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Morgengruß von Helmut Harff: Laktosefrei

... und frei von Gluten

Liebe Leser, liebe Leserin, dieser Artikel ist laktosefrei, frei von Gluten. Ich habe den Artikel auch ohne Tierversuche erstellt. Ich habe ihn nicht einmal vor der Veröffentlichung Tieren vorgelesen. Einzig ein Mensch musste dran glauben und ihn lesen.

Ja, heute muss alles frei von Laktose sein. Gluten dürfen die Dinge auch nicht enthalten. Wenn doch, muss das in großen Lettern und in allen Sprachen dieser Erde auf der Verpackung vermerkt sein. Gleiches gilt selbstverständlich für andere "Zuschlagstoffe".

Frührer war das mal anders. Da warb man damit, dass Produkte mit Jod-Salz hergestellt wurden. Kein Bäcker, der nicht entsprechend große Aufkleber an seiner Schaufensterscheibe zu kleben hatte. Noch frührer warb man mit unendlicher Haltbarkeit. Begriffe wie Dauerwurst waren in aller Munde.

Und heute? Da werden immer wieder Produkte mit Begriffen wie "Laktosefrei" oder "Glutenfrei" beworben. Gern werden Dinge auch als "vegan" bezeichnet. An der einen oder anderen Stelle machen solche Hinweise sicherlich Sinn. Schließlich gibt es Mitmenschen, die unter entsprechenden Allergien oder Unverträglichkeiten leiden. Doch die wissen ohnehin zumeist, was sie essen dürfen und was nicht.

Ansonsten sind solche Etikettierungen nichts weiter als völlig unsinnige Werbebotschaften. Das eine Leinenhose oder ein Baumwollhemd vegan ist, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Was haben da tierische Beigaben auch zu suchen?

Das Hartkäse frei von Laktose ist, weiß inzwischen jeder. Gleiches gilt für Sojamilch. In solchen Produkten kommt Laktose einfach nicht vor. Man müsste sie schon hinzufügen. Das wäre allerdings total unsinnig.

In sehr vielen Fällen ist die Kennzeichnung von Lebensmittel als "Laktose- und Glutenfrei" deshalb so unsinnig, wie den Artikel so zu bezeichnen. Doch scheinen viele Verbraucher auf solche Hinweise zu fliegen. Sie sind dann auch bereit, für solche Lebensmittel mehr Geld auszugeben. Und genau hier liegt der berühmte Hase im laktosefreien Pfeffer. Erst macht man den Menschen Angst, tut so, als wenn wir ein Volk von Allergikern sind. Dann kommen entsprechende Produkte auf den Markt und man muss nur noch darauf warten, bis all die verängstigten und immer politisch korrekt sein wollenden Verbraucher die überteuerten Produkte kaufen.

Das geht so lange gut, bis auch der letzte Kunde gemerkt hat, dass die ach so guten Lebensmittel nicht wirklich besser sind, als das was, was schon ihre Großeltern gegessen haben.

Lassen wir uns, die nicht mit entsprechenden Allergien zu kämpfen haben, nicht ins Boxhorn jagen. Wir vermeiden ja auch nicht den Kontakt zu Altöl, wenn wir keine Altöl-Allergien haben.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Bleiben Sie kritisch.

 


Veröffentlicht am: 21.08.2015

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