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Morgengruß von Helmut Harff: Nicht neues

Ein erstes IFA-Fazit

Nach drei Tagen auf der IFA in Berlin kann ich schon mal ein erstes Fazit ziehen. Um es kurz zu machen: Wirkliche Neuheiten habe ich nicht entdeckt. Sicherlich können viele Hersteller auf Weiterentwicklungen verweisen. Die sind mal sinnvoll, leider viel zu häufig auch auf den zweiten Blick eher weniger zielführend.

In vielen Fällen entpuppen sich angebliche Weiterentwicklungen schlicht als leichte Designveränderungen. Doch selbst die Gestalter haben es augenscheinlich immer schwerer, sich neues auszudenken. Da ist es wirklich wohltuend, wenn man einfach mal hört, dass man nur mit seinen bewährten Produkten auf der Messe ist, neues dieses Jahr aber nicht präsentieren kann. Es ist ja auch schlicht unmöglich, jedes Jahr das Rad neu zu erfinden.

Das hat man beispielsweise bei Epson versucht. Die neueste Druckergeneration wird nun nicht mehr mit Kartuschen oder sonst was bestückt, sondern der Nutzer muss selber die Tanks füllen. Wenn das kein Fortschritt ist. Warum man dann für diese Drucker aber deutlich mehr als für die herkömmlichen bezahlen soll, bleibt wohl das Epson-Geheimnis.

Das große und gern gespielte Thema ist- wie schon im Vorjahr – das der Konnektivität. Es gibt fast nichts mehr, was man über Smartphone und Tablet nicht aus dem Wohnzimmer oder vom Nordpol aus steuern kann. Vorausgesetzt, man hat dort Ladestrom und eine solide Internetverbindung. Zumindest letztere ist auf dem flachen Land auch in Deutschland noch ein Wunschtraum. Wie gesagt, man spielt das Thema gern, doch es artet zumeist in eine teure Spielerei aus, die ganz lustig anzusehen ist, die man aber in aller Regel  nicht braucht. Ich bezweifel, dass eine größere Gruppe von Verbrauchern für diesen angeblichen Mehrwert auch bereit ist, tiefer in die Tasche zu greifen. Zumal, dass man für jeden Hersteller zumindest eine eigene App herunter laden muss. Ich hätte dann bestimmt allein zehn Apps nur für meine Haushaltsgeräte auf dem Smartphone. Da brauche ich ja noch eine, um alle Apps auseinander zu halten.

Es wird dringend Zeit, hier einen einheitlichen Standard zu schaffen. Doch davon sind die Hersteller nach eigenem Bekunden noch meilenweit entfernt. EU – bitte hilf.

Was mir noch aufgefallen ist? Die rapide anwachsende Gruppe der älteren Verbraucher – ich meine die ab 70 – spielt überhaupt keine Rolle. An keinem Messestand mit Ausnahme der Gesundheitsartikelanbieter fiel auch nur das Wort alt. Halt: Bei Miele spielte man auf der Pressekonferenz zumindest mit diesem Begriff, meinte aber die ab 55 und erntete prompt unwilliges Gemurmel der nicht mehr ganz so jungen Journalisten. Ich verstehe nicht, warum man der älteren Zielgruppe so den Rücken kehrt. Viele sind ganz gut betucht und haben noch zehn und mehr Lebensjahre vor sich. Länger halten die allermeisten Geräte auch nicht.

Eine weitere Zielgruppe fällt auf den meisten Messeständen ebenfalls hinten runter, wird zumindest nicht erwähnt. Ich meine all die, die auch im reichen Deutschland den Cent mindestens zweimal umdrehen müssen. Denen bleibt nur der Ramsch der Billighersteller. Qualität zu einem auch für HartzIV-Empfänger und Mindeslohnverdiener verträglichen Preis – davon redet keiner.

Es fällt auch – im Gegensatz zu den Modemessen – kein Wort über die Arbeitsbedingungen, unter denen in Billiglohnländern all die schönen, energeieffizienten und vernetzten Geräte hergestellt werden. Ich kann nicht glauben, dass man irgendwo Kaffeemaschinen oder Mixer unter Bedingungen zusammenschraubt, die deutlich besser sind, als die der Näherinnen und Näher.

Mein erstes Fazit: Ein Besuch auf der IFA ist sicherlich interessant und informativ. Man wird überall nett und zuvorkommend behandelt und viele Köche sorgen dafür, dass man nicht vom Fleisch fällt. Kaffee gibt es fast in allen Hallen und die angebotenen Smooties sind sehr lecker.

Noch einen Kaffee und dann geht es wieder auf die IFA. Kontaktpflege steht auf der Tagesordnung.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Bis nachher auf der IFA in Berlin.

 


Veröffentlicht am: 05.09.2015

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