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Morgengruß von Helmut Harff: 24000 Euro

Die reichen Griechen

Griechenland ist in der Krise! Griechenland ist Pleite! Wir müssen Griechenland helfen! Die Griechen leiden! Hunger in Griechenland! Hilfspakete für Griechenland! Staatspleite in Griechenland! Sie kennen all diese und noch viel mehr Schlagzeilen, wenn es um Griechenland geht.

Gestern hatte ich den Eindruck, dass sich die Sonne, dass sich die Erde, dass sich Europa allein um Griechenland dreht. Ehrlich, ich kann diese ganzen sogenannten Berichte über die Griechenlandkriese nicht mehr sehen und hören. Noch mehr auf den Keks gehen mir die Massen von sogenannten oder auch selbst ernannten Experten, die ihren Senf auf allen Kanälen, in allen Medien dazu geben müssen. Ich hoffe, dass dafür kein Cent meiner Rundfunkgebühren ausgegeben wird.

Doch warum all die Aufregung um die armen Griechen? Die können doch gar nicht so arm sein. Wie Wikipedia zu entnehmen ist, erhielt in den vergangenen fünf Jahren jeder Grieche über das erste und zweite Hilfspaket rund 24.000 Euro. Das sind 4.800 Euro im Jahr oder 400 Euro im Monat. Die hätte ich auch gern - die Griechen übrigens auch.

Von den knapp 240 Milliarden Euro, die da geflossen sind, hat der sprichwörtliche kleine Mann allerdings so gut wie nichts abbekommen. Damit wurden Banken saniert, der Staat am Leben gehalten, der Militärhaushalt finanziert - und was man mit so viel Geld noch unsinniges tun kann.

24.000 Euro in fünf Jahren, darüber hätte sich sicherlich jeder sehr gefreut. Es aber an jeden auszuzahlen ist genauso falsch, wie damit den Staat am Leben zu erhalten, damit zuvor gemachten Schulden zu begleichen und Banken künstlich am Leben zu erhalten.

Man stelle sich mal vor, die USA hätten 1948 die 12,4 Milliarden Dollar aus dem Marshallplan ausgezahlt. Europa - Westeuropa - hätte sich viel schwieriger von den Folgen des 2. Weltkrieges erholt. Ganz sicher hätte es das deutsche Wirtschaftswunder der 1950ger Jahre nicht gegeben. Damals baute man die zerstörten Länder, die Infrastruktur und die Wirtschaft wieder auf - mit auf heutigem Stand hochgerechneten rund 130 Milliarden Dollar. Vor allen die Bundesrepublik Deutschland profitierte von dieser Hilfe. Auch die USA ging an dieser gewaltigen Summe nicht in die Knie - sie stieg zur Wirtschafts-Supermacht auf.

Und heute überweisen wir in fünf Jahren an Griechenland 240 Milliarden Euro und dort passiert nichts. Kein Wunder, schließlich ist das Geld gar nicht für den Aufbau einer nationalen Wirtschaft, einer schlankeren und korruptionsfreien Verwaltung, einer tiefgreifenden Rechtsreform, dem Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung und -fandung gedacht. Ich habe den Eindruck, man will Griechenland gar nicht aus der Schuldenfalle entlassen. Ich habe den Eindruck, man will Hellas als billige Urlaubsdestination, als Absatzmarkt erhalten, als konkurrierenden Wirtschaftsstandort aber nicht. Ist doch toll, wenn man hier in der Ägäis billig seine Yacht anbinden kann, wenn ein 5-Sterne-Urlaub auf einer der Urlaubsinseln billiger als ein Ballermann-Urlaub ist.

Griechenland kann man nur helfen - dass wissen wir Deutschen in Ost und West - wenn man die Wirtschaft fördert, wenn man dafür sorgt, dass die Menschen eine Perspektive haben. Wir, unsere Regierung muss damit aufhören, an der Krise Griechenlands zu verdienen. Die müssen für jeden Kredit satte Zinsen zahlen. Vielleicht will so unser Finanzminister mit dem Abbau des deutschen Schuldenbergs voran kommen ohne das wir eine finanzielle Kröte schlucken müssen. Letzteres überlassen wir lieber den Griechen.

Nun mache ich mir mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 15.07.2015

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