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Morgengruß von Helmut Harff: Kriegsgewinnler

Wo Leid, da auch großer Gewinn

Krieg, Not, Elend und Vertreibung  sind ständiger Begleitung der Menschheit. Das gilt ebenfalls für die Tatsache, dass einige Menschen am Tod, am Elend und an der Zerstörung verdienen, viel verdienen. Manche werden sogar unendlich reich.

Das kennen wir aus der Geschichte, aus der weit zurück liegenden, aus der von zwei Weltkriegen, aus der deutschen Teilung und der allerjüngsten Geschichte. Ja, ich meine die weltweite Flüchtlingswelle. Viele Menschen - man denke nur an die Schlepper - verdienen an der Not der Flüchtlinge. Doch das sind nicht nur die bösen Typen, die Menschen zum Ersaufen in maroden Booten auf das Mittelmeer schicken.

Ich meine all die Menschen in Europa - im ach so zivilisierten Europa - die versuchen, ihren Schnitt mit den Flüchtlingen zu machen. Da sind die Taxifahrer, die Flüchtlinge für überteuerter Tarife durch den Balkan in die gelobten Länder des Nordens chauffieren. Andere verkaufen gegen die letzten Habseligkeiten der Menschen auf der Flucht Essen, Medikamente und andere notwendige Dinge. Mitleid - das erlebt man nur sehr selten.

Doch nicht nur jenseits unserer Grenzen verdient man an den Flüchtlingen. Auch hierzulande machen so manche Mitbürger ihren Schnitt. Sie vermieten ihre Immobilien - vielfach als Schrottimmobilien zu bezeichnen - an Kommunen, die für die Unterbringung der geschundenen Menschen viel Geld bezahlen. Glauben Sie nicht? Wieso jammern alle Kommunen über die exorbitant hohen Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen? Wieso schließ jemand ein eigentlich gut ausgelastet Hotel um anschließend dort Flüchtlinge unterzubringen? Es scheint sich zu rechnen.

Denkt man an Griechenland, so ist Deutschland einer der Krisengewinnler, verdient an der Not der Hellenen. Wie ich einem Bericht auf Spiegel Online entnehmen konnte, haben laut einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) die öffentlichen Haushalte in Deutschland von 2010 bis heute rund hundert Milliarden Euro gespart.  Hintergrund sind die niedrigen Zinsen für Deutsche Staatsanleihen.

Noch ein Zitat gefällig: Das IWH schreibt: "Diese Einsparungen übertreffen die Kosten der Krise - selbst dann, wenn Griechenland seine Schulden komplett nicht bedienen würde. Deutschland hat also in jedem Fall von der Griechenlandkrise profitiert." 

Kennen Sie auch die Kehrseite der Medaille? Die Zinsen für unsere Spareinlagen, für unsere Versicherungsguthaben sind auf faktisch Null gefallen. Unser Staat, unser Finanzminister profitiert von der Krise in Griechenland, aber auch der von Ländern wie Italien oder Spanien. Sie können so ohne jede Anstrengung einen Haushalt ohne Neuverschuldung vorlegen und sich voller Stolz und selbstgefällig auf die Schulter klopfen. Bezahlen müssen das die Griechen, Spanier und Italiener, aber auch wir hier. Wir sollen für unser Alter vorsorgen, doch unser Staat sorgt dafür, dass wir dabei auf jede Form von Rendite verzichten müssen. Dafür sollten wir ihnen nicht auf die Schulter sondern auf die Hände klopfen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

 


Veröffentlicht am: 23.08.2015

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