viel cooler als Omi I.. Der Stiefbruder aus der zweite Ehe des Vaters steht einem viel näher als der Bruder, den die eigenen Eltern einst zeugten.

Solche Familienkonstellationen können ganz schön kompliziert und verworren sein. Doch es gibt auch andere Dinge im Leben, die so etwas wie Familienleben schwierig lebbar machen. Geschiedene Eltern, Kinder, die irgendwo in der Welt – und seien es nur 100 Kilometer weit weg – lernen, studieren oder ihre Brötchen verdienen. Das eingebunden sein in den Job – all das belastet ein Familienleben ungemein. Man sieht sich viel zu selten, weiß fast nicht mehr, wie der andere tickt, was in bewegt, ihn bedrückt. Man will ja die anderen Familienmitglieder nicht mit seinen Problemen belasten.

Doch es geht auch anders, wie ich gerade wieder einmal bei meinem Besuch im 5-Sterne-Hotel und Spa „Klosterbräu“ im Tiroler Ort Seefeld erleben durfte. Das ehemalige Kloster mit dem Hotel, seinen Ländereien und Immobilien befindet sich in der sechsten Generation in Familienbesitz. Das aus dem ehemaligen Kloster das geworden ist, worüber sich auch das thailändische Königspaar und andere Gäste freuen, hat nur einen Grund – die Familienbande.

Neben der Oma, die nicht mehr geschäftlich aktiv ist, arbeiten im Hotel die Mutter des heutigen Bosses  Alois Seyrling, seine Schwestern, teilweise deren Männer, die Frau und der Schwiegervater von Alois im Hotel mit. Ob das immer einfach und in vollster Harmonie verläuft? Zumindest gegenüber dem Gast sieht es wirklich so aus. Dass man sich zumindest immer wieder auf einen gemeinsamen Nenner verständigt, das wird jedem Gast ganz schnell deutlich. Nur so ist der überaus freundliche, aber auch unkomplizierte Umgang mit dem Gast möglich. Das strahlt auf jeden Mitarbeiter ab.

Ohne funktionierende Familienbande ist so ein Haus über sechs Generationen hinweg nicht zu führen. Schließlich geht es hier auch um viel Geld, um ständig neue Investitionen und beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft ziemlich schnell auf. Doch die Familie Seyrling schafft es augenscheinlich, dass genau dies nicht passiert.

Es gibt viele solcher Familienbetriebe in diesem Land, die genau deshalb so gut funktionieren, weil eben Blut dicker als Wasser ist. Wer da meint, Familie – in welcher Konstellation auch immer – sei nicht mehr wichtig, sei ein Auslaufmodell, werde überbewertet, der sehe sich solche Familienbetriebe wie das Klosterbräu einmal näher an. Sicherlich ändert sich dann seine Meinung zu diesem Thema. Das ist zu hoffen, denn viele merken erst wie wichtig Familie ist, wenn sie irgendwo alleine leben und sich von der Familie niemand um sie kümmert.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und dann geht es auf die Fashion Week. Schließlich ist Modewoche in Berlin.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück – hoffentlich im Kreise der Familie.

 


Veröffentlicht am: 07.07.2015

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