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Harff trifft: Marlene von Steenvag

… eine Frau mit einer Berufung


Sexuelle Emanzipation und Burlesque im Speziellen sind derzeit boomende Themen. Das Glamoröse, das Geheimnisvolle aber auch das Anrüchige verkörpert derzeit niemand mehr im Show-Biz als Marlene von Steenvag.

Für Referenzen/Firmen wie BMW, Google, Lasson Champagner, Aston Martin, L'Oreal, St. Germain, Berliner Pilsener und der Film "Die Banklady" hat die "Queen of Burlesque"bereits performt oder in Werbungen gemodelt. Gleichzeitig ist Marlene von Steenvag auch eine der zwei Veranstalterinnen des internationalen Berlin Burlesque Festivals, das dieses Jahr seine dritte und spektakulärste Auflage erlebt. Frau von Steenvag ist neben der Performance ihrer Shows auch als Literaturwissenschaftlerin ein kompetenter Gesprächspartner. genussmaenner.de-Cherfedakteur Helmut Harff traf sich mit der Tänzerin und Unternehmerin im sonnigen Berlin.

Frau von Steenvag, das ist wie ich vermute, nicht ihr richtiger Name. Deshalb gleich eingangs die Frage: Wie alt ist Marlene von Steenvag.
Marlene von Steenvag:
Kein Problem, ich bin 34.

Wir haben uns hier im Prenzlauer Berg zum Interview verabredet, weil ich von Ihnen  eine Mitteilung zum THE THIRD INTERNATIONAL BERLIN BURLESQUE FESTIVAL  bekam. Burlesque, das ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln, für einige so etwas wie Striptease und für andere Schweinskram. Was ist es für Sie?
Marlene von Steenvag:
Für mich ist es eine wundervolle und schon recht alte Form der Unterhaltung, in der es gerade nicht darum geht, sich einfach auszuziehen, irgend jemand anzumachen. Ich habe das schon einmal so erklärt: Man nimmt einen Teil seiner Persönlichkeit, legt eine Lupe darauf, vergrößert alles und karikiert das Ganze auch noch. Heraus kommt eine tänzerische Show. Im Glamour Burlesque ist das z.B. das Spiel mit den Handschuhen, dem Fächer, mit den immer sehr schönen Kleidern, den Augen und dem ganzen Körper.

War Ihnen das alles in die Wiege gelegt?
Marlene von Steenvag:
(Lacht) Nein, ganz und gar nicht. Ich komme aus einer Akademikerfamilie und habe Literaturwissenschaften und Linguistik studiert. Damit wurde ich allerdings nicht glücklich und ich ging nach London auf die Schauspielschule.

Dort wird auch Burlesquetanz unterrichtet?
Marlene von Steenvag:
(lacht – die Frau lacht gern ist aber keineswegs albern) Nein, das nicht, obwohl London schon die Bourlesque-Hochburg ist.

Wer war dann Ihre Lehrmeisterin?
Marlene von Steenvag:
Ich.

Wie kam es dazu?
Marlene von Steenvag:
Um mein Studium zu finanzieren, jobbte ich in  einem französischen Café, das einer ziemlich exzentrischen Geschäftsführerin gehörte. Dort gab es immer Live-Jazz. Einmal fielen die Jazzmusiker, die dort spielten, aus und sie fragte mich, ob ich nicht einspringen kann, schließlich studiere ich ja Schauspielerei. Ich überlegte, was ich machen kann und dachte daran – vor allem um Zeit zu füllen - mich auf der Bühne umzuziehen. Das war dann mein erster, wenn auch noch nicht perfekter Burlesqueauftritt.

Ist es  ein Schock für die Familie, wenn eine Tochter aus gutem Haus so etwas macht?
Marlene von Steenvag:
Nein, ganz und gar nicht.

Wie ging es weiter?
Marlene von Steenvag:
Ich kam von London nach Berlin und es gab hier keine Burlesqueszene, weder in Berlin, noch sonst wo in Deutschland. Ich musste erst einmal Aufklärungsarbeit leisten und mache das zum Teil noch heute.

Die scheint sich auszuzahlen, denn es gibt immer mehr Events.
Marlene von Steenvag:
Das stimmt und das freut mich selbstverständlich sehr.

Was ist das eigentlich für ein Publikum, das zu Ihren Auftritten oder denen anderer Tänzerinnen kommt?
Marlene von Steenvag:
Das Spektrum ist sehr breit, aber es ist immer ein sehr nettes Publikum.

Keine Spanner oder andere verrückte Typen?
Marlene von Steenvag:
Nein, die Männer sind solche, die starke Frauen lieben und die Frauen im Publikum sind ohnehin selbstbewusst.

… und häufig fast genauso ausgefallen angezogen und frisiert, wie die Tänzerinnen auf der Bühne.
Marlene von Steenvag:
Ja, das stimmt und freut mich. Die geben viel Geld für ihre Klamotten aus und stylen sich stundenlang.

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Veröffentlicht am: 29.07.2015

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