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26.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Kinder

Sie sind unsere Zukunft

Um es gleich zu sagen: Geht es um Kinder, so geht es mir so wie dem Blinden, der von der Farbe redet. Ich habe keine Kinder. Allerdings habe ich eine wesentlich jüngere Schwester und vier Stiefkinder.

Ich bin auch nicht der Ansicht, dass man nur über Dinge reden kann, die man selber gemacht oder erlebt hat. Wenn dem nicht so wäre, wieso reden beispielsweise Nonnen über Kinder? Ganz einfach: Sie waren selber Kinder, kennen Kinder und kennen Menschen, die Kinder haben.

Wieso ich auf das Thema komme? Es war mal wieder ein Medienbericht. In dem ging es darum, dass die jüngsten Kindergartenkinder - die unter drei Jahren - in den meisten Bundesländern angeblich nicht maximal betreut werden. Im Osten kümmert sich demnach eine Fachkraft um sechs Kinder. Im Westen muss sich eine Kindergärtnerin teilweise nur im durchschnittlich etwas mehr als drei Kinder bemühen.

Eine Erzieherin für drei Kinder - ein toller Plan. Doch was vermittelt der? Eine Frau - auch ein Mann - kann sich maximal um drei Kinder so richtig kümmern. Nun ist es ja so, dass die Zwerge nur wenige Stunden in der Kita sind. Rechnet man das hoch, so wären ja mindestens drei oder vier  Menschen notwendig, damit in einer Familie drei Krabbler optimal - was immer man auch darunter versteht -  aufwachsen können.

Was sagt das potentiellen Eltern? Sie können maximal ein Kind so wie von der Politik gefordert aufziehen. Schon mit zwei Kindern können sie dieses Ziel ohne fremde Hilfe nicht mehr schaffen. Was wäre erst, wenn so eine Familie drei, vier oder mehr Kinder hätte. Sie müssten ein oder zwei Kindergärtnerinnen beschäftigen.

Klar ist das Unsinn, aber genau dieses Bild wird suggeriert. Suggeriert wird auch, dass Kinder ein Armutsrisiko sind, dass sich irgendwann ins Koma saufen wird und sich radikalen Ideen zuwenden werden. Wie will man da erreichen, dass sich Familien, dass sich Frauen und Männer dazu entschließen, Kinder in die Welt zu setzen?

Wenn ich auf meine eigene Kindheit oder noch etwas weiter zurück blicke, so war es eher normal, dass man mehrere - fünf, sechs - Kinder groß zog. Die hatten aus unserer heutigen Sicht zumeist keine glückliche Kindheit, meisterten aber dennoch ihr Leben. Die allermeisten großen Geister der Geschichte waren keine Einzelkinder, hatten eher viele Geschwister.

Wie war das in der DDR? Da kümmerte sich in Kinderkrippen - da waren die allerjüngsten untergebracht - auch schon mal eine Erzieherin um 10 und mehr Kinder. Wenn alles gut lief, gab es noch eine helfende Hand. Und, ist aus allen in Osten geborenen nichts geworden? Wir waren es, den die einzige friedliche Revolution in Deutschland gelang. Die ach so schlecht betreuten DDR-Babys machten Kinder - mehr als in den alten Bundesländern und schafften fast (na ja) mühelos den Übergang von der Diktatur in die Demokratie. Leider ging dieser Übergang mit einer deutlich sinkenden Geburtenrate einher.

Nun will ich nicht sagen, dass die Demokratie kinderfeindlich ist. Doch zu denken sollte das vielleicht doch geben. Zu denken sollte uns geben, welches Bild wir auch in den Medien malen, wenn es um Kinder geht. Kinder sind ein Segen - das sollte der Tenor sein.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück - gemeinsam mit Ihren Kindern.

 


Veröffentlicht am: 25.08.2015

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