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25.05.2017

 

 

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Keschdezauber an der Südlichen Weinstraße

Von kulinarischen Kastaniengenüssen und farbenfrohen Wandertouren

In Deutschland einzigartig, wird an der Südlichen Weinstraße alljährlich im Herbst ausgiebig die Zeit der Esskastanie, die sogenannte „Keschdezeit“, zelebriert.

Kulinarisch kann die glänzende, dunkelbraune Nuss als Keschdesuppe oder -saumagen zum Glas Neuen Wein, geröstet aus der Tüte auf einem der zahlreichen Kastanienfeste oder als Augenschmaus bei einer Wanderung im bunten Kastanienwald genossen werden. Als Rahmenprogramm rund um die Pfälzer „Keschde“ locken jede Menge Wein- und Federweißenfeste für Einheimische und Gäste.

Herbstzeit = Keschdezeit


„Die Kastanie ist des südlichen Klimas bester Zeuge." Bereits König Ludwig I. schätzte die Frucht und ließ hunderte von Edelkastanien rund um seine Sommerresidenz Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben anpflanzen. Doch schon die Römer brachten das mediterrane Gewächs zusammen mit dem Wein in die Pfalz. Bereits im Frühsommer zieht sich ein hellgelb leuchtender Streifen am Haardtrand entlang, denn dann blühen die Esskastanien und verströmen einen betörenden süßlichen Duft. Die mediterranen Bäume reihen sich hier so dicht aneinander wie sonst kaum nördlich der Alpen. Hinzu kommt das milde Klima der Pfalz, dass die Bäume gut gedeihen lässt. Vom 1. Oktober bis zum 15. November 2015 laden die „Pfälzer Keschdewochen“ zum Sammeln und genießen der Früchte ein.

Den Keschdeweg erwandern


Die Kastanienbäume prägen die Vegetation zwischen Pfälzerwald und der Südlichen Weinstraße. Mit einem Alter zwischen 300 und 700 Jahren sind die Esskastanien fest verwurzelt mit der Pfälzer Kultur und Lebensart. Diese alte Kulturlandschaft durchquert der rund 56 Kilometer lange „Pälzer Kescheweg“. Dieser führt von Hauenstein über Annweiler am Trifels entlang der Deutschen Weinstraße durch Landau-Land, Edenkoben und Maikammer bis nach Neustadt an der Weinstraße. Dabei verläuft der Weg immer wieder durch Kastanienwälder, die sich am Rande des Pfälzerwaldes in einem breiten Streifen parallel zur Weinstraße erstrecken. Dieser Weg ist nicht nur im Herbst, wenn die "Keschde" reif sind, ein besonderes Erlebnis, sondern auch das restliche Jahr über: Er bietet wunderschöne Aussichten auf den Wald, die Burgen sowie die Weinberge am Haardtrand und in die Rheinebene. Mehr Informationen finden Interessierte unter www.keschdeweg.de.

Wer im Herbst mehr über die Esskastanien erfahren möchte, kann sich in St. Martin Natur- und Landschaftsführer Hans Kiefer anschließen. Dieser nimmt seine Teilnehmer mit auf eine Tour entlang des „Pfälzer Keschdewegs“ zum Kastaniensammeln. Im Anschluss werden die gefundenen Früchte über dem offenen Holzfeuer geröstet und vernascht. Natürlich darf dabei Neuer Wein nicht fehlen! Termine: Freitag, 2. Oktober; Mittwoch, 7. Oktober und Samstag, 10. Oktober – jeweils um 11.00 Uhr. Die Teilnahme kostet 8 Euro pro Person, Kinder bis 12 Jahren sind frei.
Mehr Informationen unter www.maikammer-erlebnisland.de

Das passende Arrangement „Wandertour Pälzer Keschdeweg“ lädt zu einer Wanderung ohne Gepäck entlang der 61 Kilometer langen Route ein. Das ganzjährig buchbare Angebot beinhaltet insgesamt fünf Übernachtungen inklusive Frühstück, Eintritt in das Schloss Villa Ludwigshöhe oder eine Fahrt mit der Rietburgbahn, Gepäcktransport sowie eine Bahnfahrt von Neustadt nach Hauenstein. Genießer werden mit einem Kastanienmenü und einer Weinprobe verwöhnt. Ausführliches Kartenmaterial liegt ebenfalls bereit. Das Arrangement ist für 379 Euro pro Person im Doppelzimmer oder für 489 Euro pro Person im Einzelzimmer beim Tourismusbüro Südliche Weinstrasse e.V. per E-Mail an info@suedlicheweinstrasse.de oder per Telefon unter 06341-940 407 buchbar.
Weitere Informationen sind unter www.suedlicheweinstrasse.de zu finden. Wer seine Tour individuell planen möchte, findet dazu alle wichtigen Informationen im dazu passenden, kostenlosen Flyer.

Keschdefeschde, Neuer Wein und Zwiebelkuchen – ein Grund zu Feiern

Die Pfälzer feiern gerne und auch die Südliche Weinstraße ist bekannt für ihre Vielfalt an Festen. Die ersten werden bereits im März zur Mandelblüte gefeiert und die Weinfestsaison dauert schließlich bis in den November hinein an.

