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26.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Männerbeine

… sind längst nicht immer sehr ansehnlich

Es gab Zeiten, da bewunderte man nicht die Frauen, sondern die Männer für ihre Beine. Das war zu Zeiten des französichen Sonnenkönigs. Ludwig der 14. war unter anderem für seine schönen Beine bekannt. Wie wir wissen, hat sich die Betrachtungsweise geändert.

Viele meinen, es ist auch gut so, dass heute die Damenwelt Bein zeigt und nicht die Männer. Allerdings hatte der selbstverliebte König einen Vorteil: Er trug Pantalons und darunter sah man nicht, wie behaart seine Beine waren.

Der moderne Mann hat es da schon schwieriger. Will der modisch auf der Höhe der Zeit sein und somit dem Vorbild vom Franzosenkönig folgen, muss er gepflegte Beine vorzeigen können. Geht man über die Modemessen oder auf die Schauen wie gestern auf die von Sopopular, dann wird schnell deutlich, dass der Trend zur kurzen Hose geht. Dabei trägt der modische Mann die nicht nur beim Strandurlaub, auf dem Boot oder dem Tennisplatz. Kurze Hosen werden zum Jackett – also auch im Büro, zum Stadtbummel, ins Konzert oder auch zur eigenen Hochzeit getragen.

Allerdings haben die kurzen Hosen nicht viel mit denen gemeinsam, die Männer bei den gerade herrschenden Sommertemperaturen zu Sandalen und weißen Söckchen tragen (schüttel, schüttel). Sie sehen nicht aus, wie die Outdoor-Revival-Hosen oder die von US-Marines im Tropeneinsatz. Die modernen kurzen Hosen orientieren sich mal an Jogginghosen, mal an Chinos und mal an Anzughosen.

Nun soll es sich ja schon vor Jahren eingebürgert haben, dass Männer sich die Beine rasieren und die wie die Damenwelt mit verschiedenen Tinkturen pflegen. Im alltäglichen Straßenbild ist davon ebenso wenig zu sehen, wie am Strand oder in den City-Strandbars. Überall – von wenigen Ausnahmen abgesehen - haarige Angelegenheiten.

Die neue Mode verpflichtet nun den modebewussten und modemutigen Mann, sich seiner Beine und deren Pflege anzunehmen. Haare haben da ebenso wenig zu suchen wie Pickelchen und Mitesser. Gott sei Dank muss Mann sich ja nicht gleich der Schmerzen verursachenden Heißwachsmethode bedienen. Einfach einen halbe Stunde früher aufstehen und nicht nur das Gesicht, sondern auch die Beine glatt schaben.

Ich habe aber das ungute Gefühl, dass bei mir viele Männer in kurzen Hosen – wie schon heute – eher Brechreiz denn Bewunderung hervorrufen werden. Jeder kann kurze Hosen tragen, aber nur wenige sollten es tun. Warum gerade ältere oder gern auch alte Männer ihre alles andere als ansehnlichen Waden zeigen müssen, bleibt deren ewiges Geheimnis. Kurze Hosen außerhalb von Stränden und der eigenen Yacht sollten jungen, trainierten Männern vorbehalten bleiben. Mann kann sich ja so jung fühlen wie er will – seinen Beinen sieht man in aller Regel an, dass er das nicht mehr ist.

Kurze Hosen und Bierbauch, dass ist mindestens genauso schlimm wie eine Frau mit Konfektionsgröße 60 in oben schon einmal angesprochenen Pantalons unterm Minirock. Manchmal wünsche ich mir eine Modepolizei. Die könnte dann dafür sorgen, dass mir nicht immer wieder die Augen beim Anblick solcher Modesünden tränen und sich mein Magen umdreht.

Solcher Art von modischen Sünden werde ich heute auf den verschiedensten Modeevents nicht sehen. Allerdings gibt es auch dort viele modische Entgleisungen zu bewundern. Frau und Mann tun eben von Zeit zu Zeit nahezu alles, um aufzufallen. Das gelingt in fast 100 Prozent der Fälle. Ich finde, Mode ist zumindest auch dazu da, sich aus der Masse herauszuheben. Dem einen gelingt das mit kurzen Hosen, dem andern mit anderen modischen Erscheinungen, über die ich mich hier demnächst auslassen werde

Ich mache mich jetzt auf zum einem Mode-Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Übrigens: Manchmal ist es besser, nicht jede Mode mitzumachen.

 


Veröffentlicht am: 08.07.2015

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