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Kleine Räuber, große Schäden

Marder: Gefahr für Solaranlagen und Dachisolierung

Marder können nicht nur für Autofahrer ein kostspieliges Ärgernis sein: Auch am Eigenheim richten die pelzigen Räuber oft enorme Schäden an – insbesondere bei Solaranlagen. Im Herbst gehen viele Jungmarder auf die Suche nach eigenen Revieren.

Da die Tiere am liebsten in Dachstühlen leben, sollten Hausbesitzer ihr Eigenheim rechtzeitig mardersicher machen, um ungewollte Mitbewohner zu vermeiden. Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO, erklärt, wie Hausbesitzer sich vor Mardern schützen können und welche Versicherung bei Schäden am Dachboden oder der Photovoltaikanlage einspringt.

Welche Anhaltspunkte deuten auf Marder im Dachstuhl hin?


Gerade dieser Tage sollten Hausbesitzer genau hinschauen: Ein Marderweibchen bringt pro Jahr drei bis vier Junge zur Welt, die im Herbst selbstständig werden. Das bedeutet, dass zu Beginn der kalten Jahreszeit jede Menge Jungtiere auf der Suche nach einem Revier umherstreifen. Dachstühle gehören dabei zu den bevorzugten Nistplätzen. Doch oft merken Hauseigentümer lange Zeit nichts von den ungebetenen Gästen auf dem Dachboden. Denn der Marder ist ein scheues, nachtaktives Tier. Umso wichtiger ist es, die Anzeichen für seine Anwesenheit richtig zu deuten. Dazu zählen Kratz- und Trappelgeräusche, aber auch Reste von Aas sowie Urin und Kot.

Bei den ersten Hinweisen ist sofortiges Handeln geboten. Denn die Tiere beißen und graben Tunnel in die Isolierung des Daches. Durch die Gänge entweicht Wärme; Feuchtigkeit kann eindringen und Schimmel begünstigen. Noch größerer Ärger kommt auf Besitzer von Solarpanels zu: Die Tiere beißen gerne in Kabel und Schläuche, wie viele Autofahrer aus leidvoller Erfahrung wissen. Wenn sie die Leitungen der Photovoltaikanlage beschädigen, drohen nicht nur Ertragsausfälle, sondern auch Kurzschlüsse und Verschmorungen.

Und wie werden Betroffene die Marder wieder los, wenn sie sich einmal unter ihrem Dach eingenistet haben?


Als probates Mittel hat sich vor allem Lärm erwiesen. Denn Marder mögen keine lauten Geräusche. Betroffene Hausbesitzer können zum Beispiel ein Radio aufstellen und laut aufdrehen – am besten tagsüber, wenn die Tiere schlafen. Manchmal genügt es auch schon, ab und an gegen die Decke zu klopfen. Um das Problem dauerhaft zu lösen, reicht es aber nicht, den Marder zu vertreiben. In einem zweiten Schritt muss der Hausbesitzer dafür sorgen, dass er oder andere Artgenossen auch nicht mehr in das Haus zurückkehren können. Dazu gehört: Äste nicht dichter als 2 Meter an die Dachfläche wachsen lassen und Fassadenbegrünungen regelmäßig zurückschneiden! Um Mardern Zugangswege zu versperren, sollten Hauseigentümer auch darauf achten, Rankgitter so zu montieren, dass der Marder darüber nicht an die Dachfläche gelangen kann. Dann ist es nötig, alle Schlupflöcher zu finden und zu verschließen, zum Beispiel mit Maschendraht. Aufschluss geben können Kratzer an Regenrinnen, Fassade oder Bäumen.

Wichtig: die Gänge erst dann verschließen, wenn der Marder nicht mehr im Dachstuhl ist. Sonst muss das eingeschlossene Tier qualvoll verhungern. Hausbesitzern, die im Kampf gegen den Marder selbst nicht weiterkommen, bleibt nur der Gang zum Profi. Das Tier mit Fallen einfangen oder gar töten dürfen nur Jäger mit entsprechenden Berechtigungen. Deshalb auf keinen Fall selbst zu Fallen, Flinten oder Giftködern greifen! In vielen Städten gibt es hauptberufliche Stadtjäger, an die sich Betroffene wenden können. Die Untere Jagdbehörde bei der Kreisverwaltung hilft bei der Vermittlung weiter.

Angenommen, der Marder hat auf meinem Dachboden einen Schaden angerichtet und nun sind teure Reparaturen fällig. Gibt es eine Versicherung, die mir hilft, die finanziellen Folgen zu bewältigen?

Im Prinzip sichert die Wohngebäudeversicherung das Eigenheim ab. Allerdings greift der Grundschutz in der Regel nur bei Schäden, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstanden sind. Hat der Marder die Dachisolierung ruiniert, müsste der Hauseigentümer die Reparatur aus eigener Tasche zahlen. Manche Versicherer bieten aber auch Policen mit erweitertem Schutz, die auch dann einspringen, wenn Wildtiere in oder am Haus randaliert haben. Eine Deckungserweiterung zahlt sich schnell aus, denn oft fällt erst auf, dass sich ein Marder eingenistet hat, wenn sich seine Fraßspuren zeigen.

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, sollte zudem prüfen, ob seine Wohngebäudepolice diese Investition einschließt. Gegebenenfalls ist als Ergänzung eine Photovoltaikanlagenversicherung sinnvoll. Der Vorteil an der Spezialpolice: Sie deckt ein breites Spektrum von Risiken ab, darunter auch Marderbisse. Im Schadensfall kommt sie für Reparaturkosten auf und erstattet dem Besitzer bei einem Totalschaden den Neuwert der Anlage. Zudem zahlt sie dem Versicherten auch einen Ausgleich für entgangene Stromerlöse und Mehrkosten für den Fremdstrombezug.

 


Veröffentlicht am: 10.09.2015

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