So zelebrieren die Pfälzer auch ihre Keschde mit Festen und Wanderungen rund um dieses Thema. Dabei werden Informationen, Rezepte und Leckerbissen mit Besuchern geteilt und genossen. Einen Überblick über die Kastanienvielfalt bietet das „Keschdefeschd“ in Annweiler am Trifels. Dieses findet traditionell am ersten Oktoberwochenende vom 3. bis 4. Oktober 2015 statt und bringt seine Käste kulinarisch auf den „Kastaniengeschmack“. Aus und mit Kastanien können Genießer Suppe, Bratwurst, Saumagen, Knödel, Kuchen und vieles mehr probieren. Besonderes Highlight ist die Krönung der 12. Kastanienprinzessin für das Trifelsland am 3. Oktober 2015 um 14 Uhr. Weitere Informationen unter www.trifelsland.de

In Edenkoben laden am 10. und 11. Oktober rund 25 Aussteller zum „Wein- und Kastanienmarkt“ in den Kastanienwald rund um das Schloss Villa Ludwigshöhe ein. Neben zahlreichen Kastanien-Spezialitäten und Neuem Wein, die hier aufgetischt werden, erwarten Besucher hier ein Keschdequiz und ein umfangreiches Kinderprogramm. Die Sesselbahn bringt die Gäste hinauf zur Rietburg und im Schloss Villa Ludwigshöhe laden verschiedene Führungen zur Besichtigung ein. Während der Kastanientage können Gäste zudem an Kastanienführungen teilnehmen.
Weitere Infos unter www.garten-eden-pfalz.de oder unter www.keschdeweg.de

Die wichtigsten Keschde-Termine im Überblick:
2.10.2015: Gemütlicher Keschdespaziergang in Burrweiler
2.10.2015: Kulinarische Kastanienführung durch Annweiler am Trifels
3. bis 4.10.2015: Keschdefeschd in Annweiler
4.10.2015: Keschde(ver)führung Rhodt u. Rietburg
5.10.2015: Kulinarische Kastanienführung durch Annweiler am Trifels
7.10.2015: Keschdegenuss im pfälzischen Nizza (Teufelsberg zur Gleisweilerer Hölle)
10. bis 11.10.2015: „Wein- und Kastanienmarkt“ in Edenkoben
17.10.2015: Kastanienwanderung mit Überraschung in Albersweiler

Im Herbst, zur Zeit der Weinlese, werden an der Südlichen Weinstraße zudem auch die Federweißen-Feste gefeiert, denn dieser gehört zum Herbst wie die bunten Blätter. Neuer Wein oder auch Federweißer verdankt seinen Namen seinem Aussehen, denn bei der Gärung des Traubenmostes werden die im Traubensaft befindlichen, milchigen Hefeteilchen aufgewirbelt, was den Eindruck erweckt, als befänden sich viele kleine, weiße Federn im Glas. Er lässt sich hervorragend mit ofenfrischem Zwiebelkuchen, Pfälzer Saumagen oder Maronen kombinieren – ein Genuss, den Weinliebhaber nur bis November erleben können.

Die passenden Feste im Überblick:
18. bis 20.09.2015: Fest des neun Weines in Rhodt unter Rietburg
2. bis 5.10.2015: Federweißenfest mit Bauernmarkt in Dierbach
2. bis 4.10.2015/
10. bis 11.10.2015: Fest des neuen Weins in Edesheim
9. bis 12.10.2015: Fest des Federweißen in Pleisweiler-Oberhofen
11.10.2015: Federweißenfest am Karlsplatz in Klingenmünster
15. bis 18.10.2015: Fest des Federweißen in Landau (ältestes Fest)
16. bis 19.10.2015: Federweißenfes in der Winzergasse in Gleiszellen-Gleishorbach
Eine Übersicht über alle Festtermine finden Interessierte im Internet unter www.suedlicheweinstrasse.de.

Kulinarischer Genuss für Zuhause

In den Hofläden und auf den Bauernmärkten, in Bäckereien und Metzgereien erwarten Genussliebhaber beste Produkte aus eigenem Anbau und eigener Herstellung. Es wird disputiert und abgewogen, unzählige Zubereitungstipps wandern vom Stand zur Theke und wieder zurück. Besonders zur Herbstzeit ist die Keschde in zahlreichen Varianten das perfekte Mitbringsel für die Lieben Zuhause, wie bespielsweise als Destillat: Mehrere Wochen benötigt der Alkohol, um den Kastanien ihre Inhaltsstoffe zu entziehen. Damit erhält der Likör einen nussigen, reifen, erdigen, an Waldboden erinnernden Geschmack.

Wer bereit ist, den eigenwilligen Brennern zu ihren Schätzen zu folgen, wird auf eine genussvolle und aromareiche Zeitreise gehen und mit begehrten Souvenirs zurückkommen. Tipps: Brennerei Göring in Edenkoben und Brennerei Stefan Fischer in Schweighofen. Für die süße Verführung zwischendurch sorgen verführerische Schokoladenkreationen in den Confiserien (www.cafe-herzog.de in Bad Bergzabern) wie köstliche Keschdepralinen oder kunstvolles Backwerk in den Konditoreien. Es duftet, es lockt, es schmilzt das Herz: Beginnt doch hier auch die deutsch-französische Route du Chocolat.

Copyright: Südliche Weinstrasse

 


Veröffentlicht am: 28.07.2015

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