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21.09.2017

 

 

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Für Sie entdeckt: Tante Grete Möbelgeschichten

Erzählt werden die in Hamburg, gehört überall



Tante Grete Möbelgeschichten ist ein junges Designlabel und Kunstprojekt aus Hamburg, das alte Möbelstücke wie Leuchten und andere Gebrauchskunst in liebevoller Handarbeit aufwendig umgestaltet, so dass diese in neuem Gewand wieder einen Platz in unserer Zeit finden.

Hinter dem Label steht die Designerin Deike Scharnberg. Mit unberechenbarem Blick gelingt es ihr, altmodischen Stücken neues Leben einzuhauchen und diese kombiniert mit modernen und stilfremden Designelementen in die Gegenwart zu überführen.

Sie fügt hinzu oder nimmt weg - ganz so, wie es dem Möbel als Hauptperson gefällt: Romantisch, schrill, glamourös, avantgardistisch, mal kitschig dann wieder klassisch. Im neuen Look präsentieren sich Tante Gretes Werke als liebenswerte Schmuckstücke. Dinge, die früher einmal Massenartikel waren, macht Deike Scharnberg zu Unikaten oder limitierten Serien. Durch die Transformation erhält jedes Einzelstück eine eigenständige Identität, mit eigenem Namen und einer ganz persönlichen Geschichte, die es zu erzählen gilt.

Zu den Werken von Tante Grete Möbelgeschichten gehören beispielsweise die Leuchten der Burlesque-Serie wie Irma La Rouge, La Dita oder Coco L`Amour. Mit Federn, Fransen, Glitzersteinen, Netzstrümpfen und Strapsbändern verwandelt die Designerin langweilige Tischleuchten in Kunstwerke mit frivoler Strahlkraft. Nicht weniger kreativ sind die neuen Kleider der Leuchten aus der Häkel-Serie. Damit die hochwertigen Stehlen aus Onyxmarmor oder Glaskristall uneingeschränkt zur Geltung kommen, werden die Lampenschirme von Tante Grete zunächst komplett entkleidet. Anschließend werden die Drahtgestelle mit einem Häkelüberzug aus feinstem Lurexgarn versehen. Es entsteht eine völlig neue Interpretation der Leuchte, die dadurch die innere Struktur sichtbar macht.

Die Möbel bzw. Leuchten von Tante Grete sind es gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen. Sie nehmen sich nicht zurück, sondern lenken die Blicke auf sich. Tante Grete geht es nicht darum, mit angepasster Gebrauchskunst ein stimmiges Raumambiente zu gestalten; vielmehr geht es darum, mit Witz, einer Prise Humor und einem kleinen Augenzwinkern aus alltäglichen Gegenständen Kunstwerke zu schaffen.



Die Arbeit der Designerin beginnt mit dem Aufspüren in Vergessenheit geratener Möbel. Vernachlässigt auf Dachböden, entsorgt bei Haushaltsauflösungen, vergessen bei Antiquitätenhändlern werden sie von Tante Grete aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Unter dem Staub und der Patina verbirgt sich so manche Rarität. Die Kunst liegt jedoch vor allem darin, das Potential unscheinbarer und unzeitgemäßer Stücke zu erkennen. Gemeinsam ist ihnen die früher übliche hochwertige und qualitätsvolle Fertigung - im Gegensatz zu den heutigen Möbeln aus Massenproduktion, gefertigt in Entwicklungsländern, bestehend aus Pressholz und Plastikfurnier. Dabei verfolgt Tante Grete den Anspruch, ein Stück Zeitgeschichte zu bewahren und selbst nachhaltig zu produzieren.

Nach dem Aufspüren beginnt der eigentliche kreative Prozess. Zuerst arbeitet die Designerin die wesentlichen Merkmale der Leuchte heraus. Was hat diese zu bieten - was nicht? Wie ist ihr Charakter? Welches ist die ursprüngliche Designidee? Was sind ihre Besonderheiten? Sobald sich die Persönlichkeit zu zeigen beginnt, wird der Geschichte des Möbels ein neues Kapitel hinzugefügt. Mit ausgesuchten und ungewöhnlichen Stoffen beispielsweise aus Saris oder Kimonos werden alte Lampenschirme in aufwendiger Handarbeit neu bezogen.

Detailverliebt und akkurat werden sie je nach Bedarf von Tante Grete mit Bändern, Fransen, Glitzersteinen, Schleifen und Bordüren bestückt. Lampenstehlen werden neu lackiert oder aber mit ihrer brüchigen Patina einfach so belassen. Die Designerin hat es sich zum Ziel gesetzt, jedem Einzelstück im Gestaltungsprozess quasi einen neuen "Text" - eine neue Bedeutung - hinzuzufügen, ohne dass die alte verloren geht.

Für Tante Grete sind Möbel zentrale Stilelemente einer bestimmten Zeit, die ihre ganz eigene Geschichte erlebt haben. Viel zu oft geraten sie aus der Mode und in Vergessenheit. Doch rufen sie auch Sehnsüchte in uns wach, wachsen uns ans Herz und begleiten uns manches Mal ein Leben lang. Auch die Technik bekommt einen Check-up: Sämtliche Leuchten werden von einem Fachbetrieb überprüft und die Elektrik wird bei Bedarf erneuert.

Foto: Jörg Modrow

 


Veröffentlicht am: 21.09.2015

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