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29.04.2017

 

 

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Wo Sardinien seine natürlichen Stärken zeigt

Eine Entdeckungstour zu den verborgenen und weniger verborgenen Schätzen der Insel

(w&p) Kaum einer kennt das Geheimnis der Hundertjährigen oder wer weiß schon, was hüpfender Käse ist und, dass im Landesinneren Sardiniens noch heute doppelt so viele Schafe wie Menschen leben. Die zweitgrößte Mittelmeer-Insel ist voller Überraschungen und ein Kontinent mit allen nur denkbaren Landschaftsformen. Ein perfektes Ziel für Aktivurlauber und Naturfreunde.
 
Hohe Berge – wilde Natur – reiche Kultur

   
Das 1.359 Meter hohe Gebirgsmassiv Monte Limbara im Norden Sardiniens ist ein beliebtes Wanderrevier. Die ausgeschilderten Wege auf die beiden kahlen Granitgipfel Punta Balistreri und Punta sa Berritta führen durchs Hochgebirge und durch Städtchen, die ebenso gut eine italienische Siedlung nach einer Alpenquerung sein könnten: grau, steinern und hoch. Kastanien, Stieleichen, Pinien, Kiefern und Tannen spenden kühle Frische. Wanderer entspannen und picknicken auf Holzbänken oder, weiter oben an der Baumgrenze, auf rohen Felsen. Dafür sollte ein Stück würziger Schafs-Pecorino im Rucksack stecken, zusammen mit einer Flasche kräftigem, sardischen Rotwein.

Die Stadt Tempio Pausania ist das historische und geografische Zentrum der Gallura. Einsam liegt sie auf den Höhen der Vorgebirge, umschlossen von der schützenden Natur und reich an natürlichen Ressourcen. In der ganzen Umgebung führen Straßen durch lichte Korkeichen-Wälder. Sie sind das Wahrzeichen der inneren Gallura. Berühmt ist die Stadt, deren Häuser und Straßen aus dem hellen Granit der Region gebaut wurden, auch für seine Mineralquellen. Das Wasser wird zum Teil in Flaschen gefüllt und auf ganz Sardinien angeboten. Nördlich von Tempio Pausania steht der Nuraghen Majori. Der aus grob gehauenem Granitstein erbaute Turm aus der Bronzezeit ist ein geschichtsträchtiger Ort und ein guter Aussichtspunkt über den Norden der Gallura-Wälder, zu den umliegenden Nuraghentürmen und auf die Stadt. 

Einen Sprung in die Vergangenheit machen Besucher auch in Aggius. Das Bergdorf, nur wenige Kilometer nördlich von Tempio Pausania, liegt zu Füßen der eindrucksvollen Granitberge der Gallura. Die hübsche Altstadt mit schmucken Häusern und Gassen, die Kirchen, deren Glockentürme die Häuser überragen und im Ethnografischen Museum sind ausgewählte Exponate der sardischen Volkskultur zu sehen. Ganz in der Nähe liegt das kleine Museo del Banditismo. Aggius war von der Mitte des 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Hochburg von Banditen und Räubern. Das Museum gibt unter anderem Einblicke in das Leben des berühmtesten Banditen aus Aggius, dem Muto di Gallura und anderen legendären Rechtsbrechern der Region.

In der Bergwelt rund um Aggius, wo einst Räuber ihr Unwesen trieben, liegen heute den Besuchern die schönsten Kulissen zu Füßen. Die kleine Hochebene Valle della Luna, Tal des Mondes, macht ihrem Namen alle Ehre: Die bizarre Landschaft, eingebettet in die Berge der Gallura, und der Fernblick auf das gewaltige Limbara-Massiv sind einfach magisch.

Sightseeingtouren mit dem Mountainbike

Um die wilde Natur Sardiniens kennenzulernen, steigen Sattelfeste aufs Rad. Die Granitlandschaft der Gallura im Norden der Insel gehört zu den beliebtesten Mountainbike-Revieren. Hervorragende Bedingungen für ausgedehnte Touren bieten die Baronie an der Ostküste mit ihren traumhaften Küsten am Golf von Orosei und dem Naturpark Biderosa, den Steineichenwäldern von Irgoli und dem wuchtigen Kalksteinmassiv des Monte Albo. Anspruchsvolle Trails finden Biker in der schroffen Berglandschaft der Ogliastra und der südlichen Barbagia zwischen Canyons und Tafelbergen. Übrigens: In den Delphina Hotels können hochwertiger Fahrräder ausgeliehen werden. Es gibt Roadbooks mit Karten und Routen. Außerdem werden Mountainbike- und Fahrradtouren organisiert.

Die sardische Küche ist eine Küche der Erde   
  
Die Sarden leben einfach, ihre Küche ist an die Traditionen gebunden und gilt als ausgesprochen gesund. Es heißt, dass nirgendwo so viele Hundertjährige leben würden, wie auf der sonnenverwöhnten Mittelmeerinsel. In zwei Punkten sind sich die Wissenschaftler sicher: Bewegung und Ernährung der Inselbewohner tragen zu großen Teilen bei zu ihrem langen Leben. Landwirtschaft und Viehzucht waren seit jeher die Grundlagen der sardischen Wirtschaft. Ihre Erzeugnisse, wie Schwein, Schaf, Wild, Brot, Milchprodukte, Honig, Wurstwaren und Gemüse bilden die Basis der sardischen Küche. Sie ist schlicht und bedient sich naturreiner Zutaten. Mittelpunkt der sardischen Ernährung ist Brot. Die Sarden kennen seinen Wert. Seit jeher ist es ihnen heilig. Wenn die Schafhirten mit ihren Herden in die Berge zogen, waren sie lange fort von daheim, sie brauchten ein haltbares Brot, das sie begleitete. So entstand das hauchdünne, knusprige Fladenbrot, das die Sarden pani carasau oder pani pistoccu nennen.
 
Heute noch prägen Schäfer das Bild des traditionellen Sardiniens. Im dünn besiedelten Landesinneren soll es immer noch doppelt so viele Schafe wie Menschen geben. Der Duft der kargen, kräuterreichen Weiden steckt in dem meist vom Schaf stammenden sardischen Käse. Den Pecorino findet man in allen Variationen von superreif, also piccante oder stagionato, bis zu dem frischen dolce sardo oder als süßen Ricotta, einem quarkähnlichen Frischkäse. Der klassische fiore sardo ist ein fester Schafskäse, der mindestens sechs Monate lagert und ausschließlich als Reibekäse dient. Die Sarden machen daraus Pecorino mit Käsemaden, genannt hüpfender Käse – eine Spezialität der Mittelmeerinsel.

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Veröffentlicht am: 03.08.2015

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